Wirtschaft: HEWA GmbH

HEWA GmbH: Erfolgreich in der Energiewende

Freuen sich über die Auszeichnung der HEWA als energie.effizienz.gewinner Kommunal 2020 (v. links): Peter Pluschke (Geschäftsführer Forum Klimaschutz und nachhaltige Entwicklung der Metropolregion Nürnberg), Geschäftsführer Harald Kiesl, Bürgermeister Robert Ilg und Jens Hauch (Geschäftsführer Energieregion Nürnberg). | Foto: Peter Kolb/EMN2021/03/WB-21-Hewa-02.jpg

Das Generationenprojekt Energiewende erfordert einen geänderten Blick auf die etablierte Versorgungswirtschaft, allen voran aber auf das gesamte Stromsystem. Dessen dauerhafte Stabilität und höchste Versorgungssicherheit sind das anzustrebende Ziel. Dazu ist es notwendig, die immer zahlreicher werdenden kleinen und dezentralen Erzeugungseinheiten in der Region zu vernetzen. Da diese nahezu ausschließlich in den lokalen Verteilnetzen angeschlossen sind, steht die Stabilisierung dieser Ortsverteilnetze im Vordergrund.

Neben dieser neuen Dezentralität erfordert die Energiewende aber auch eine Vernetzung von Sektoren – das heißt Strom, Wärme und Mobilität – und es geht um digitale Kommunikation, die hierfür zwingend erforderlich ist. Erfolgreich kann am Ende nur der sein, der am schnellsten, mit den besten Ideen und vor allem flexibel mit diesen Änderungen umgeht.

Regional ganz stark

Die Umwelt schonen und die Lebensqualität vor Ort in Hersbruck täglich ein Stück lebens- und liebenswerter machen – dafür zieht die HEWA GmbH als Teil des „Stadtwerke Konzerns“ mit ihren Kunden an einem Strang. „Wir engagieren uns mit innovativen Ideen für die Zukunft, nicht nur für eine nachhaltige Entwicklung der Stadt, sondern auch für den Umwelt- und Klimaschutz“, sagt Robert Ilg, Bürgermeister und Vorsitzender des Aufsichtsrates. „Regionalität gehört seit jeher zu unseren Stärken als kommunaler Versorger und zeigt sich nun als Schlüssel zum Erfolg“, ergänzt Harald Kiesl, Geschäftsführer der HEWA GmbH.

So sieht das Betriebsgelände der HEWA von oben aus. | Foto: Hewa GmbH2021/03/WB-21-Hewa-04.jpg

Die Energiewende enthält viele Chancen, findet Kiesl. Aber was bedeutet das konkret für Hersbruck? Seit 2010 produziert die HEWA mit eigenen Solaranlagen erneuerbaren Strom und verbraucht diesen soweit möglich direkt vor Ort. Dazu gehören zum Beispiel die Dachanlagen auf der Grundschule Altensittenbach, mehrere Betriebsgebäude, die BRK-Halle und der Lärmschutzwall Hirtenbühl. Ein Wasserkraftwerk und Biomasseanlagen produzieren ebenso grünen Strom in Hersbruck wie die eigenen sieben Blockheizkraftwerke.

Die HEWA GmbH betreibt zwischenzeitlich vier dezentrale Wärmenetze sowie zahlreiche Wärme-Contracting-Anlagen für Gewerbe- und Privatkunden im Stadtgebiet. Die energetische Optimierung war und ist stets Auslöser für neue Projekte, die zur Steigerung der Energieeffizienz beitragen. Weitere Wärmenetze sind in Planung sowie bereits in der Umsetzung.

Mit Gas und Strom

Die Mobilitätswende ist bei der HEWA GmbH bereits weit fortgeschritten. Mehr als ein Drittel des Fuhrparks fährt mit Biogas, 14 Prozent der Fahrzeuge werden elektrisch angetrieben. Bei jeder Ersatzbeschaffung im Nutzfahrzeugbereich werden Klimaschutz und Energieeffizienz zum Maßstab.

