Wissenswertes

Zwischen Weihnachtsmarkt und Gans: Gesund durch den Advent

(dpa/tmn) - Die Weihnachtszeit ist die Zeit der
Einladungen, die Zeit der Feste und Märkte. Hier ein mehrgängiges Menü bei Freunden, dort das Büffet auf der Betriebsweihnachtsfeier, dazu ein paar Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt. Das alles ist gemütlich, gesellig und stimmt auf das Jahresende ein - so richtig gesund ist es aber nicht. Vor allem die Leber leidet unter der Kombination aus wenig Bewegung, Süßkram und Alkohol. Das Jahresende lässt sich aber ohne viel Verzicht ein klein wenig gesünder gestalten.

1. Erst im Advent anfangen

Auch wenn Lebkuchen und Co. schon seit September in den Regalen stehen - zugreifen sollten nicht nur Gesundheitsbewusste erst ab dem Ersten Advent, sagt die Kochbuchautorin und Ernährungsexpertin Dagmar von Cramm. "Die duftenden, selbst gebackenen Kekse, Weihnachtsschokolade und gebrannte Mandeln sollten etwas Besonderes bleiben", findet sie.

2. Keksteller nur am Wochenende auf den Tisch stellen

Vor allem, wer Kinder hat, sollte das Gebäck unter der Woche sorgfältig verwahren. "Sonst ist das in null Komma nichts alle", warnt von Cramm. Auf diese Weise schützt man auch sich selbst. Stehen jeden Tag Kekse bereit, greift man eben doch schnell mal zu, ohne groß darüber nachzudenken.

3. Die richtigen Getränke wählen

Man kann es drehen und wenden, wie man möchte: «Alkohol ist und bleibt Gift für die Leber», sagt Prof. Markus Cornberg, Medizinischer Geschäftsführer der Deutschen Leberstiftung. Wie so oft gilt: Maß halten! Die Ernährungswissenschaftlerin Gabriela Freitag-Ziegler schlägt als Alternative heißen Apfelpunsch vor. "Der schmeckt auch herrlich weihnachtlich, enthält aber keinen Alkohol und deutlich weniger Kalorien."

4. Heiße Maroni statt Fettgebackenem

Schlemmen gehört zum Weihnachtsmarkt einfach dazu. Wer sich etwas Gutes tun will, achtet aber ein bisschen darauf, was er isst. Maroni sind mit Abstand der gesündeste Snack - da sind sich die Ernährungsexpertinnen einig. Freitag-Ziegler rät, einen Bogen um Fettgebackenes zu machen. "Statt Reibekuchen oder Langos besser Waffeln oder Flammkuchen essen", rät sie.

5. Eigene Einladungen gesund gestalten

Als Gast muss man essen, was es gibt - und sei es der vierte Gänsebraten der Woche. Aber wer selbst einlädt, hat die Gestaltung des Menüs in der Hand. "Vielen macht man in der Weihnachtszeit mit leichten, gesunden Speisen eine Freude", sagt Freitag-Ziegler. Statt eines mehrgängigen Menüs schlägt sie vor, eine Art Büffet auf dem Tisch anzurichten: "Keine Tellergerichte, sondern viele kleine Schüsseln mit Leckereien zum Teilen." Sie könnten beispielsweise Currys und Salate enthalten. Dazu etwas Brot - fertig.

6. Bewegen!

Nach dem Familienfrühstück schön festgequatscht, ist es eigentlich schon wieder Zeit fürs Mittagessen. Kaum ist das vertilgt, trägt die Oma den Kuchen zum Wohnzimmertisch. Laufen die Feiertage so ab, bekommt der Körper nicht nur viel zu viele Kalorien - man sitzt auch die ganze Zeit. "Für die Leber ist beides schädlich - ungesunde Ernährung und zu wenig Bewegung", sagt Cornberg. Er rät daher zu ausgedehnten Spaziergängen zwischen den Mahlzeiten. "Ideal sind 10 000 Schritte pro Tag", sagt er. Je nach Schrittlänge ist das etwa eine Distanz zwischen sechs und acht Kilometern.

