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„125 Jahre Schnaittachtalbahn“

August 2020

Foto: Semlinger

„125 Jahre Schnaittachtalbahn“

20 Jahre Sonderausstellungen: Das Fränkische Hopfenmuseum Speikern öffnet wieder mit einer Eisenbahnausstellung:

Ein kleines Jubiläum kann der Heimat- und Geschichtsverein Neunkirchen in seinem Fränkische Hopfenmuseum Speikern feiern: die 20. Sonderausstellung zeigt ab Pfingstsonntag an jedem Sonn- und Feiertag die Ausstellung „125 Jahre Schnaittachtalbahn“, die nicht nur für Eisenbahnfans interessant ist, denn die Nebenbahn feiert Jubiläum. Froh ist der Verein, dass die Ausstellung, wenn auch mit Verspätung, der Öffentlichkeit präsentiert werden kann, denn es wurden mit viel Liebe interessante Gegenstände zusammengetragen.

Kleine Geschichte der Nebenbahn

Als 1835, die erste deutsche Eisenbahn von Nürnberg nach Fürth eröffnet wurde, setzte ein Boom ein: In den darauffolgenden Jahrzehnten versuchte jeder Ort einen Anschluss an das Eisenbahnnetz zu bekommen, denn entlang der Bahnlinien florierte die Wirtschaft, der lokale Handel in den abseits gelegenen Ortschaften erfuhr dafür hohe Einbußen.

Im Tal der Schnaittach bemühte sich vor allem die Marktgemeinde Schnaittach um den Bau einer Lokalbahn vom Bahnhof Schnaittach nach Markt Schnaittach, hatte der Ort doch damals 1700 Einwohner und einen bemerkenswerten Handel. Die erste offizielle Eingabe der Marktgemeinde Schnaittach datiert vom 6.4.1890. Die Staatsbahn war zunächst für dieses Projekt nicht zu gewinnen, da die Strecke zu kurz sei und schlug deshalb eine Verlängerung bis Simmelsdorf/Hüttenbach vor. Hüttenbach konnte zu dieser Zeit immerhin 800 Einwohner vorweisen.

Am 30. Oktober 1891 führte eine Kommission eine Trassenbegehung für die künftige Lokalbahn durch. Die Gemeinden mussten den erforderlichen Grund und Bodens kostenlos zur Verfügung stellen und noch einen erheblichen Barzuschuss leisten. Es waren dies die folgenden Gemeinden: Schnaittach Markt, Simmelsdorf, Diepoltsdorf, Hüttenbach und Utzmannsbach.

Mit Gesetz vom 26. Mai 1892 wurde der Bau der Lokalbahn von Schnaittach – Bahnhof nach Simmelsdorf/Hüttenbach beschlossen. Erst im Frühjahr 1894 wurden die eigentlichen Vermessungsarbeiten durchgeführt. Im März 1895 waren die Bauarbeiten der Gleise ziemlich weit fortgeschritten. Der regelmäßige Fahrbetrieb wurde am 5. Dezember 1895 aufgenommen, doch ohne feierliche Einweihung, denn es war nur eine provisorische Eröffnung, da noch nicht alle Hochbauten fertiggestellt waren.

Beim Bau wurden 72 000 Kubikmeter Erdmassen bewegt, das sind auf einen Meter Bahnlänge 7,4 Kubikmeter. An mittelgroßen Bauwerken waren sieben Brücken und Wegunterführungen mit zusammen neun Öffnungen auszuführen. Ferner sind bemerkenswert die erst 1936 errichtete Brücke und Wegunterführung für den Übergang über das Osternoher Tal mit acht Metern Weite und sechs Meter Höhe.

Im Januar 1896 erfolgte die genaue kilometrische Längenvermessung, die folgendes Ergebnis brachte: jeweils die Entfernung von Schnaittach Bhf (heute Neunkirchen am Sand): Speikern (1,517 km), Rollhofen (3,251 km), Markt Schnaittach (4,940 km), Hedersdorf (6,435 km), Simmelsdorf-Hüttenbach (9,770 km)

Details

Datum:
2. August
Zeit:
13:00 - 16:30
Veranstaltungskategorie:

Veranstaltungsort

Fränkisches Hopfenmuseum Speikern
Kersbacher Str. 18
Neunkirchen-Speikern + Google Karte
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Veranstalter

Heimat- und Geschichtsverein Neunkirchen
Telefon:
09123/75640
E-Mail:
semlinger@aol.com
Website:
http://www.heimat-geschichtsverein.de