Studentenprojekt

CO2-freie Siedlung im Neubaugebiet Hirtenbühl-Nord

Frank Späte (r.) und seine Studenten stellten Bürgermeister Robert Ilg, Geschäftsleiter Harald Kiesl (v.l.) und technischem Leiter Harald Günzrodt (2.v.r.) das Projekt vor. | Foto: Gundel2019/10/Hewa.jpg

HERSBRUCK – Klimaschutz und CO2-Einsparung ist in aller Munde. Auch bei der Stadt Hersbruck und der Hewa macht man sich Gedanken, wie man das Thema weiter angehen kann. Nun will man Studenten der Ostbayerischen Technischen Hochschule Amberg-Weiden (OTH) bei einem Projekt Pate stehen.

Weil der städtische Versorger schon schon oft mit der OTH zusammengearbeitet hatte und dort Studenten gerade ein Projekt zum Thema „CO2-freie Siedlung“ bearbeiten, war der Kontakt schnell gefunden. „Wir wollen Wissenschaften zusammenbringen“, sagte Geschäftsführer Harald Kiesl – und so wollen die Studenten nun ihr Projekt am Beispiel des Neubaugebietes Hirtenbühl Nord in Hersbruck entwickeln.

Professor Frank Späte erklärte seinen Studenten, Kiesl, Bürgermeister Robert Ilg und dem technischen Leiter der Hewa, Harald Günzrodt, in einer Präsentation, dass in drei Bereichen erforscht werde, wie die Siedlung CO2-frei werden könnte: Der Bereich „Bauen und Wohnen“ analysiert beispielsweise Heizung- und Stromverbrauch, „Versorgung der Siedlung“ schaut sich Energie- und Wasserversorgung an, die Gruppe „Mobilität“ beschäftigt sich mit Fahrzeugen und -strecken und bei „Lebensweise der Bewohner“ wird überlegt, welchen Einfluss diese auf den CO2-Verbrauch hat.

Ganzheitlich denken

Letzteres sei sicherlich der schwierigste Punkt, weil man „den Leuten nicht vorschreiben kann, wie sie leben sollen“, so Späte. Es sei wichtig, ganzheitlich zu denken und sich nicht nur auf die Wärme zu beschränken, pflichtete Günzrodt ihm bei.

Zwar sei man bei der Umsetzung etwas eingeschränkt, weil die Planungen für das Hirtenbühl Nord schon recht weit fortgeschritten sind und wohl bald mit dem Kanalbau angefangen wird, so Robert Ilg. Trotzdem sei man froh über neue Ideen, wie so viel Kohlenstoffdioxid wie möglich eingespart werden kann. Immerhin rangierte Deutschland 2016 mit rund zehn Tonnen auf Rang elf bei der Pro-Kopf-CO2-Emission – den Löwenanteil macht mit fast 40 Prozent der private Konsum aus, gefolgt von Mobilität und Ernährung.

In Zusammenarbeit mit der Hewa wollen die Studenten für jeden Bereich noch vor Weihnachten Ergebnisse präsentieren können.

N-Land Marina Gundel
Marina Gundel