Bei Röthenbach wurden Tafeln an Bäumen angeschraubt

Wo kommen die Schilder her?

So sehen sie aus, die mysteriösen Schilder, die an mehreren Bäumen im Wald bei Röthenbach verschraubt wurden. Zu welchem Zweck, ist unklar. | Foto: Buchner-Freiberger2019/10/jack-wolfskin-schild-wald-steinberg1.jpg

Röthenbach — Woher kommen die rot-schwarzen Jack-Wolfskin-Schilder im Wald bei Röthenbach? Seit Tagen wird im Netz heftig diskutiert, auch die Behörden stehen vor einem Rätsel.

An mehreren Bäumen im Staatswald zwischen den Stadtteilen Steinberg und Seespitze finden sich die Schilder mit dem charakteristischen Logo des Outdoor-Bekleidungs-Herstellers, einem schwarzen Pfotenabdruck. Klein ist der Schriftzug „Jack Wolfskin“ zu lesen. Die Tafeln wirken nicht etwa provisorisch, sondern sind mit zwei großen Schrauben fest in den Bäumen verankert.

In der Facebook-Gruppe „Rainbooch City – Weltstadt mit Herz“ wird heftig spekuliert. Eine neue Wanderwegmarkierung? Ein Hunde-Trail? Bloße Werbung? Auch die Recherche der Pegnitz-Zeitung gestaltet sich schwierig. Weder der zuständige Förster, Wolf-Dieter Scheuenstuhl, noch die Stadt Röthenbach oder die Untere Naturschutzbehörde im Landratsamt wissen, wer die Schilder angebracht hat und warum. Eine Genehmigung liege nicht vor. Eine PZ-Anfrage beim Deutschen Alpenverein blieb vorerst unbeantwortet.

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„Schnell im rechtlichen Graubereich“

Das Recht, Wanderwege auszuweisen, haben nur „anerkannte Erholungsverbände“, erklärt Peter Tretter vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Roth. Das müsse ein Waldbesitzer auch ohne Absprache dulden. Für Werbung gelte das aber natürlich nicht. Er kennt zwar den Röthenbacher Fall nicht, meint aber, es könne sich um einen „wild“ markierten Mountainbike-Trail handeln. Solche Strecken würden dann für eine interne Fan-Gemeinde im Internet veröffentlicht. „Damit liegt man aber schnell im rechtlichen Graubereich.“

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