Kein Wegwerfprodukt - So überlebt der Weihnachtsbaum im Topf

Die geschnittene Nordmanntanne ist in Deutschland zu Weihnachten der Hit im Wohnzimmer. Sie hat einen Marktanteil von 75 bis 80 Prozent. Doch immer häufiger sieht man auch Weihnachtsbäume im Topf im Handel. Worauf sollten Käufer dabei achten?

Berlin (dpa/tmn) - Alle Jahre wieder erstrahlen zur Weihnachtszeit überall geschmückte Bäume in festlichem Glanz. Doch nicht immer müssen dafür Tannen, Fichten und Kiefern gefällt werden. Der Handel bietet auch eine Auswahl an Nadelbäumen, die in einem Topf wachsen. «Wer einen Weihnachtsbaum im Container kauft, hat einen doppelten Nutzen: Er kann ihn nach den Feiertagen in den Garten auspflanzen und ihn so als Lebewesen erhalten», erklärt Martin Sämann, Mitglied im Gremium Immergrüne und Koniferen im Bund deutscher Baumschulen (BdB).

Beim Kauf gilt es, nicht nur auf die Ästhetik und einen schönen Wuchs zu achten. «Der Baum muss ordentlich im Topf stehen und die Proportionen zwischen Topf und Pflanze müssen stimmen, damit sie nicht bei jedem Windstoß umfällt», erklärt Sämann. Auch das Nadelkleid sollte man sich genauer ansehen: Braune, trockene Nadelspitzen seien kein gutes Zeichen.

Wichtigste Voraussetzung für ein Weiterleben ist ein gesundes Wurzelwerk. «Der Wurzelballen sollte schön und fest in sich gewachsen und nicht brüchig sein», rät Marja Rottleb, Gartenexpertin beim Naturschutzbund Deutschland (Nabu). Empfehlenswert sind Bäume, die von klein auf in Containern gezogen oder von Baumschulen mehrfach fachgerecht verschult - sprich umgetopft - wurden.

Von Nadelgehölzen, die ausgestochen wurden, sollte man besser die Finger lassen. Sie sind zwar oftmals günstiger im Preis, das Geld ist allerdings verschenkt: «Sobald seine Wurzeln verletzt wurden, ist ein Baum nicht mehr überlebensfähig», so Rottleb.

Da der Nadelbaum in der Vorweihnachtszeit in der Regel kühles Wetter gewohnt ist, ist es sinnvoll, ihn nicht sofort nach dem Kauf in das Wohnzimmer zu stellen. «Am besten akklimatisiert man ihn ein bis zwei Tage im Keller oder in der Garage», rät Bernd Oelkers, Vorsitzender des Bundesverbands der Weihnachtsbaum- und Schnittgrünerzeuger in
Deutschland. Im Zimmer sollte der Baum einen hellen Standort und alle zwei bis drei Tage Wasser bekommen - am besten von unten über eine untergestellte Schale. Der Container sollte daher Löcher im Boden haben.

Anders als der geschnittene Baum sollte das Weihnachtssymbol im Topf nur wenige Tage im Zimmer stehen. Und das am besten möglichst kühl, damit er nicht antreibt und weiterwächst. «Je wärmer die Pflanze steht, umso mehr Stress bedeutet das für sie», erklärt Sämann. Schließlich muss sie nach dem Weihnachtsfest wieder nach draußen umziehen. Auch hier ist es ratsam, den Baum wieder ein bis zwei Tage lang zu akklimatisieren und den Wurzelballen anschließend gegen Frost zu schützen, damit er nicht durchfriert.

Trotzdem: Gartenexperten sind eher skeptisch, dass der Nadelbaum im Topf ein weiteres Weihnachtsfest erlebt. «Wenn der Topf groß genug, das Substrat qualitativ gut ist und der Baum regelmäßig gewässert und gedüngt wird, ist es einen Versuch wert», sagt Sämann. «Erfahrungsgemäß geht das aber nach hinten los.» Daher wird der Baum am besten in den Boden gegeben, sobald dieser frostfrei ist.

