Brauerei Wiethaler ausgezeichnet

Goldmedaille für Neunhofer Biere

Brauereichefin Sabine Wiethaler-Dorn und ihr Sohn Andreas Dorn mit den beiden prämierten Sorten Lagerbier Hell und Landbier dunkel. | Foto: Privat2016/12/Brauerei-Wiethaler-DLG-Pramierung-Andreas-Dorn.jpg

NEUNHOF — Bier mit Goldstatus: Die Neunhofer Brauerei Wie­thaler hat von der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) für zwei ihrer Biere die Auszeichnung „DLG-prämiert“ in Gold erhalten. Dabei handelt es sich um die beiden beliebtesten Sorten: Lagerbier Hell und Landbier dunkel.

„Das war für uns wie ein vorzeitiges Weihnachtsgeschenk“, sagt Andreas Dorn, der für die technischen Abläufe bei der Brauerei Wie­thaler zuständig ist. Denn er erfuhr bereits am 23. Dezember von der Auszeichnung der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG). Der 28-Jährige freut sich über die Prämierung der beiden Hauptsorten Lagerbier Hell und Landbier dunkel. Die DLG prüfte die Biere über einen Zeitraum von sechs Monaten nach strengen Qualitätskriterien. Ergebnis: Das Bier der Neunhofer Brauerei ist im wahrsten Sinne des Wortes ausgezeichnet.

Auf fünf Seiten Laborbericht hielten die Prüfer der Technischen Universität Weihenstephan ihre Ergebnisse fest. Die Experten testeten die Biere nach verschiedenen Kriterien, ohne zu wissen, welches Produkt sie vor sich haben. In der sensorischen Analyse wurden die Biere unter anderem auf ihren Geruch überprüft und wie prickelnd sie sind beziehungsweise ob eine ältere Probe noch genauso gut schmeckt wie ein frisches Bier.

Außerdem nahmen die Fachleute in Labortests zum Beispiel die biologische Haltbarkeit des Bieres, die Trübung, die Stammwürze und den Alkoholgehalt unter die Lupe. Dabei dürfen die Werte nicht zu sehr von der Norm abweichen. Auf ihrer Internetseite schreibt die DLG, dass je nach Produkt bis zu 40 Eigenschaften getestet werden.

Für jede dieser Kriterien werden bis zu fünf Punkte vergeben und am Ende eine Gesamtpunktzahl ermittelt. Je nachdem, wie hoch diese ausfällt, erhält der Hersteller dann die DLG-Prämierung in Bronze, Silber oder Gold und eine Urkunde. Die Goldauszeichnung erhalten laut des Instituts nur Produkte, die alle Testkriterien fehlerfrei erfüllen.

Wie der Homepage des DLG zu entnehmen ist, sind in Bayern im Jahr 2016 allerdings noch über 270 weitere Biere mit Gold prämiert worden. „Dennoch ist das für eine Kleinbrauerei wie unsere eine große Auszeichnung“, erklärt Dorn. Seiner Aussage nach seien es generell eher Großbrauereien, die ihre Biere von der DLG testen lassen.

Für sie sei es leichter, eine Auszeichnung zu erhalten. Denn oft haben sie ein eigenes Labor, wo sie ihre Biere ständig überwachen lassen und eine gleich bleibend hohe Qualität ihrer Produkte garantieren können. „Das können sich kleine Brauereien oft nicht leisten. Wir schicken unsere Biere aber regelmäßig zum Testen in Braulabore“, sagt der Sohn der Brauereiinhaberin Sabine Wiethaler-Dorn.

Zudem sei der Test der DLG nicht gerade günstig. Rund 1500 bis 2000 Euro müsse man dafür bezahlen, so Dorn. „Aber wir wollen den Kunden mit der Auszeichnung zeigen, dass wir sehr gute Biere brauen und diese in sehr guter Qualität zum Kunden bringen“, sagt er.

N-Land Anne Cichon
Anne Cichon