Belohnung ausgesetzt

Zeugen gesucht: Wer hat einen Giftköder auf den Pegnitzwiesen ausgelegt?

Simba starb vergangene Woche an einem Giftköder, der auf der Pegnitzwiese ausgelegt war. | Foto: privat2019/04/Simba3.jpeg

HERSBRUCK – Am Dienstag, 16. April, hat ein Unbekannter einen Giftköder auf einer Wiese nahe der Hersbrucker Therme ausgelegt, an dem Hund Simba innerhalb weniger Minuten starb. Hundebesitzerin Karin Zimmermann und die Tierhilfe Franken setzen nun eine Belohnung von 5000 Euro zur Ergreifung des Täters aus.

Karin Zimmermann ging mit ihrem Rüden Simba regelmäßig auf den Wiesen hinter der Therme Gassi. Am 16. April nahm der kleine Lhasa Apso bei der Morgenrunde Witterung auf, schnappte etwas und rannte an seinem Frauchen mit einem kuhfladenähnlichen Teil in der Schnauze vorbei. Sie habe Simba sofort gerufen und sei zu ihm gelaufen, erzählt Karin Zimmermann mit Tränen in den Augen.

Als sie jedoch bei ihm war, habe er schon in der Wiese gelegen und sei nicht mehr ansprechbar gewesen. Auch die sofort aufgesuchte Tierärztin konnte dem neunjährigen Simba nicht mehr helfen. Ein Labor untersucht derzeit Restteile des Köders und eine Blutprobe des vergifteten Hundes. Das Ergebnis steht noch aus.

Hundehasser unterwegs?

„Es stellt sich die Frage, auf welchen Wiesen und Wegen der Hundehasser sein Unwesen treibt. Beschränken sich die Köder nur auf die Pegnitzwiesen? Wie viele dieser giftigen Teile sind ausgebracht? Wo kann man noch sicher laufen?“, schreibt die Tierhilfe Franken in einer Pressemitteilung. Bereits vergangenes Jahr soll ein Hund der Tierhilfe auf den Pegnitzwiesen in Lauf zwischen dem ehemaligen EWS-Markt und der Autobahnbrücke einen Giftköder aufgeschnappt haben. Der Vierbeiner konnte damals in der Tierklinik noch gerettet werden.

Um weitere solche Giftköder-Aktionen zu verhindern, setzen Familie Zimmermann und die Tierhilfe Franken 5000 Euro Belohnung für Hinweise aus, die zur Ergreifung des Täters führen. Der Großteil der Summe stammt von Familie Zimmermann, die sehr unter dem Verlust ihres Hundes leidet. „Die von Privat ausgesetzte Belohnung zur Überführung des Täters wird unter Ausschluss des Rechtswegs zuerkannt und verteilt“, heißt es in der Pressemitteilung der Tierhilfe weiter.

Wer verdächtige Beobachtungen gemacht hat, kann sich bei Karin Zimmermann (Telefon 0179/ 4907781), bei der Tierhilfe Franken (Telefon 0173/6934553) oder der Polizei Hersbruck (Telefon 09151/86900) melden.

Die Tierhilfe Franken bittet zudem alle Hundebesitzer, bei ihren Gassirunden Kottüten zu verwenden und ihre Hunde nicht auf Wiesen graben zu lassen, um so unnötigen Ärger zu vermeiden.

N-Land Hersbrucker Zeitung
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