Weihnachten der Tiere

 

In den ländlichen Regionen vergangener Tage waren die Tiere das Wertvollste für die Menschen. Sie sicherten den Lebensunterhalt, gaben Milch, Eier und sogar ihr eigenes Fleisch für das Überleben der Familie. Sie zogen den Wagen, den Pflug und den Mähbalken. Und im Winter auch den Schlitten zur Kirche, zum Markt oder zum Doktor. Sie waren so wichtig, dass zuerst sie und dann die Menschen selbst versorgt wurden – auch am Heiligen Abend – und so wurde ihnen an Weihnachten besonders gedacht. Die Gaben für die Tiere sind einfach, zeugen aber von tiefer Dankbarkeit. Die Arbeitspferde- und Ochsen, die Milchkühe- und Ziegen bekommen das allerbeste Heu des Jahres und wenn die Ernte gut war vielleicht einen roten Apfel. Die Katzen lecken ein Schüsselchen mit Milch oder Haferbrei und der Hofhund bekommt einen großen Knochen. Auch die fleißigen Hühner kommen nicht zu kurz, sie teilen sich mit den Wildvögeln, den Spatzen, Amseln und Drosseln eine große Gerstengarbe, die extra für sie aufbewahrt wurde.

Auch heute noch füttern wir in hübsch dekorierten Vogelhäusern die lustige Schar durch den Winter, teilen Sonnenblumenkerne und Fettfutter aus und erfreuen uns an dem muntren Treiben der Spatzen in den raureifüberzogenen Bäumen und Büschen.

Tierfabeln gehören zum Weihnachtsfest und aus keinem Krippenspiel sind der Ochse und Esel und die zahlreichen Schafe des Hirten wegzudenken. Ob es der Feldhase ist, der sich in den Geschichten angeblich über die junge grüne Tanne freut, die bald als Christbaum in der Guten Stube stehen wird, oder die Waldtiere, die „ihren“ Baum mit Nüssen und Fundstücken schmücken, sie alle gehören dazu, wie die folgende Geschichte über die Weihnachtsdiskussion der Tiere: Die Tiere saßen beieinander und stritten über das wichtigste Element des Weihnachtsfestes. Die Gemüter waren erhitzt und jeder suchte, seinen Beitrag loszuwerden. „Der Gänsebraten!“, rief der Fuchs und das Wasser lief ihm schon im Mund zusammen, „Was wäre Weihnachten ohne den Gänsebraten?“. „Schnee“, erwiderte der Eisbär, „Viel viel Schnee. Weiße Weihnachten ist doch das Schönste auf der Welt!“. Das Reh aber sagte: „Ich brauche einen Tannenbaum, sonst ist es kein richtiges Weihnachtsfest!“ „Aber nicht so viele Kerzen!“, erwiderte die Eule, „Schön schummrig soll es sein. Auf die richtige Stimmung kommt es an!“ Und so stritten sie weiter und weiter. Die Elster fand die Geschenke am wichtigsten, der Dachs die Tatsache, dass man endlich mal richtig ausschlafen kann. „Na, aber bitte den Stollen nicht vergessen!“, warf der Bär ein, „Der Stollen und die anderen süßen Sachen sind doch das Wichtigste!“ Da aber stampfte der Esel mit seinem Huf kräftig auf den Boden auf und alle zuckten zusammen. „Das Kind!“, sagte er. „Denkt ihr denn nicht an das Kind?“ Da sahen alle beschämt zu dem hellen Stern an der Spitze ihres funkelnden Weihnachtsbaumes. „Natürlich, sagte der Ochse. „Das Kind ist das Allerwichtigste. Aber ob das die Menschen auch wissen?“

