Neuer Webshop

Digitaler Marktplatz für Hersbruck

Elaine Schmidt vom Foto Steinbauer hat unter anderem bedruckte Tassen in den „hersbruck.shop“ eingestellt und ein Foto des Hersbrucker Geschäfts. | Foto: Foto Steinbauer2020/04/2N9A9183.jpg

HERSBRUCK – Noch wird der Marktplatz in Hersbruck coronabedingt nur von wenigen Menschen bevölkert. In der digitalen Welt kann das ab heute ganz anders aussehen – der neue „hersbruck.shop“ öffnet seine Pforten für die Kunden.

Bislang konnten diese auf der Website nur die Bücher aus dem Pfeiffer Verlag bestellen. Nachdem dieses Pilotprojekt des kontaktlosen Kaufens vor Ort über einen virtuellen Marktplatz vergangene Woche für weitere Anbieter geöffnet wurde, können die Kunden nun in etlichen Produkten aus den Bereichen Beauty, Bücher, Bürobedarf, Drogerie und Körperpflege, Elektronik und Zubehör, Gutscheine, Haus und Garten sowie Küche und Haushalt stöbern.

Der Vorteil: Der Käufer bekommt entweder eine Übersicht nach Kategorien oder eine große alphabetische Sammlung aller verfügbaren – oder nach Preis gefilterter – Waren der ersten teilnehmenden Geschäfte. „Diese können sich übrigens weiterhin kostenlos als Anbieter registrieren, eine kleine Provision für den Betreiber fällt erst bei Verkauf an“, fügt Alexander Pickel von der Medienfabrik an. Die digitale Agentur hat im Auftrag des Pfeiffer Verlags den „hersbruck.shop“ erstellt.

Und dabei auf eine einfache Handhabung für Verkäufer wie Käufer geachtet: Während sich die Ladenbesitzer mit wenigen Klicks anmelden sowie ihre Produkte einstellen können, braucht der Kunde ebenso wenige Klicks zum Shoppen. Egal, aus wie vielen Bereichen und Geschäften er bestellt, alles landet in einem Warenkorb. Abgerechnet und geliefert wird dann direkt zwischen Kunde und jeweiligem Händler.

Nicht stehen bleiben

Dass das derzeit in Händen der Geschäftsinhaber bleibt, findet Kai Schmidt, Vorsitzender des Wirtschaftsforums Hersbruck, vom Fotostudio Steinbauer gut: „Aktuell haben wir leider die Zeit, das alles selbst tun zu können.“ Wenn der Betrieb wieder normal laufe, müsse man das Konzept vielleicht weiterdenken, aber momentan gehe es ihm darum, seine Produkte zeigen zu können: „Wir brauchen einen Kanal, auf dem wir unsere Waren anbieten können.“

Bei Foto Steinbauer seien das eigene Produkte, wie bedruckte Tassen oder Gutscheine für das Fotostudio: „Wir haben diese eingestellt, weil es uns wichtig ist, die Identität unseres Ladens zu transportieren.“ Und dafür sei der digitale Marktplatz gut geeignet, denn schließlich könne nicht jeder Einzelhändler auf die Schnelle selbst einen Shop basteln. Da komme so ein „gebündeltes Angebot“ gerade recht.

Schneller als der Riese

Eine gemeinsame Plattform könne den lokalen Handel in Hersbruck stärken, das sieht auch Harald Herbrig vom Elektroland Franken so: „Wir können zusammen schneller sein als Amazon, weil wir tagesaktuell liefern, die Kunden besser informieren und preisaktueller sein können.“

Gerade im Hinblick auf Multichannel-Konzepte fördere „hersbruck.shop“ die Zukunftschancen. Denn das Elektroland könne die Käufer online bedienen, ihnen aber zugleich den üblichen Service vor Ort liefern: „Bei Reklamationen mit Mr. Amazon zu sprechen, ist schwierig, mit uns nicht.“

Sehr gute Erfahrungen mit dem Online-Geschäft haben Gabriele Hund von „Gabys Zauberland“ dazu bewogen, sich auf dem neuen Marktplatz anzumelden. „Unsere eigene Homepage wird europaweit gut angenommen. Wir sehen den Shop besonders in dieser Zeit als Chance.“

Einen ähnlichen Ton schlägt Ruth Loos von ComTec-Loos in Kirchensittenbach an: „Mir gefällt, dass der Marktplatz örtlich gut aufgehoben ist. Ein regionaler Verlag als Betreiber hat etwas Seriöses und Fundiertes.“ Da sei gerade für die älteren Menschen, denen Internet unsicher erscheine, die Hemmschwelle nicht so groß, denkt sie.

Regional und digital

Auch Nicole Patzelt vom Modefenster ist klar, dass der digitale Einkauf nicht mehr wegzudenken ist. „Aber nicht jeder kann selbst einen Shop einrichten.“ Sie findet, dass digital daher regional gedacht werden muss: „So bleibt der Einkauf in der Region und das ist das Tolle.“ Und zwar nicht nur in Zeiten der Corona-Krise: „Natürlich wollten wir vor allem jetzt den lokalen Händlern eine Möglichkeit zum Verkauf bieten“, betont Verlegerin Ursula Pfeiffer. Aber gedacht ist „hersbruck.shop“ weit über diese Phase hinaus – als Marktplatz für die leistungsstarken und serviceorientierten Anbieter und Dienstleister einer Region.

Alle Verkäufer, die am Hersbruck-Shop Interesse haben, wenden sich bitte an [email protected] oder 09151 7307-70.

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N-Land Andrea Pitsch
Andrea Pitsch