Neues Konzept für Veranstaltung

Ausbildungsbörse: Stadt Röthenbach verlangt Gebühr

Andrang in einem der Zelte auf der Röthenbacher Ausbildungsbörse. Gerade diese Zelte waren für die Stadt extrem kostspielig. Deshalb will man künftig auf sie verzichten und stattdessen in die Schulaula umziehen. | Foto: PZ-Archiv/Kirchmayer2019/03/ausbildungsplatzborse-rothenbach-kir0124.jpg

RÖTHENBACH — Bei der nächsten Röthenbacher Ausbildungsplatzbörse im Herbst werden die ausstellenden Firmen erstmals zur Kasse gebeten. Zwischen 130 und 200 Euro müssen sie für Standmiete und Werbekostenpauschale bezahlen. Darauf hat sich der Röthenbacher Stadtrat in seiner letzten Sitzung verständigt. Außerdem wird die Schulaula als Ausstellungsfläche einbezogen.

Zum 22. Mal gibt es die Ausbildungsbörse in und rund um die Karl-Diehl-Halle in diesem Jahr, für Röthenbach ist sie ein „positiver Imagefaktor“, wie es Bürgermeister Hacker in der Sitzung formulierte. War es anfangs noch schwierig, überhaupt Aussteller zu gewinnen, so stehen angesichts des Lehrlingsmangels die Unternhemen inzwischen Schlange.
„Die Börse ist kräftig gewachsen“, sagte Wirtschaftsförderer Bastian Streitberger. Um alle Interessenten unterzubringen, wurden in den letzten Jahren zwei große Zelte im Freibereich aufgestellt. Für die Stadt waren gerade diese jedoch ein kostspieliges Unterfangen. Man habe „exorbitante Heizkosten“, so Hacker, zudem gebe es Probleme, überhaupt Zeltbauer zu finden.

Deshalb wurde nun über eine Neukonzeption der Veranstaltung nachgedacht. Künftig soll auf die Zelte verzichtet werden, dafür steht die sanierte Aula im benachbarten Schulzentrum als Ausstellungsfläche zur Verfügung.
Außerdem müssen sich die Firmen ab Herbst an den Kosten für die Börse beteiligen, die die Stadt Röthenbach bisher allein getragen hat. Der Stadtrat verständigte sich darauf, dass – je nach Standgröße – zwischen 130 und 200 für zwei Tage fällig werden, inklusive einer Werbekostenpauschale von 80 Euro.

Damit könne man die Unkosten einigermaßen decken, meinte Klaus Hacker. „Vor zehn Jahren hätten wir uns das nicht getraut, jetzt ist die Bereitschaft der Unternehmen eher da.“Wirtschaftsförderer Streitberger bezeichnete die Gebühr als Möglichkeit, den angespannten Haushalt zumindest etwas zu entlasten. Zustimmung kam aus allen vier Fraktionen.

N-Land Stefanie Buchner-Freiberger
Stefanie Buchner-Freiberger