24 Stunden, 24 Unternehmen: St.-Theresien-Krankenhaus Nürnberg

Dieser Schrei wird gerne gehört

Erst einen Tag alt und schon richtig durstig: Während Justus Jan gestillt wird, fragt der Chefarzt der Frauenklinik, Prof. Dr. Christian R. Löhberg, die junge Mutter Anna Schuhmacher nach ihrem Befinden.2021/09/24h-st-theresien-krankenhaus-01.jpg

Von wegen, nur New York ist die Stadt, die niemals schläft. Auch hier in dieser Serie stellen wir 24 regionale Betriebe aus unterschiedlichen Branchen vor. Jedes Unternehmen bekommt dabei eine Stunde, und das acht Wochen lang; jede Woche drei Firmen. Die Stunde zwischen 6 und 7 Uhr gehört heute der Frauenklinik des St.-Theresien-Krankenhauses Nürnberg.

Nürnberg. „Wuuuuääääääääh!“ – Da ist er, der erste Schrei eines neuen Erdenbürgers! Alle im Raum strahlen, am meisten die Eltern Maren und Kai Schmidt. Mit weit geöffneten Augen staunt die wenige Minuten alte Mia über ihre neue Umgebung. Erschöpft, aber unendlich glücklich hält die Mutter ihre kleine Tochter das erste Mal im Arm. Es dauert nicht lange, bis Mia sichtlich zufrieden mit der neuen Situation an der Mutterbrust nuckelt, während der Vater heimlich ein paar Freudentränen wegwischt.

Geben wir dem neuen Familienglück ein wenig Privatsphäre und blicken fünf Stunden zurück: Es ist 6 Uhr morgens, Maren Schmidts Fruchtblase ist vor Kurzem geplatzt, und die Eröffnungswehen haben eingesetzt. Gerade haben die werdenden Eltern „eingecheckt“, also die Aufnahmeformalitäten im St.-Theresien-Krankenhaus in Nürnberg erledigt. Ein wenig Hotelcharakter kommt da schon auf, wenn man die 30-Jährige sieht, wie sie sich mit geschlossenen Augen im Entspannungsbad erholt. Ihr Mann sitzt neben ihr, während sie sich mental auf die nächsten Stunden vorbereitet.


Ein Parkplatz-Schild zum Schmunzeln.
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Heimeliger Kreißsaal
Nun beginnt der „unangenehme“ Teil, quasi die Arbeit vor dem Vergnügen. Im großzügig angelegten Kreißsaal kann es sich Kai Schmidt, wenn er nicht gerade die Hand seiner Frau hält, auf dem Sofa bequem machen. Im abgedunkelten Raum spielt, wie von der werdenden Mutter gewünscht, eine CD von Tracy Chapman, und passend zum gedimmten Licht läuft gerade das Lied „In the Dark“ („Im Dunklen“). „Ich habe schon alles gehört, ob stundenlang Abba oder Metallica“, schmunzelt die leitende Hebamme Marion Helfrich beim Thema Musik.

Auf Wunsch stehen Periduralanästhesie (PDA) oder auch Lachgas zur Verfügung, das angstlösend, stimmungsaufhellend und schnell schmerzlindernd wirkt. Sollte ein Notfall auftreten, besteht eine Rund-um-die-Uhr-Bereitschaft für Notkaiserschnitte und durch die Kooperation mit der Cnopf´’schen Kinderklinik ist die Notfallversorgung für Neugeborene jederzeit gegeben.

Und wie kann sich die Schwangere mental am besten auf die Geburt vorbereiten? „Vertrauen in den eigenen Körper haben“, weiß der Chefarzt der Frauenklinik, Prof. Dr. med. Christian R. Löhberg aus seiner langjährigen Erfahrung. Rund 1000 Geburten finden jährlich im St.-Theresien-Krankenhaus statt. Das Schönste dabei ist für den 46-Jährigen der erste Schrei des Neugeborenen.

