Spatenstich

Neues Feuerwehr- und Dorfgemeinschaftshaus in Förrenbach

Die bauausführenden Firmen Delling, Ehmer sowie die Planer Weidinger griffen neben dem 1. und 2. Bürgermeister aus Happurg zur Schaufel, um symbolisch die Baustelle zu eröffnen. | Foto: M. Münster2019/04/P1060912.jpeg

FÖRRENBACH – Startschuss für das neue Feuerwehr-Dorfgemeinschaftshaus in Förrenbach: Nachbarn, Gemeinderäte und jede Menge Feuerwehrleute waren zum offiziellen Spatenstich gekommen.

Bürgermeister Bernd Bogner sprach in seiner Rede von einem Weg mit etlichen Hürden. Bereits 2014 sei klar geworden, dass am Förrenbacher Feuerwehrhaus dringend etwas getan werden müsse. Zunächst stand eine Sanierung im Fokus.

Eine damalige grobe Schätzung ergab Kosten von mindestens 250 000 Euro. Zuschüsse hätte es dafür nicht gegeben. 2015 wurde dann über einen Neubau nachgedacht. Damals stand eine Bausumme von 340 000 Euro im Raum. Dafür hätten Zuschüsse beantragt werden können. Der Verkauf des alten Feuerwehrhauses sollte als Grundstock für die Finanzierung dienen.

Idee von den Bürgern

Von den Förrenbacher Vereinen und Bürgern kam schließlich die Anregung, doch eine Kombination aus Feuerwehrhaus und Dorfgemeinschaftshaus zu bauen, möglicherweise durch ein europäisches Förderprogramm bezuschusst. Planungen wurden eingereicht, führten jedoch nicht zum Erfolg. Durch die engagierte Bewerbung rutschte das Projekt jedoch in ein nationales Förderprogramm.

Allerdings gab es auch hier Hürden zu überwinden, zum Beispiel bezüglich des Lärmschutzes. Denn Feuerwehrhäuser sollten möglichst nicht mehr innerhalb der Ortschaften errichtet werden. Weil andere geeignete Grundstücke rund um Förrenbach nicht zur Verfügung standen, gab es diesbezüglich eine Einigung.

Die Baukosten wurden nun mit zirka 600 000 Euro ermittelt. Für die Errichtung des Feuerwehrhauses gibt es 55 000 Euro Zuschuss, für den Trakt des Dorfgemeinschaftshauses sogar 210 000 Euro. Das wird einen Versammlungsraum für bis zu 80 Personen haben und behindertengerecht sein.

Heimische Firmen

Bogner zeigte sich zufrieden mit den Ausschreibungsergebnissen. Für die Planung sorgt das Büro Weidinger aus Förrenbach. Die Engelthaler Firma Delling übernimmt die Erdarbeiten, die Thalheimer Baufirma Ehmer die Hochbauarbeiten und die Happurgere Firma Schwemmer ist für Heizung und Sanitär zuständig. Der Bürgermeister dankte allen, die zu dieser Lösung beigetragen haben: den Vereinen und Bürgern von Förrenbach, den Feuerwehrleuten, der Planungsfirma und den Gemeinderäten, die diesem Projekt immer offen und konstruktiv gegenüber gestanden hätten.

Die Förrenbacher Bürger signalisierten auch die Bereitschaft zur Eigenleistung. Zudem wird der Überschuss von ihrer 1000-Jahrfeier in das neue Projekt einfließen, darüber zeigte sich der Bürgermeister besonders erfreut. Das alte Feuerwehrhaus wird als Lagerfläche erhalten bleiben und soll nicht veräußert werden. Bogner hofft auf einen zügigen und unfallfreien Bau und wünschte sich die Eröffnung im Frühjahr 2020.

N-Land Marita Münster
Marita Münster