Wirtschaft: Grötsch Energietechnik

Ein Familienbetrieb mit Zukunft

Tobias und Rainer Grötsch. | Foto: Grötsch Energiertechnik2019/04/Etikette.png

Vor über 25 Jahren begann es mit einem Ein-Mann-Betrieb im Dachgeschoss des Pri­vathauses, jetzt beschäftigt Rainer Grötsch in seiner Energietechnik GmbH 130 Mitar­beiter. Dazu kommen noch drei Tochterfir­men, die das Leistungsspektrum der Spezia­listen für Anlagenbau in Sachen Heizung, Kälte, Dampf und Sanitär in den vergange­nen Jahren erweitert haben. Doch was kön­nen die Mannen von Grötsch eigentlich al­les?

Sie kümmern sich um die Planung, Er­richtung sowie die Wartung von Kälteanlagen für die Raumklimatisierung oder die Abfuhr von Maschinenabwärme, Blockheizkraftwerke mit einer Feuerungsleis­tung bis 3000 kW und sind Spezialisten für Hochdruckdampfanlagen für Wäschereien und Kliniken sowie für die Errichtung von Nahwärmenetzen und Nahwärmezentralen.

Namhafte Kunden

Doch nicht nur dieses Produktportfolio sorgt dafür, dass seine Firma laut Grötsch ein „Alleinstellungs­merkmal im Landkreis“ hat und auch in der Metropolregion vor­ne dabei ist. Dazu leisten auch regionale Projekte wie die Hers­brucker Energiezentrale für die Nahwärmeversorgung samt Nahwärmenetz für die Hewa ei­nen Beitrag. „Das haben wir in­nerhalb nur eines Jahres geplant und komplett umgesetzt“, er­zählt Grötsch nicht ohne Stolz. Denn „große Projekte laufen auch mal zwei oder drei Jahre“ – und die können ein Volumen von bis zu zehn Millionen Euro haben, verrät der Firmengrün­der. Auftraggeber sind unter an­derem MAN, Siemens, Schwan Stabilo, Bolta, Fackelmann, Kli­niken und Forschungsstätten sowie die öffentliche Hand.

Solche Anlagen baut die Firma Grötsch Energiertechnik. | Foto: Grötsch Energiertechnik2019/04/20180809_Erla_1585.jpg

Bis zu 25 Baustellen kann Grötsch parallel mit seinen Mit­arbeitern bearbeiten. Und damit das weiter so bleibt, versucht er jedes Jahr sechs bis acht Anlagenmechaniker auszubilden. „Klei­nere Betriebe schweißen heutzutage nicht mehr; bei uns ist das aber wegen des Rohr­leitungsbaus nötig“, erklärt Grötsch, „daher brauchen wir Leute mit unserem eigenen Standard“.

Arbeiter gesucht

Doch die zu finden, das werde im­mer schwerer. „Deshalb freut es mich ganz besonders, dass wir dieses Jahr alle unsere sechs frisch ausgelernten Lehrlinge in eine Festanstellung übernehmen konnten.“ Der Fachkräftemangel sei der größte Hemm­schuh fürs Firmenwachstum: „Die Arbeitsbe­dingungen müssen sich im Handwerk ver­bessern, und daran arbeiten wir.“

Ein weiteres Kundenbeispiel. | Foto: Grötsch Energiertechnik2019/04/20180809_Erla_1488.jpg

Dass die eigene Erfolgsgeschichte weiterge­hen wird, dafür soll Sohn Tobias sorgen. Dass er schon im „Familienbetrieb mit Zukunft“ mitarbeitet, hat „sich so ergeben“, sagt er schmunzelnd. Er profitiert von der Erfahrung des Vaters, sucht dessen Ratschlag. Beide finden die Zusammenarbeit „heiter bis wol­kig“. So können die beiden Neues angreifen, wie die Vernetzung von Büro und Baustelle mithilfe von digitalen Anwendungen zu ver­bessern und durch ein verbessertes Projekt­management die Effizienz auf den Baustel­len zu steigern.

Durch die Energiewende und die daraus re­sultierende dezentrale Energieversorgung werden sie den Sektor Nahwärmezentralen samt Nahwärmenetzen, Blockheizkraftwer­ken und Stromspeicher weiter ausbauen. „Das ist ein interessanter Markt.“

Ebenfalls eine Anlage der Grötsch Energietechnik in Erlangen/Nürnberg. | Foto: Grötsch Energiertechnik2019/04/Anlagen-Groetsch-Energietechnik_141.jpg

Grötsch Energietechnik GmbH
Eichenhainstr. 17
91217 Hersbruck
Telefon 09151/8146-0
www.groetsch-energietechnik.de

N-Land Andrea Pitsch
Andrea Pitsch