Tierische Patenschaft

Wer gibt HZ-Kuh einen Namen?

Unser Patenkind ist topfit und agil – nur ein Name fehlt ihm noch. Haben Sie eine Idee? | Foto: M. Wildner2019/06/Kaelbchen2.jpeg

HERSBRUCK – Der Verlag der Hersbrucker Zeitung hat die Patenschaft für ein Kälbchen auf dem Hutanger im Albachtal übernommen. Nun braucht es einen Namen.

„Hopaa-hop! Hopaa-kommt“, schreit Rainer Wölfel über die Kuhweide, auf der die Vormittagssonne gerade damit beschäftigt ist, den Regen der vergangenen Nacht aufzulecken. Wenige Sekunden später kommt die Antwort: Erst ein helles Muhen – ein Kälbchen, wie der Gebietsbetreuer erklärt –, dann ein etwas dumpferes. Man hört Kuhglocken läuten und wenn nun noch ein paar schneebedeckte Gipfel im Hintergrund zu sehen wären, wäre es die perfekte Almidylle.

Aber wir sind nicht etwa in Oberbayern oder Österreich, sondern in der Nähe von Förrenbach. Und statten unserem Patenkind einen Besuch ab. Zwei Wochen ist das Kälbchen mittlerweile alt und schon recht agil, wie Rainer Wölfel erzählt.

Es dauert eine Weile, bis sich die Kuhherde mit ihren Kälbern nähert – Wölfel ist ihnen vertraut, aber wer ist die seltsame Frau mit der Kamera in der Hand neben ihm? So ganz geheuer scheint ihnen die Situation noch nicht.

Milch aus der Flasche

Die Leitkuh stolziert voran, die anderen folgen ihr nach – „das ist immer so, die Hierarchie in der Herde ist klar geregelt“, erklärt Wölfel. Auch, wenn Bullen dabei sind, hätten die Frauen das Sagen. Was denn auch sonst.

Auf der Weide hätten die Kleinen dann auch alles, was sie brauchen – Schutz in der Herde und Milch von Mama. Und wenn die mal ausbleibt, muss Wölfel helfen: So füttert er ein anderes Kälbchen täglich mit der Flasche, weil dessen Mutter keine Milch gibt. „Ziel ist, es bei einer anderen Kuh anzudocken, damit es bei ihr mitsäuft“, sagt Wölfel. Das muss der kleine Bulle aber selbst schaffen. Bis zu neun Monate werden die Kleinen gesäugt – dann, wenn die Milch weniger, die Kälber stärker und die Kuh dünner wird, wird dem Sprössling deutlich gemacht, dass er ab jetzt Gras zu fressen hat.

Wie jedes Kind ist auch unser Kälbchen sehr verspielt: Vor allem in den Morgenstunden, wenn es noch nicht so warm ist, toben sich die Kleinen auf der Weide aus, erzählt Wölfel. Dann bilden sie Spielgruppen und mit den Jahren entwickeln sich richtige Kuhfreundschaften. „Jede hat ihren eigenen Charakter.“ Die Mutter unseres Patenkindes sei beispielsweise sehr menschenbezogen – gute Voraussetzungen also für unseren Schützling.

Es könnte also gar nicht besser laufen für unsere kleine Kuh – aber eines fehlt ihr noch: ein Name! Und jetzt sind Sie gefragt, liebe Leser: Wie soll unser Patenkind heißen? In unserer letzten Kuhlumne haben wir ja schon gelernt, dass der Name mit einem „L“ beginnen muss – wie der Vorname des Vaters. Haben Sie eine Idee? Dann mailen Sie uns Ihre Vorschläge an [email protected] hersbrucker-zeitung.de. Alle Namen kommen dann in einen großen Lostopf – und in der nächsten Kuhlumne verraten wir, wie unser Patenkind getauft wird.

N-Land Marina Gundel
Marina Gundel