Eröffnung in der Saarstraße

Lob für neues Bürohaus in Lauf

Gruppenfoto vor dem „Quartier Nr. 11“: Die Gäste der Eröffnung freuen sich über den Neubau des Büro- und Praxishauses an der Saarstraße in Lauf. | Foto: Fischer2019/05/sparkasse-neue-Burohaus-Lauf-fi.jpg

LAUF. Nach zwei Jahren Bauzeit ist das von der Sparkasse vermietete Gebäude an der Saarstraße eröffnet worden. „Quartier Nr. 11“ lautet der Name eines neuen Büro- und Dienstleistungsgebäudes an prominenter Stelle in Lauf.

Das Haus mit seinem modernen und doch sehr fränkischen Steildach wurde von der Sparkasse für rund sieben Millionen Euro auf eigenem Grund direkt neben ihrer Hauptstelle in Lauf errichtete. Das Geldinstitut nutzt das Gebäude aber nicht selbst, sondern vermietet es an Ärzte und Dienstleister.

Der auffällige und gleichzeitig zurücktretende dreigliedrige langgestreckte Komplex schließt auch eine seit Jahrzehnten bestehende Baulücke. Genau gegenüber der Abzweigung der Falknerstraße zum Marktplatz, zwischen der Bahnlinie und der Saarstraße auf der einen und zwischen dem Sparkassengebäude und den Wohnhäusern am Salvatorfriedhof auf der anderen Seite, ragen die Giebel des Neubaus empor. Zwischen ihm und dem Sparkassenaltbau entstand eine Freifläche, fast ein kleiner Platz. Und hier verläuft jetzt auch ein neuer Weg: Die sogenannten „Sparkassenzeile“ erschließt nicht nur das Bürohaus, sondern verbindet fußläufig auch die Parkplätze an der Bahn direkt mit der Laufer Altstadt.

Bekenntnis zum Wirtschaftsstandort Lauf

Zusammen mit zahlreichen Ehrengästen aus Kommunalpolitik und Wirtschaft eröffnete die Sparkasse das „Quartier Nr. 11“. Als „klares Bekenntnis zum attraktiven Wirtschaftsstandort Lauf“ wollte Sparkassenvorstand Matthias Benk, der federführend für den Neubau verantwortlich war, die Investition sehen. Als regionales Kreditinstitut sei die Sparkasse eng mit den Menschen und der Wirtschaft vor Ort verbunden. Lauf sei nach wie vor größter Sparkassenstandort im Nürnberger Land. Heute arbeiten hier im sogenannten „Kompetenzzentrum“ rund 70 Sparkassenmitarbeiter.

„Insofern war es sehr zukunftsorientiert, dass unsere Vorgänger das jetzt bebaute Nachbargrundstück vor vielen Jahren erworben haben“, so Benk. In den vergangenen Jahren zeigte sich aber, dass das Grundstück selbst nicht mehr für Sparkassenzwecke benötigt wird. Vor vier Jahren haben man sich deshalb entschieden, auf dem wertvollen zentrumsnahen Grund ein Gebäude zu errichten und die Flächen zu vermieten.

3000 Quadratmeter Nutzfläche

Entstanden sind auf drei Stockwerken 3000 Quadratmeter Nutzfläche und eine Tiefgarage mit 25 Stellplätzen. Das Erdgeschoss beziehen Zahnarzt Jürgen Siebenkees und die Rüstig-Immobilien GmbH, im ersten Stock entstehen die kardiologisch-onkologische Gemeinschafts­praxis Haack und Gröschel und Büros für die Fritz IT GmbH. Den zweiten Stock inklusive Dachgeschoss vermietet die Sparkasse der WPH Steuer- und Wirtschaftsprüferkanzlei.

Bürgermeister Benedikt Bisping, wie Landrat Armin Kroder Mitglied im Sparkassen-Verwaltungsrat, freute sich darüber, dass mit dem neuen Gebäude auch neue Unternehmen nach Lauf kommen. Vor allem aber lobte der Bürgermeister die Investition des Geldinstituts in der Stadt.

Landrat Kroder war, wie zahlreiche andere Gäste der Eröffnung, von der „sehr gelungenen Architektur“ begeistert und davon, wie perfekt sich das Ensemble in die Baulücke an der Ortsdurchfahrt einfüge.

Ein Lob, das Architekt Andreas Baum natürlich nur zu gerne hörte. Die Optik, orientiert an dem fränkisch-mittelalterlichen Baustil Laufs, sei aber nur die eine Seite. Besonders wichtig sei seinem Büro und dem Bauherrn die ökologische Seite, die Nachhaltigkeit, gewesen.

Die Hybridbauweise aus Beton und Massivholz sorge nicht nur für ein gutes Raumklima, sondern das Holz sei ja auch ein CO2-neutraler Baustoff. Und weil man höchsten energetischen Standard erfülle, hoffe man jetzt auch auf eine „Gold-Zertifizierung“ für nachhaltiges Bauen.

N-Land Clemens Fischer
Clemens Fischer