Show in Feucht

Vom Rollstuhl zurück in die Berge: Abenteurer Holger Heuber berichtet

Holger Heuber zeigt beeindruckende Bilder von seinen Expeditionen rund um den Globus. | Foto: Heuber2022/11/97f796d65dd34a6ada03d3d58aa13d1beeeb65c2_max1024x.jpeg

FEUCHT – Nach einem schweren Unfall drohte dem Abenteurer Holger Heuber eine Querschnittslähmung. Wie er sich wieder ins Leben zurückkämpfte und was das für seine Reisen bedeutet, erzählt er bei einer Multivisionsshow in Feucht.

Die unberührten Orte unserer Welt sind selten geworden. Die meisten der ehemals weißen Flecken auf den Landkarten sind kartiert, erforscht und bereits besiedelt. Und doch gibt es sie: Jene mystischen Orte, die nur selten von Menschenfüßen betreten werden. Schon oft ist Holger Heuber aufgebrochen, um fremde Länder und einsame Landschaften zu entdecken, immer auf der Suche nach Neuem.

In Franken geboren, klettert Holger Heuber seit 37 Jahren und gilt gleich in mehreren Outdoor-Disziplinen als Ausnahmetalent. Er klettert, fährt Ski, fliegt, kitet, paddelt und läuft. Zwischen Grönland und der Antarktis machte er sich auf die Suche nach unberührtem Fels.

Schwerer Unfall 2002

Nach einem schweren Unfall bei einem Ausdauerwettkampf 2002 folgte eine Zwangspause, eine Querschnittslähmung drohte, fast ein Jahr war Heuber ans Bett gefesselt. Entlassen wurde er im Rollstuhl. Er lernte langsam wieder laufen, vieles hat sich in seinem Leben seither verändert, seine Begeisterung für die Berge ist geblieben. Diese Erfahrung und die vielen Reisen und Expeditionen haben seine Einstellung zum Bergsport und zum Abenteuer sehr stark geprägt.

Inzwischen ist die Anzahl seiner Erstbegehungen rund um den Erdball ziemlich lang geworden und bis heute ist seine Faszination für außergewöhnliche Touren und die Motivation Neuland zu entdecken ungebrochen. Bei spektakulären Expeditionen mit seinen Freunden Kurt Albert oder Stefan Glowacz, gehörte er zur Stammbesatzung.

In seiner Multivisionsshow berichtet er über seine außergewöhnlichen Abenteuer abseits der normalen Touristenrouten, zum Beispiel über eine Überquerung der Aleuten zu Fuß und mit dem Packraft von der Beringsee bis in den Golf von Alaska. Oder vom Befahren des mehrere hundert Kilometer langen Turnagain River in British Kolumbien mit Kanus und vier Kindern unter dem Motto „Kids Go Wild“. Schließlich nimmt der Abenteurer die Zuschauer noch mit auf eine wilde Kajaktour durch die Coast Mountains von Kanada nach Alaska.

Vortrag mit Livemusik

Das Besondere an dem Vortrag ist, dass er mit Livemusik von Thomas Eisenhöfer untermalt wird. Der Musiker war bei einigen Reisen Heubers dabei und hat die meisten seiner Lieder im hohen Norden geschrieben. Die Eigenkompositionen, die sich stilistisch an J.J. Cale, Dire Straits und Bob Dylan anlehnen, haben thematisch oft einen Bezug zu Kanada. Der Musikstil wird von der Presse als „Solid Road Blues“ bezeichnet oder als „Musik für einen Quentin Tarantino Roadmovie“. Ein schöner Mix aus Bildern, Abenteuern und der dazu passenden Livemusik, der richtiges Road Blues Feeling aufkommen lässt. db

Info

Die Veranstaltung findet am Freitag, 18. November, um 20 Uhr in der Reichswaldhalle statt. Einlass ist um 19 Uhr. Karten gibt es bei Buchhandlung Kuhn, Heine am Markt und im DAV-Kletterzentrum.

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