Bayernwerk betreibt Gasnetz

Neuhauser Erdgasleitung ist in Betrieb

Nicht ohne Stolz der Vertreter des Bayernwerks und der bauausführenden Firmen wurde die „erste Flamme“ als erfolgreiche Verwirklichung und offizielle Inbetriebnahme der Neuhauser Erdgasleitung entzündet. Die wärmende Wirkung dieser Flamme mitten im Winter war gleichzeitig eine Werbung für den neuen Energieträger. | Foto: K. Möller2019/02/IMG_4958.jpeg

NEUHAUS – So etwas gibt es sonst nur bei der Eröffnung Olympischer Spiele: Mit der sogenannten „ersten Flamme“ ging die neue Erdgasleitung in Neuhaus offiziell in Betrieb. Die etwa 9,3 Kilometer lange Gasleitung aus einem speziellen Kunststoffrohr versorgt zunächst die Firmen Kaiser Bräu, Seda Germany und Schlenk Metallic Pigments in Rothenbruck.

Die Verwirklichung einer Gasleitung in Neuhaus sei für den Ort ein monumentaler Schritt für die Energieversorgung und ein Projekt, das ihn stolz mache, erklärte Bürgermeister Josef Springer anlässlich der Fertigstellung der neuen Erdgasleitung. Zur offiziellen Inbetriebnahme waren Vertreter der drei Neuhauser Firmen, der beteiligten Baufirmen und des Bayernwerks zum Endpunkt der Leitung, zur Firma Seda Germany, gekommen.

Burkhard Butz vom Bayernwerk erinnerte dabei an den Beginn dieses Projekts vor fünf Jahren aufgrund einer Initiative von Josef Laus. Viel Bürokratie und unzählige Verhandlungen seien zu bewältigen gewesen, bis 2017 der für die Gemeinschaftsaktion der Gemeinde Neuhaus, der drei Neuhauser Firmen und dem Bayernwerk notwendige Konzessionsvertrag unterschrieben werden konnte. Mit diesem Vertrag räumte die Gemeinde dem Bayernwerk das Recht ein, für die kommenden 20 Jahre ab 2018 das Gasnetz auf dem Gemeindegebiet zu betreiben. Für das Bayernwerk bedeute dies eine Gesamtinvestition von rund 1,9 Millionen Euro.

Zügiger, so Butz weiter, sei der Bau der Gasleitung verlaufen. Denn auf den Tag genau nach acht Monaten nach dem symbolischen Spatenstich seien die Erschließungsarbeiten des Bayernwerks sowie seiner Partnerfirmen nun abgeschlossen. Die Firmen in Neuhaus könnten nun einen zukunftsträchtigen Energieträger nutzen. Für eine zuverlässige Nutzung der Gasleitung werde das Bayernwerk sorgen.

Von der „Gas-Partnerschaft“ könnten auch weitere Gewerbetreibende und Privatpersonen profitieren, warb Butz für dieses Projekt. Es habe wohl an die 90 Anfragen von Privatpersonen gegeben, aber das Interesse sei nach der Information über die Kosten eines Hausanschlusses – derzeit rund 5500 Euro – in vielen Fällen schnell erloschen. Bei zwölf weiteren Kunden sei in diesem Jahr der Erdgas-Netzausbau geplant. Mit einer Telefonaktion wolle das Bayernwerk nun die Zahl der erforderlichen Anschlussverträge erhöhen.

Die „erste Flamme“ als Zeichen einer erfolgreichen Inbetriebnahme durfte Bürgermeister Josef Springer an der Gasentnahmestelle in Rothenbruck anzünden. Von dort läuft die Erdgasleitung durch den Wald von Großmeinfeld kommend in Richtung des Neuhauser Bahnhofs bis zur Firma Seda.

N-Land Klaus Möller
Klaus Möller