Riesiges Angebot
„Wir versorgen unsere Patientinnen und Patienten mit Kopf, Herz und Hand“, lautet das Motto des Theresien-Krankenhauses. Und nicht nur das: diese Klinik punktet mit einem immensen Angebot in einem Haus. So bietet die Gynäkologie zahlreiche Untersuchungen, Behandlungen und (minimalinvasive) Chirurgie an, vom unerfüllten Kinderwunsch bis hin zur Entfernung der Gebärmutter oder Endometriose. Bei Letzterem handelt es sich um eine der häufigsten Unterleibserkrankungen bei Frauen; hier siedeln sich Zellen der Gebärmutterschleimhaut außerhalb der Gebärmutter im Unterbauch an und führen oft zu Entzündungen. „Häufig kommen frühere Endometriose-Patientinnen als Schwangere wieder“, weiß Prof. Dr. med. Christian R. Löhberg.

Foto: Uwe Niklas2021/09/24h-st-theresien-krankenhaus-03.jpg

Im Brustzentrum am St.-Theresien-Krankenhaus kooperieren diverse Spezialisten: Gynäkologen, Radiologen, Strahlentherapeuten und Onkologen arbeiten hier nicht nur Hand in Hand, sondern quasi Tür an Tür zusammen.

Wenn etwas in die Hose geht, kann das Kontinenz- und Beckenbodenzentrum helfen. Schließlich ist Inkontinenz – so häufig sie tatsächlich vorkommt – ein extrem schambehaftetes und am liebsten verschwiegenes Thema. Woran der ungewollte Urinverlust liegt, finden die Experten dieses medizinischen Zentrums anhand von Untersuchungen heraus. Eine anschließende Beckenbodentherapie oder eine Operation können helfen, ein Stück Lebensqualität zurückzugeben.

Ausgezeichnet
Das Kinderhilfswerk UNICEF und die WHO haben die Geburtsklinik im St.-Theresien-Krankenhaus als erste und einzige Klinik in der Region als „Babyfreundliches Krankenhaus“ ausgezeichnet und kürzlich belegte die Frauenklinik bei den Brustkrebsoperationen einen Spitzenplatz beim „Klinik-Check“ der Nürnberger Nachrichten/Nürnberger Zeitung.

Die Gesundheits- und Krankenpflegerin auf der Wochenstation Angela Zinner zeigt dem frischgebackenen Vater Frederik Schuhmacher, wie er das Stillkissen optimal platziert, damit es seine Frau Anna und Sohn Justus Jan gemütlich haben. Fotos: Stefanie Camin2021/09/24h-st-theresien-krankenhaus-02.jpg

Und auch wenn die erst wenige Minuten alte Mia das noch nicht versteht, profitiert die Kleine doch extrem von diesem angenehmen Ambiente: Indem sich ihre Eltern wohlfühlen, strahlen sie eine entsprechende Ruhe aus. In jeder Hinsicht liebevoll umsorgt, erholt sich Mia und macht ein Nickerchen.

Der Chefarzt der Frauenklinik, Prof. Dr. med. Christian R. Löhberg, informiert einmal monatlich live auf der Facebook-Seite des St.-Theresien-Krankenhauses rund um die Themen Schwangerschaft sowie Geburt und beantwortet Fragen im Chat. Die nächsten Termine finden statt am 04.10., 08.11. und 06.12.2021, jeweils von 14 bis 14.30 Uhr; sie stehen auch auf der Website www.theresien-krankenhaus.de unter der Rubrik „Veranstaltungen“.

FAKTEN & KONTAKT
Geburten: ca. 1000 pro Jahr
Angebote vor/während der Geburt: Entspannungsbad, 3 jeweils großzügig angelegte Kreißsäle mit Sessel/Sofa für die Partner, Versorgung auch im Notfall direkt im Kreißsaal: Notfallteam kommt zur Mutter und zum Kind, PDA oder Lachgas (angstlösend und schmerzlindernd)
Angebote nach der Geburt: Familienzimmer, Physiotherapie, auf Wunsch Kindersegnung für alle Konfessionen, diverse Kurse: Stillen, Säuglingspflege u. v. m.

St. Theresien-Krankenhaus Nürnberg
Mommsenstraße 24
90491 Nürnberg
0911 / 5699-0
www.theresien-krankenhaus.de

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