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Franken. Eine deutsche Literaturlandschaft

April 2017

Franken. Eine deutsche Literaturlandschaft

Die Ausstellung „Franken. Eine deutsche Literaturlandschaft“ gibt auf sieben großen Bild- und Text-Tafeln einen Überblick auf Frankens Literaturgeschichte von ihren hochmittelalterlichen Anfängen bis in die Gegenwart. Vor dem Hintergrund der landschaftlichen und kulturhistorischen Vielfalt Frankens, wie aber auch der – über lange Zeit – ungewöhnlichen Vielfältigkeit seiner Herrschaftsverhältnisse, werden in der Ausstellung die Dichter und Schriftsteller in einer „tour d’horizon“ in ihrer Zuordnung zu Epochen, Strömungen, Tendenzen und fränkischen Sonderwegen erfasst. Angefangen von Walther von der Vogelweide erstreckt sich der Rundgang über den Nürnberger Handwerkerpoeten Hans Sachs, die barocken Pegnitzschäfer, die „Ur-Romantiker“ Wilhelm Heinrich Wackenroder und Ludwig Tieck, die nur vorübergehend hier weilten, bis zum großen Jean Paul, der unter anderem in Bayreuth beheimatet war. Der auch im europäischen Ausland verehrte E.T.A. Hoffmann fand in Bamberg seine „Erweckung“ als Schriftsteller, die Lyriker und „Weltbürger“ August von Platen und Friedrich Rückert hatten in Ansbach, Würzburg, Erlangen und Schweinfurt eine Heimstatt.

Für die Philosophie des 19. Jahrhunderts wurden Georg Wilhelm Friedrich Hegel und Ludwig Feuerbach maßgebend, einer der populärsten Schriftsteller jenes Jahrhunderts war Jakob Wassermann. Nicht vergessen sind auch jene Schriftsteller, die Franken im Dritten Reich verlassen mussten, wie der Pazifist Leonhard Frank, Hermann Kesten und Robert Schopflocher. Der Wiederentdeckung der Dialektliteratur u.a. mit Fitzgerald Kusz folgen Tafeln zur „flatternden, flirrenden, wimmelnden Vielfalt“ der Schriftsteller der Gegenwart. Unter ihnen ist Hans Magnus Enzensberger längst in München zu Hause; Ludwig Fels zog es nach Wien; Gerhard Falkner schreibt seine vielfach preisgekrönte Lyrik in Berlin; doch der Westfale Hans Wollschläger blieb bis zum Ende seines Lebens Franken verhaftet und von Bamberg aus hat es Paul Maar zum Kinderbuch-Welt-Bestseller-Autor gebracht.

Die Ausstellung lehnt sich an die 2015 erschienene, umfassende Publikation gleichen Titels von Hermann Glaser an, der sich in der Region und bundesweit als Kulturpolitiker, Kulturwissenschaftler und Publizist großes Renommee erworben hat. Die Wander-Ausstellung wird vom 23. März bis zum 12. Juli 2017 in der Stadtbücherei Lauf gezeigt und ist zu den Öffnungszeiten zu besichtigen. Begleitend steht ein themenbezogener Büchertisch zur Verfügung.

Details

Datum:
24. April
Zeit:
14:00 - 18:00

Veranstaltungsort

Stadtbücherei Lauf
Turnstr. 11
Lauf,91207DE
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