Quelle: Nordmann Classic

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt. Oder: Danke Gerhard

Die vier Wochen vor Weihnachten, für Kinder sind sie schier unendlich, das Weihnachtsfest und die Winterferien in greifbarer Nähe und doch noch so weit entfernt. Für die Erwachsenen kann es eine Härteprüfung ihrer Nerven werden. Doch Gerhard Lang aus München sei Dank gibt es Unterstützung für die Wartezeit. Der kleine Gerhard konnte es auch nicht mehr abwarten bis endlich der Baum ins Haus und die Geschenke ins Wohnzimmer kamen. Ständig traktierte er seine Mutter mit der Frage nach den verbleibenden Tagen bis Weihnachten. Die schlaue Dame kam dann auf die Idee Plätzchen in kleine Kartons zu legen und jene zu nummerieren. Etwas später, 1904, druckte die Lithografische Kunstanstalt, die sie mit ihrem Mann betrieb, den ersten Adventskalender in Form zweier großer Pappen mit bunten Bildern und Sprüchen, die ausgeschnitten und übereinander geklebt wurden. Es folgte ein Siegeszug des Adventskalenders. Heute gibt es ihn in zahlreichen Varianten. Doch der allerschönste ist natürlich der selbst gebastelte!

Quelle: Pixabay

 

Schon im Advent bereiten wir uns auf das große Schlemmen zu Weihnachten vor. Die Christmärkte locken mit süßen und pikanten Versuchungen, ganz abgesehen von den traditionellen Speisen der Winterzeit, die schließlich wärmen und (er-)füllen sollen. Doch ursprünglich war die Adventszeit eine Fastenzeit. Und zwar vom 11. November bis zum ursprünglichen Weihnachtstag, dem Erscheinungsfest am 6. Januar. Schließlich einigte man sich für den Beginn des Advents auf den ersten Sonntag zwischen dem 27. November und dem 3. Dezember, hier beginnt heute das evangelische Kirchenjahr und katholische Festjahr.

Und noch eine „Erfindung“ ist aus der Vorweihnachtszeit nicht wegzudenken: Der Adventskranz, meist ein aus Tannengrün gefertigter Tisch- oder Hängekranz mit vier Kerzen, die an den Adventssonntagen entzündet werden. Als „Vater“ des Adventskranzes gilt Johann Hinrich Wichern, der im 19. Jahrhundert als Erzieher und Theologe in Hamburg lebte. Er versorgte einige sehr arme Kinder, die genau wie der kleine Gerhard ständig nach den verbleibenden Tagen bis Weihnachten fragten. So stellte er 20 kleine und vier große Kerzen auf einen Holzkranz. Jeden Morgen durften die Kinder eine weitere Kerze entzünden. Über die Jahre sind nur noch die vier großen Kerzen geblieben, was vor allem am Ausmaß liegen mag, den ein Kranz mit 24 Kerzen einnehmen würde. Einige Theorien weisen aber darauf hin, dass bereits die Germanen einen winterlichen Brauch mit dem Lichterkranz kannten. Von Bedeutung sind auch die immergünen Zweige, die das Leben im Winter symbolisieren und die Hoffnung auf das erneute Erwachen der Natur.

Das gemeinsame Binden und Entzünden der Kerzen eines Kranzes am Adventssonntag ist ein wunderschöner Brauch, um etwas Licht ins Dunkel des Winters zubringen und um die Vorweihnachtszeit ganz bewusst zu erleben. Denn wie wir alle wissen, vergehen die vier Wochen dann doch wieder wie im Fluge und man fragt sich, wo die Zeit eigentlich geblieben ist.

Quelle: Nordmann Info Zentrum – Schöne Weihnachten

Die Feste und Feiertage in der Vorweihnachtszeit

 

Manchmal ist die Vorweihnachtszeit wie ein Marathon. Geschenke wollen besorgt, die Adventssonntage in der Familie aufgeteilt, das Weihnachtsessen geplant und die Einkäufe trotz Menschenmassen erledigt werden. Die drei Weihnachtsfeiertage sind das Ziel und schließlich auch die Belohnung am Ende einer wohldurchdachten, exakt geplanten und doch meist chaotischen Etappe. Dass die Vorweihnachtszeit noch weitere Feiertage beinhaltet, geht an den meisten Menschen vorüber. Da ist zum Beispiel der Martinstag, schon ganz früh am 11. November, gefolgt vom Nikolaustag am 6. Dezember und schließlich das Fest der Santa Lucia am 13. Dezember.

