Wirtschaft: Internationale Gesellschaft für Eisenbahnverkehr

IGE – Testfeld für umweltbewussten Transport

IGE-Chef Armin Götz im Flix-Zug, den die Hersbrucker auf einigen Linien betreiben. | Foto: Hendrik Bloem2021/03/IGE_Fuer-PM_Bildautor-Hendrik-Bloem_Flix_Open_20200723_105621_3Maerz2021-scaled.jpg

„Ohne die Eisenbahn wird die Verkehrswende nicht gelingen“, macht Armin Götz klar. Doch dazu brauche es neben einer grundsätzlichen Bewusstseinsänderung der Gesellschaft auch eine Modernisierung der SchienenInfrastruktur, weiß der Chef der Internationalen Gesellschaft für Eisenbahnverkehr IGE in Hersbruck.

Diese hat er vor knapp 40 Jahre gegründet und seitdem wird er nicht müde zu betonen: „Wir müssen uns immer wieder Neues ausdenken, um die Kunden für die Schiene zu begeistern.“ An Innovationen mangelt es dem mittelständischen Unternehmen nicht, doch habe sich in den vergangenen vier Dekaden am Schienennetz kaum etwas verändert – „nur dass es im Zuge der Privatisierung kleiner und unflexibler“ wurde, berichtet Götz. Dabei müsste die Schiene hinsichtlich Gesetzgebung und Ausbau gleichwertig wie die Straße behandelt werden, um eine Verkehrsverlagerung zu erreichen.

Von Straße aufs Gleis

Bis das soweit ist, setzt die IGE selbst Verbesserungen um: „Wir sind einer der wenigen Gleisanschließer für Verladung in Franken.“ Daher hat das Unternehmen in Gleiserneuerung, Beleuchtung und Stromversorgungspunkte für Schienenfahrzeuge investiert. Demnächst soll eine Hybrid-Lok getestet werden: „Wir erproben dann, wie sich Leistungsfähigkeit und Betriebstauglichkeit des hybriden Systems darstellen.“

Das Portfolio der IGE ist groß. | Foto: Georg Trüb2021/03/Unbenannt.jpg

Das Ziel: eine intelligente, umweltschonende Automatisierung des Rangierens, einschließlich simplem Container-Verlade-Systems: „Da können Ladeeinheiten direkt vom Laster, der neben dem Zug parkt, vom Güterwagen hinübergeschoben werden.“ Hierfür steht die IGE im Rahmen eines innovativen Forschungsprojektes mit einer Hochschule in Kontakt, verrät Götz. Denkbar sei der Einsatz von Wasserstoff-Lkw, die einen Aktionsradius von 30 Kilometern abdecken könnten sowie, bei einer entsprechenden Elektrifizierung, der Einsatz geräuscharmer Akku-Loks. „Aber Bahn wird nicht völlig ohne Lärm gehen“, so Götz – wie Straßenverkehr eben auch nicht.

Netz für Personenverkehr

Seit 2020 engagiert sich die IGE mit dem Vertriebspartner „FLIX“ zudem im Schienenpersonenfernverkehr. FLIX wisse mit seinem professionellen Marketing sehr genau, wie man die Menschen in die Züge bekomme. Die IGE wiederum weiß, wie Eisenbahnverkehr funktioniert – eine perfekte Partnerschaft, findet Götz. „Bis 2022 wollen wir ein kleines Netz aufbauen, in das auch Nürnberg eingebunden ist.“ Im Frühjahr werden mit zwei bis drei Zügen pro Tag die Linien Köln-Hamburg, Hamburg-Berlin-Leipzig, Leipzig-München und München-Frankfurt bedient, zählt Götz auf.

Vor allem jungen Menschen sei der Geldbeutel wichtiger als ein Zeitgewinn, meint Götz. Zudem sei das FLIX-Buchungssystem flexibel und einfach zu handhaben. Tatsächlich begebe sich die IGE so neben dem Güterverkehr in ein weiteres Konkurrenzverhältnis zur DB, aber steter Tropfen höhle bekanntlich den Stein – auch im Fernverkehr. „Im Prinzip ist es dem Kunden egal, ob der Zug rot oder grün ist, Preis und Leistung müssen stimmen.“ Dann nutze man die Eisenbahn auch und dafür will sich Götz weiter einsetzen. Nicht zuletzt als attraktiver Partner auf der Schiene in Europa, Deutschland und natürlich in Bayern.

2021/03/Logo_vollerFirmenname-CO2_3Maerz2021-e1615548314727.jpg

Internationale Gesellschaft für Eisenbahnverkehr – IGE GmbH&Co.KG
Bahngelände 2
D-91217 Hersbruck
Telefon: +49 (0)9151-90 55-20
Telefax: +49 (0)9151-90 55-30
www.ige-bahn.com
[email protected]
www.facebook.com/igeBahn/
Youtube: Die IGE. Im Gespräch.

Weitere Unternehmen:

Nichts Neues verpassen! - Newsletter abonnieren