Eingliederung ab sofort

BayWa übernimmt die Raiffeisen Waren GmbH

Bei der Raiffeisen Waren GmbH am rechten Hersbrucker Bahnhof finden Kunden unter anderem landwirtschaftliche Betriebsmittel und Futtermittel. | Foto: A. Pitsch2020/09/IMG-8078.jpg

HERSBRUCK – Vor allem für Landwirte ist die Raiffeisen Waren GmbH am rechten Hersbrucker Bahnhof in Sachen Betriebs- und Futtermittel eine wichtige Anlaufstelle. Das soll so bleiben, auch wenn sich die Raiffeisenbank komplett aus dem Geschäft zurückzieht.

Rückblick: „Seit 2011 sind die BayWa, die Raiffeisenbank Altdorf-Feucht und die Raiffeisenbank Hersbruck gemeinschaftlich Gesellschafter der Raiffeisen Waren GmbH Nürnberger Land“, erklärt Swen Heckel von der Raiffeisenbank Hersbruck. 52 Prozent der Anteile hielt die BayWa, der Rest verteilte sich auf die beiden Banken. „Wir sind an der Raiffeisen Waren GmbH bisher nur als Minderheitsgesellschafter mit 24 Prozent beteiligt“, führt Heckel weiter aus.

Damals haben die BayWa und die Raiffeisenbank Hersbruck ihre Standorte zusammengeführt. Sichtbares Zeichen: die markante grüne Farbe am Hersbrucker Lagerhaus. Und nun geht dieser Weg weiter, denn die beiden Banken übertragen ihre Anteile komplett an die BayWa, wie das Unternehmen in einer Pressemeldung öffentlich macht.

Damit werden die drei Raiffeisen-Betriebe im Landkreis in das Standortnetz der BayWa in Ostbayern und Franken, einschließlich ihrer 18 Mitarbeiter, integriert: Für den Agrarbetrieb in Berg/Meilenhofen gilt dies seit 1. September; die Standorte Hersbruck und Altdorf sollen zum 1. Januar 2021 folgen, teilt die BayWa mit.

Volle Leistung

„Gerade die Verantwortung und Perspektive für die Beschäftigten war für uns ein zentraler Aspekt“, berichtet Heckel über die Hintergründe des Geschäfts. Dieses habe im Übrigen nichts mit der Corona-Krise zu tun, betont Heckel. „Vielmehr waren und sind wir uns bewusst, dass der Strukturwandel in der Landwirtschaft Veränderungsbereitschaft erfordert.“ Ziel sei es, den Kunden des Land- und Einzelhandels das bestmögliche Leistungsangebot zur Verfügung zu stellen.

Mit der Übernahme durch die BayWa würden die Kunden der drei Standorte nicht nur von modernen Vertriebs- und Logistikkanälen profitieren, sondern auch von einem noch breiteren Produktsortiment oder vom Zugang zu Smart Farming-Lösungen, heißt es seitens der BayWa. Diese möchte außerdem die Lagerkapazitäten für Agrarerzeugnisse in Hersbruck und Berg/Meilenhofen erhöhen. Das bedeutet, dass der Standort in Hersbruck bestehen bleiben wird, versichert Heckel: „Die Raiffeisenbank Hersbruck wird die Flächen und Gebäude im Rahmen der bestehenden Verträge der BayWa zur Verfügung stellen.“

Und wo ist der Haken? „Auf die Bank hat dies keinerlei spürbare Auswirkungen, da wir an der Raiffeisen Waren GmbH bisher nur als Minderheitsgesellschafter beteiligt waren“, sagt Heckel. Dennoch muss er zugeben, dass zukünftig eventuelle Gewinnausschüttungen oder Verlustübernahmen entfallen. „Für die Mitglieder unserer Bank hatte dies bereits auch in der Vergangenheit keinerlei wirtschaftliche Auswirkungen.“

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