Schau im Mercedes-Scharrer

Löffler-Ausstellung gibt Einblick in Neubaus

Werner Löffler und Thomas Schriefers (v. links) zeigen das Modell der großen Stellwand für die Ausstellung im ehemaligen Mercedes-Scharrer. | Foto: A. Pitsch2019/07/IMG_6068.jpeg

ALTENSITTENBACH – „We say goodbye, we say hello“: Was sich anhört wie ein Beatles-Klassiker, ist das Motto der dreitägigen Veranstaltung der Firma Löffler im ehemaligen Mercedes-Scharrer, dem Gelände für den Neubau des Sitzmöbelherstellers. Unternehmenschef Werner Löffler und Architekt Thomas Schriefers geben einen Vorgeschmack, was zwischen 24. und 26. Juli dort zu sehen und zu erleben sein wird.

Die erste Vorstellung des neuen Firmensitzes in Altensittenbach war im Herbst 2018. Was hat sich seitdem getan?
Thomas Schriefers: Wir haben die Grundidee weiterentwickelt und einzelne Bereiche detaillierter ausgearbeitet, etwa den Empfang als „Welcome by Löffler“, den offenen Bürobereich sowie die Produktion, in die man teilweise hineinblicken kann. Im Foyer wird es unter anderem auch einen Ausstellungsbereich geben, in dem sich die Löffler-Welt präsentiert.

Werner Löffler: Mir ist der teilweise freie Blick in die Produktion sehr wichtig, da wir damit zeigen, dass hinter unseren Produkten gut ausgebildete Mitarbeiter stehen. So wird deutlich, dass man nach wie vor auch in Deutschland das produzierende Gewerbe aufrechterhalten kann.

Bereits im Herbst deuteten Sie an, dass die Schreibtischarbeit in einem Großraumbüro stattfinden wird.
Schriefers: Genau, aber diese muss individuell gestaltet sein. So planen wir eine Fläche mit Begegnungs- und Rückzugsräumen. Ich entwickle speziell für Löffler ein neues, modernes Bürokonzept, das danach auch als unsere Antwort für die Büroarbeit von heute in den Markt eingeführt wird.

Löffler: Es geht uns darum, die bis jetzt übliche Trennung zwischen Büro- und Wohnwelt zu einer Lebenswelt zu verschmelzen. Das gilt auch für ein Großraumbüro.

Wie sehen die Planungen bezüglich des Löffler-Schriftzugs aus?
Schriefers: Klar ist – auch aufgrund von Anregungen der Stadtverwaltung –, dass „Löffler“ nicht, wie in ersten Skizzen dargestellt, großflächig an der Fassade auftauchen wird. Name und Logo werden aber sicher erkennbar und kreativ integriert gestaltet sein.

Löffler: Wir wollen ja keinen Supermarkt und kein Industriewerk bauen, sondern ein verträgliches und sich ins Ortsbild gut einfügendes Verwaltungs- und Produktionsgebäude, das den Gegebenheiten entgegenkommt und sensibel Position bezieht.

Was erwartet die Leute nun an den drei Tagen?
Schriefers: Im Prinzip handelt es sich um ein Gesamtpaket: eine informative Ausstellung zum Neubau, die Markteinführung eines neuen Faltsessels für den Innen- und Außenbereich sowie ein Fest für Mitarbeiter und Nachbarn. Wir stellen„Isolo“ von Fritz Mocnik vor. Seine Sitzmöbel werden auch im aufgeschütteten Sand vor dem Gebäude stehen und für sommerliches Flair sorgen. Drinnen zeigen wir auf einer frei stehenden Wand Originalskizzen, die Einblicke in den Entwicklungsprozess des Neubauareals vermitteln. Damit ermöglichen wir dem interessierten Besucher einen Schulterblick und freuen uns auf ein Gespräch.

Löffler: Dass wir in diesem Rahmen den Stuhl „Isolo“ vorstellen, verfolgt das Ziel, am neuen Standort erstmals ein neues Produkt zu präsentieren. Ganz im Sinne unseres Mottos: „We say hello!“

Warum betreiben Sie diesen Aufwand?
Schriefers: Es ist eine Einladung zum Dialog und gibt Einblicke in unsere tägliche Arbeit, was normalerweise nicht selbstverständlich ist. Es soll ein sichtbarer Startpunkt für den Löffler-Neubau sein.

Löffler: Damit verbinden wir den Abschied vom bestehenden Bauwerk mit dem Ausblick auf das Kommende an diesem Standort, der für die Löffler-Mitarbeiter zukünftig die berufliche Heimat sein wird.

Ziel der Tage ist also …
Löffler: Kurz gesagt: Wir wollen auf die Bürger zugehen und sie mitnehmen.

Schriefers: Je mehr man vermittelt, desto klarer stellt sich für alle Interessierten das Projekt dar. Außerdem ermöglicht die Veranstaltung, zusammenzukommen, um mögliche Fragen zu beantworten, Ideen zu vermitteln und Gedanken auszutauschen. Wir freuen uns auf den Dialog mit den Menschen.

Wann kommt dann die Abrissbirne?
Löffler: Wenn der geänderte Bebauungsplan verabschiedet ist, beginnen wir mit den Arbeiten. Ich hoffe, dass im Herbst der Abriss beginnt und wir noch dieses Jahr mit den Bauarbeiten starten können. Ziel ist nach wie vor, im Dezember 2020 einzuziehen.

Die Ausstellung zum neuen Löffler-Gebäude ist am 24. und 25. Juli von 8 bis 20 Uhr und am 26. Juli von 8 bis 15 Uhr geöffnet.

N-Land Andrea Pitsch
Andrea Pitsch