Wechsel von Hersbruck

Bernd Lindner leitet Neumarkter Finanzamt

Der neue Leiter des Finanzamts Neumarkt, Bernd Lindner (links), mit dem bayerischen Finanz- und Heimatminister Albert Füracker. | Foto: Helmut Sturm2020/07/DCS-3804.jpg

NEUMARKT (stu) – Donnerstagmorgen hat Bayerns Finanzminister Albert Füracker inmitten einer turbulenten Baustelle den neuen Leiter des Finanzamtes bestellt: Regierungsdirektor Bernd Lindner, in den vergangenen 20 Jahren „Vize“ des Finanzamts Hersbruck. Die Baumaßnahmen der insgesamt drei Gebäude der Behörde liegen gut im Zeitplan.

Zwangsläufig war es eine karge Amtsübernahme – ohne Gäste, Mitarbeiter, Musik und Party, nur die allernötigsten Personen durften wegen der coronabedingten Sicherheitsmaßnahmen teilnehmen. „Spätestens nach Abschluss der Baumaßnahme holen wir diesen wichtigen Tag für die Neumarkter Steuerverwaltung nach“, versprach Füracker.

Den seit zehn Tagen im Ruhestand weilenden Leitenden Regierungsdirektor Paul Prengel beschrieb Füracker als kompetenten und menschlichen Behördenchef, der mit seinem Fachwissen eine Ära geprägt und mit seinen Mitarbeitern „Hervorragendes geleistet“ habe. Deutlich erinnere er sich an Prengels sprichwörtliche Hartnäckigkeit, wenn es Schwieriges zu realisieren gab.

Lob an alle

Bewusst verzichtete Prengel auf gute Ratschläge im Nachhinein. „Dann hätte ich auch etwas verkehrt gemacht.“ Als besonderes Glück empfand er es, dass sein Wirken in die Zeit eines langen wirtschaftlichen Aufschwungs fiel. Das Steueraufkommen der 134 000 Einwohner zählenden Kreisstadt und des Landkreises wuchs von 340 auf 751 Millionen Euro. Das generelle Lob für seine Amtszeit gab Prengel an seine Mitarbeiter weiter: „Ohne sie wäre das alles nicht realisierbar gewesen.“

Mit Bernd Lindner haben die rund 150 Mitarbeiter des Neumarkter Finanzamtes einen neuen Chef. Für dessen verantwortungsvolle Tätigkeit wünschte ihm der Finanz- und Heimatminister viel Erfolg und „ein glückliches Händchen in turbulenten Zeiten“. Der in Hersbruck bestens bekannte neue Behördenleiter übernimmt das Ruder inmitten umfangreicher Brandschutz- und Sanierungsmaßnahmen der drei Gebäudeteile (Kostenpunkt: 3,9 Millionen Euro).

Lang gehegter Wunsch

Der 1960 in Bayreuth geborene Lindner begann seine Beamtenlaufbahn 1991 in Baden-Württemberg beim Finanzamt Esslingen mit der Einführung in die Aufgaben des Höheren Dienstes in der Steuerverwaltung. Bereits nach wenigen Monaten zog es ihn nach Bayern, ans Finanzamt Fürth. Im Anschluss übernahm er beim Finanzamt Hof die Aufgabe eines Sachgebietsleiters. In derselben Funktion kehrte er wieder ans Finanzamt Fürth zurück. Seit 2000 war ihm beim Finanzamt Hersbruck die ständige Vertretung der Amtsleitung übertragen.

Als Beamter könne man sich seinen Dienstort nicht unbedingt aussuchen. Seit zwölf Jahren aber sei das für die Region bedeutende Finanzamt Neumarkt sein Wunschort, sagte Lindner und dankte Minister Füracker dafür, ihn als Franken für diesen wichtigen Dienstposten ausgewählt zu haben. Dessen trockene Antwort: Auch er arbeite mit einem Franken als Chef gut zusammen.

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