Der Legende nach lebte Martin von Tours von 316 bis 398 im heutigen Ungarn und war Offizier des römischen Kaisers. Als Offizier hatte er zwar kein ruhiges, aber ein versorgtes Leben. Gute Kleidung, schmackhaftes und vor allem nahrhaftes Essen und eine sichere Zukunft. Diesem gemachten Mann begegnete in einer kalten Winternacht ein armer Bettler, der still vor sich hin wimmerte und erbärmlich fror. Ohne zu zögern schnitt Martin seinen teuren, warmen Umhang mit dem Schwert entzwei und rettete damit dem armen Mann das Leben. In der folgenden Nacht träumte er von Jesus Christus, der im Traum die Umhanghälfte trug, die er dem Bettler gegeben hatte. Martin quittierte den Dienst und gab sein bequemes Leben auf, er ließ sich taufen und wurde Missionar und schließlich Bischof von Tours.

 

Quelle: Pixabay

 

Zur gleichen Zeit, um das Jahr 340, lebte der Heilige Nikolaus als Bischof im türkischen Myra, dessen Festtag am 6. Dezember bei uns dazu führt, dass die Kinder zur Schuhcreme greifen. Er galt als barmherzig und sehr freigiebig. Die Legenden über seine Taten sind so vielfältig und verschieden, dass hier nur eine aufgegriffen werden möge: So soll die Stadt Myra einst knapp einer Hungersnot entkommen sein. Piraten hatten alle Getreideschiffe gekapert und verlangten ein hohes Lösegeld für die Herausgabe der lebenswichtigen Nahrung. Die Stadt jedoch konnte das Geld nicht auftreiben und so übergab der Heilige Nikolaus alle Kirchenschätze und kaufte das Getreide frei. Noch heute gilt der Heilige Nikolaus als Sinnbild der Freigiebigkeit als Schutzpatron der Kinder.

Lucia lebte in Syrakus zur Zeit der Christenverfolgungen unter Diokletian. Nach einer Erscheinung der Heiligen Agathe ließ sie sich taufen, um trotz der gefährlichen Zeit, in der sie lebte, Christin zu werden. Um ihren Brüdern und Schwestern im Geiste, die in den dunklen Katakomben lebten, Nahrungsmittel zu bringen, trug sie eine Krone aus brennenden Kerzen auf dem Kopf, die Arme voller Brot. Als ihr Verlobter davon erfuhr, zeigte er sie an. Die grausame Tradition wollte es, dass zwei starke Ochsen sie zerreißen sollten, doch die frommen Tiere taten keinen Schritt. Trotzdem fand sie den Tod für ihren Glauben und wird seither verehrt. In Schweden treten am 13. Dezember junge Mädchen in weißen Gewändern und mit einer Lichterkrone in Kirchen, Altersheimen und Krankhäusern auf und singen das Lucia-Lied. So bringen sie etwas Licht in das Dunkel des Winters.

Diese drei Überlieferungen zeigen uns die Werte der Weihnacht und erinnern uns an Nächstenliebe und die Schönheit des Schenkens.

