Wirtschaft: Geru-Plast

Aus dem Abenteuer wurde ein Lebenswerk

Stefan Erhardt ist der Produktionsleiter. | Foto: PR2019/04/IMG_8393.jpg

Wenn man Gerd Ruderisch nach seinem Er­folgsrezept fragt, lautet seine Antwort: „Die Affinität und das uneingeschränkte Know-how zu den Produkten. Unsere Kunden schätzen die gute Beratung und fühlen sich in den besten Händen. Das Glück, engagierte und treue Mitarbeiter gehabt zu haben und immer noch zu haben, und natürlich Fleiß und Engagement.“

Und Erfolg kann die Firma Geru-Plast in ih­rem 40-jährigen Bestehen reichlich verbu­chen. Die Folien des Hersbrucker Verpackungsunternehmens sind bestens bekannt auf dem Markt; von der großen Automo­bilbranche bis hin zu kleineren mittelständi­schen Unternehmen ist der Kundenstamm riesig.

Mehr Umsatz

Um auch weiterhin die Kunden im Lebens­mittelbereich bedienen zu können und neue potenzielle Großkunden hinzuzugewinnen, ist eine lebensmittelrechtliche BRC-Zertifi­zierung erforderlich. Dieses lässt sich nur mit einem Neubau realisieren. Durch diese Maß­nahme kann der Umsatz um weitere rund 30 Prozent gesteigert werden, was bedeutet, dass am Standort Hersbruck 50 neue Ar­beitsplätze entstehen werden.

So soll der Neubau aussehen. Foto: Geru-Plast2019/04/Geru-Plast_Rendering2.jpg

Der aktuelle negative Trend von Plastik be­schäftigt Geru-Plast natürlich auch. Leider wird Kunststoff sehr schnell über einen Kamm geschert. Die PE-Verpackungsfolien aus Hersbruck sind umweltfreundlich, weil sie nahezu unendlich recycelbar sind. Geru- Plast recycelt in der hauseigenen Regene­rieranlage alle Polyethylen-Altfolien. Das ge­wonnene Regranulat wird umgehend der laufenden Produktion zugeführt, um daraus wieder neue Folien herzustellen. „Für uns ist Altfolie kein Abfall, sondern ein wertvoller Rohstoff, der wiederverwertbar ist.“ Viele Kunden nehmen das Angebot gerne an, dass Geru-Plast die verwendete Altfolie abholt und recycelt.

Buch mit Geschichten

Aktuell hat das Unternehmen etwa 170 Mit­arbeiter, wovon 90 Prozent in der Produktion tätig sind, und einen Jahresumsatz von knapp 40 Millionen Euro. Gerd Ruderisch schwelgt dennoch gerne in Erinnerungen. Noch immer liegt ein Ordner griffbereit in seinem Büro, in dem die Anfänge in der Happurger Straße in Hersbruck dokumentiert sind. „Es ist immer wieder interessant, anzu­sehen, wieviel Umsatz wir damals gemacht haben und wie wir jährlich gewachsen sind. Ein Buch mit Geru-Geschichten könnte ich auch schreiben. Damals hatten wir in einer Wellblechgarage eine Schweißmaschine, bei schönem Wetter haben wir sie aus der Gara­ge geholt, um im Hof damit arbeiten zu kön­nen, da es in der Garage zu eng war, bei Re­gen mussten wir die Maschine dann schleu­nigst wieder unters Dach bringen.“ Wenn man Ruderisch so zuhört, kann man zu sei­nem Erfolgsrezept definitiv noch Leiden­schaft und Freude bei seiner Arbeit hinzufü­gen.

Blick in die Produktion. Foto: PR2019/04/IMG_8391.jpg

Platzprobleme hatte die Firma damals schon, weil sie sehr schnell gewachsen ist. Mit dem Umzug Anfang der 80er Jahre in die Kühn­hofener Straße wurden die Weichen für die Zukunft gestellt. Hier musste angebaut wer­den, um den Maschinenpark erweitern zu können. Aktuell ist das Platzkontingent voll­ends ausgeschöpft. Um nicht rückläufig zu werden, ist mit dem geplanten Neubau auch eine Neustrukturierung, Verkürzung von Pro­duktionswegen und der vollendete Absprung zur Industrie 4.0 zwingend erforderlich.

Auch für die Zukunft sind die Weichen ge­stellt. Die beiden Töchter von Gerd Ruderisch – Catrin und Carolin Ruderisch – sind im Un­ternehmen mit wichtigen Aufgaben vertraut. Auch langjährige Mitarbeiter und Führungs­kräfte sind mit Engagement und Treue ein wichtiger Bestandteil der Zukunftssicherung der Firma Geru-Plast Verpackungs GmbH.

Geru-Plast Verpackungs GmbH
Kühnhofener Straße 42
91217 Hersbruck
Telefon 09151/9078-0
E-Mail: [email protected]
Internet: www.geru-plast.de

N-Land Andrea Pitsch
Andrea Pitsch