Später weiter zum Schlachthof

Ohne Wasser und eingepfercht: Polizei stoppt Schweinetransport auf der A3

Tiertransport Schweinetransport
Symbolbild Schweinetransport | Foto: A/stock.adobe.com2022/07/AdobeStock_126138755-scaled.jpeg

A3 / REGION – Eingepfercht in ihren Ladebuchten und ohne Wasser wurden 164 Schweine in der Nacht auf Montag in einem Sattelzug auf der A3 transportiert. Die Verkehrspolizei Erlangen hielt den Transporter zur Anzeigenaufnahme an, ließ ihn dann aber – zum Wohl der Schweine – weiter zum Schlachthof fahren.

Bei der Kontrolle eines Tiertransporters in der Nacht auf Montag auf der A3 haben Beamte der Verkehrspolizei Erlangen gleich mehrere Verstöße festgestellt. Das Sattelzuggespann war, beladen mit 164 Schweinen, auf dem Weg von Nierdasachsen zu einem Schlachthof in Ingolstadt.

Mindestens acht Stunden ohne Wasser

Insgesamt war der Transport mehr als acht Stunden am Stück unterwegs. Außerdem stellten die Beamten fest, dass die Schweine seit Fahrtbeginn nicht mit Wasser versorgt worden waren. Zusätzlich dazu waren die Ladebuchten mit 23 und 24 Schweinen pro Bucht komplett überbelegt. Erlaubt gewesen wären 15. Wegen des Platzmangels waren die Tiere nicht nur extrem gestresst, sondern hatten auch mit Rangkämpfen bekommen, wodurch sich einzelne Schweine verletzten.

Nun erwarten Fahrer und Unternehmer mehrere Anzeigen wegen Verstößen gegen die Viehverkehrsordnung, Tierschutztransportverordnung und das Tierschutzgesetz. Außerdem gibt es „nicht unerhebliche Geldbußen“, so die Polizei in ihrem Bericht.

Letzten Endes durfte der Tiertransport aber doch bis zum Schlachthof weiterfahren. Durch den zeitlichen Verzug wäre das Tierwohl noch mehr gefährdet worden, so die Polizei.

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