Quelle: Nordmann Info Zentrum – Schöne Weihnachten

„O Tannebaum“ oder: die grünen Freunde der Weihnachtszeit

 

Grüne Zweige im kargen europäischen Winter symbolisierten schon für unsere Vorfahren die Stärke der Götter und die Hoffnung, die Sonne würde bald wieder längere Tage bescheren. Immergrüne Pflanzen standen im Mittelpunkt heidnischer Rituale und fanden auch Eingang in die Symbolik des Christentums. Zur Weihnachtszeit stehen die Zweige der Tannen und Stechpalmen für Adventskränze und Gestecke ganz hoch im Kurs und so langsam kommt auch die britische Tradition des Mistelzweiges auf dem Festland an. Doch geknutscht wird freilich nicht immer und überall! Die Anzahl der Beeren bestimmt auch die Häufigkeit der Küsse. Sind diese durch die trockene Heizungsluft schon abgefallen, erlischt auch der Freibrief. Abgesehen von der zusammenführenden Funktion, ist die Mistel eine faszinierende Pflanze, die ihresgleichen sucht. Es gibt über tausend Arten, die weltweit an ihren Wirtsbäumen zwischen Himmel und Erde hängen und erst deutlich sichtbar werden, wenn sich alle anderen Gewächse ihrer Blätter entledigt haben. Pünktlich zum Dezember entstehen die berühmten Beeren an der immergrünen Pflanze. Doch entgegen ihrer zarten Natur werden die Misteln nicht etwa vorsichtig gepflückt – nein! – auf Grund ihrer luftigen Höhe werden sie manchmal sogar mit Gewehren abgeschossen! Wie und wann der Mistelzweig in die Weihnachtstraditionen Eingang fand, ist leider nicht bekannt. Wohl aber unzählige Mythen und Sagen rund um seine Zauberkraft und Heilwirkung.

 

Quelle: Pixabay

 

Ein weiterer „zauberhafter“ Strauch ist die Stechpalme mit ihren unverwechselbaren spitzen Blatträndern und feuerroten Beeren, die die Lebenskraftsymbolik besonders stark zum Ausdruck bringen. In milderen Gebieten kann die bei uns als Busch bekannte Pflanze zu einem mehrere Meter hohen Baum heranwachsen. In der katholischen Kirche werden die Zweige am Palmsonntag geweiht und erinnern an die Palmblätter mit denen Jesus beim Einzug in Jerusalem begrüßt wurde.

Der dritte Vertreter pflanzlicher Weihnachtsboten ist der Christbaum. In Deutschland lassen jährlich 25 Millionen Exemplare das Wohnzimmer oder die Diele zum Weihnachtszimmer werden und wecken jene Gefühle, die wir als Kind kennenlernen und die immer erhalten bleiben. Der Duft der noch kalten Tanne, die langsam ihre Zweige in der warmen Luft der guten Stube „setzt“ und sich zu ihrer vollen Größe (und meist Breite!) entfaltet, ist erdig und lädt ein Stück der Natur in unser Zuhause ein. Die ersten Vertreter waren eher klein und wurden 1419 in der Bruderschaft der Bäckerknechte im Heilig Geist Spital zu Freiburg im Breisgau aufgestellt. Als Schmuck dienten Datteln, Nüsse und natürlich Äpfel, die zur Weihnachtszeit von den Kindern geplündert und verspeist werden durften. Nur langsam ging der Siegeszug der Weihnachtsbäume von statten. Erst 1642 wurde ein Christbaum in einem privaten Haushalt aufgestellt. Da die Kirche diese Tradition nicht aufhalten konnte, wurde der Weihnachtsbaumbrauch vielfältig symbolisch aufgeladen. Später hingen neben Äpfeln – der verbotenen Frucht aus dem Paradies – auch tatsächlich hölzerne Abbilder von Adam und Eva und auch der Schlange im Baum. Erst Mitte des 18. Jahrhunderts kamen Kerzen dazu, die das Licht Jesu repräsentieren, das die Welt erhellt und gerade zur Weihnachtszeit eine besondere Bedeutung und Besinnung erfährt.

Das Grün von Tanne, Stechpalme und Mistel zeigt alle Hoffnung und Zuversicht auf den Kreislauf des Lebens, auf den wiederkehrenden Frühling und das Licht, nimmt so den Schrecken vom kalten, dunklen Winter und lässt uns auch diese Jahreszeit würdigen und genießen in freudiger Erwartung auf das Weihnachtsfest und das bald kommende Neue Jahr.

Quelle: Nordmann Info Zentrum – Schöne Weihnachten