Bürgermeister Holzammer bittet um Geduld

Staus im Wohngebiet

Bis Mitte Dezember soll der erste Bauabschnitt in der Schwarzenbrucker Hauptstraße abgeschlossen sein. Der Verkehr wird solange durch die südöstlich gelegenen Wohngebiete geleitet. | Foto: Alex Blinten2021/04/Schwarzenbruck-Umleitung-scaled.jpg

SCHWARZENBRUCK – Die ausgeschilderte Umleitungsstrecke für die Baustelle Hauptstraße sorgt für Ärger in Schwarzenbruck.

Dass es mit der Umleitung nach Sperrung der Hauptstraße in Schwarzenbruck schwierig werden würde, hat man im Rathaus sicher geahnt. Der Verkehr quält sich seit Tagen durch die engen Straßen der Wohngebiete südöstlich der Hauptstraße. Für Auswärtige, die sich hier nicht auskennen, ist dabei die Beschilderung der Umleitung suboptimal. Leser berichten hier von Rundtouren, bei denen sie einmal im Kreis fuhren.

Die Umleitungsstraßen sind auch so schmal, dass es immer wieder zu Staus kommt, wenn sich Fahrzeuge begegnen. Besonders schwierig wird es, wenn Lkw an den engen Einmündungen manövrieren müssen. Die Durchfahrt ist zwar für Lastwagen gesperrt, Lieferfahrzeuge dürfen aber passieren.

Anlieger und Autofahrer sind entnervt

Genervt sind Autofahrer wie Anlieger gleichermaßen, die Anwohner auch deshalb, weil sie ihre Fahrzeuge nicht mehr vor ihren Anwesen abstellen können. Wohin also mit den Autos, wenn überall in der Nachbarschaft wie vor dem eigenen Haus absolutes Halteverbot eingerichtet wurde? Und dann der Verkehr: In den ehemals ruhigen Vierteln geht es jetzt zu wie an einer Durchgangsstraße. Wer in Gsteinach wohnt und zum Einkaufen in die Supermärkte jenseits der B 8, zu den Bäckereien, der Apotheke oder der Sparkasse an der Bundesstraße fährt, wird künftig den Weg über Feucht wählen.

Vielleicht steigt der eine oder die andere ja auch auf das Fahrrad um, bei Dr. Christian Matern in der Flurstraße steht ein Fahrrad-Lastenanhänger für Leute bereit, die größere Einkäufe machen müssen. Die Radler müssen freilich auch das umständliche Einbahnstraßennetz durchs Wohngebiet nutzen. Als Umleitung für Gsteinacher Autofahrer jedenfalls ist jeder andere Weg die bessere Alternative zu der ausgeschilderten Strecke.

Ein Umleitungsplan auf der Webseite der Gemeinde soll zur Orientierung dienen. Dabei zeigt der Plan, wie kompliziert die Umfahrung der Baustelle ist. Man habe bei der Planung auch die Rettungsdienste und die Feuerwehr mit einbinden müssen, sagt Bürgermeister Markus Holzammer, der den Unmut von Anwohnern und Autofahrern verstehen kann. „Für Vorschläge zur Verbesserung sind wir offen“, verspricht er, „wir werden dann gegebenenfalls nachjustieren, um die Anwohner zu entlasten und die Streckenführung zu optimieren.

Bürgermeister bittet um Geduld

Die Hauptstraße werde ja auch nur alle 30 Jahre einmal saniert. Deshalb bitte er die Schwarzenbrucker für das nächste halbe Jahr um Geduld. Bis Mitte Dezember soll der erste Bauabschnitt von der Beethovenstraße bis zur Flurstraße abgeschlossen sein. Der zweite Bauabschnitt erstreckt sich dann bis zum Plärrer. Baubeginn dafür soll das Frühjahr 2022 sein. Im Dezember kommenden Jahres schließlich soll die gesamte Baumaßnahme abgeschlossen sein.

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