Doch auch der Ausbau der Ladeinfrastruktur wird in Hersbruck gefördert. Neben öffentlichen E-Ladesäulen errichtet und betreibt die HEWA GmbH bei ihren Gewerbekunden Lademöglichkeiten und unterstützt Privatkunden finanziell bei der Installation von Wallboxen. „Wir tanken unsere Fahrzeuge dort, wo sie die überwiegende Zeit des Tages stehen – zu Hause oder am Arbeitsplatz“, umschreibt Kiesl diesen strategischen Ansatz.

Die Hewa errichtet öffentliche E-Ladesäulen. | Foto: Hewa GmbH2021/03/WB-21-Hewa-05.jpg

Digitalisierung war und ist der Megatrend dieser Zeit. Große Datenvolumen und hohe Verfügbarkeiten sind die zentralen Anforderungen an die Infrastruktur. Seit 2017 kümmern sich die Stadtwerke Hersbruck um eine einheitliche IT-Landschaft für die Stadt und ihre Beteiligungsgesellschaften (Fackelmanntherme und HEWA) – und das mit großem Erfolg. Prozesse, aber auch Hardware und Betriebssysteme wurden standardisiert und die einzelnen Außenstellen fast vollständig mit Glasfaser verbunden. Gerade in der aktuellen Corona-Pandemie ist das ein unverzichtbarer Vorteil, weiß Kiesl.

Aber auch die Energiewelt von morgen mit ihren innovativen Anwendungen braucht in Echtzeit die Bits und Bytes, die nur durch Glasfaser mit ungedämpfter Bandbreite fließen können. Zählerablesungen, Warn- und Notruf-Funktionen, Fernwirktechnik, aber auch die Steuerung von Erzeugung und Nachfrage sind Produkte, mit denen die HEWA GmbH bei ihren Kunden punktet.

Mehr im Geldbeutel

„Jeder kann und muss mit seinem eigenen Handeln einen Beitrag zur Energiewende leisten, dann funktioniert das auch mit den Klimazielen“, zeigt sich Kiesl überzeugt von der erfolgreichen Umsetzung der Generationenaufgabe. Innovative und integrierte Energiekonzepte wie die Nutzung von Erdwärme mittels Sole-Wärmepumpe in Verbindung mit Solaranlagen auf dem Dach oder auch im Garten vergrabenen Eisspeichern sind erste Ansätze beim Neubau, die den Geldbeutel und die Umwelt schonen, betont er.

Ganz entscheidend, aber oft vernachlässigt ist jedoch: Jede Kilowattstunde, die nicht benötigt wird, muss auch nicht erzeugt werden. „Energiesparen fängt tatsächlich bei jedem Einzelnen von uns an und ist einfacher als gedacht.“

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HEWA GmbH
Wilhelm-Ulmer-Str. 12
91217 Hersbruck
Tel. 09151 – 81970
Fax. 09151 – 819733
[email protected]
www.hewagmbh.de

Geschichte: Gründung: 1.1.1999 als Ausgliederung des städtischen Eigenbetriebs Stadtwerke Hersbruck mit den Sparten Wasser und Strom; 01.01.2003 Verschmelzung mit der Gasversorgung Hersbruck zur heutigen HEWA GmbH; 01.01.2014 Erweiterung um den Geschäftsbereich Wärmeversorgung
Branche: Energie- und Wasserversorger
Mitarbeiter: 38
Versorgungsgebiet: 20 Quadratkilometer im Stadtgebiet Hersbruck mit 290 Kilometer Stromnetz, 152 Kilometer Wasserleitungen, 88 Kilometer Gasnetz und 7 Kilometer Wärmenetz
Kapazität: 55 Millionen Kilowattstunden Strom, 90 Millionen Kilowattstunden Gas, 10 Millionen Kilowattstunden Wärme, 635.000 Kubikmeter Wasser
Strategie: zentraler Dienstleister für Infrastrukturen der kommunalen Daseinsvorsorge

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