Von Juni bis Dezember

Neuer Dienststellenleiter in Hersbruck

Vize-Landrat Norbert Reh, der alte Polizeichef Johann Meixner, sein Nachfolger Frank Steidl und Polizeipräsident Roman Fertinger (von links) bei der Amtseinführung Steidls als neuer Hersbrucker PI-Leiter. | Foto: W. Sembritzki2019/06/Neuer.jpg

HERSBRUCK – Führungswechsel bei der Hersbrucker Polizei: Ab sofort sitzt Polizeihauptkommissar Frank Steidl im Chefsessel der hiesigen Dienststelle. Übergangsweise.

Frank Steidl schließt bald seine Weiterqualifizierung ab. Der gebürtige Fürther will im kommenden Jahr an die Polizeihochschule in Münster, sich für den höheren Beamtendienst empfehlen. Seine Abschlussleistung besteht daraus, ein halbes Jahr eine Dienststelle zu führen.

Seit 1. Juni tut er das – nämlich die Polizeiinspektion Hersbruck. Der bisherige Chef, Johann Meixner, wechselt vorübergehend in die polizeiliche Verkehrsüberwachung in Nürnberg und wird am 2. Dezember in sein Amt zurückkehren. Bis dahin geht Frank Steidl mit „sehr viel Vorfreude und dem nötigen Respekt“ an seine neue Aufgabe heran.

„Direkter Kontakt“

Viel spricht der mittelfränkische Polizeipräsident Roman Fertinger beim Pressetermin von „neuen Ideen“, die sein junger Kollege in die Hersbrucker Dienststelle einbringen soll. Das heiße allerdings nicht, dass der neue Mann „bewährte Sachen umschmeißen“ will, so der 32-Jährige. Vielmehr möchte der Veitsbronner, der seit 13 Jahren fast durchweg im Polizeidienst steht, den „direkten Kontakt“ zu den Bürgern suchen und „das Ohr an der Bevölkerung haben“. Dazu zähle unter anderem wegen der steigenden Zahl der Alkoholfahrten ans Volk zu appellieren, denn „das kann von uns beeinflusst werden“, sagt Steidl mit Blick auf die Verkehrsstatistik. Im vergangenen Jahr wurden 38 Autofahrer unter Alkohol am Steuer erwischt, im Vorjahr waren es noch 32.

Dabei hilft ihm sein „Vorgängernachfolger“. Auf Nachfrage erklärt Johann Meixner, dass Steidl „motivierte, gute und couragierte Mitarbeiter“ vorfindet, die es „pfleglich zu behandeln“ gelte. Zuviel wolle er dem jungen Kollegen aber nicht hineinreden. Dieser dürfe sich dennoch über „hervorragendste Strukturen“ freuen, die ihm die Arbeit und Eingewöhnung erleichtern dürften, Meixner führt die Beziehungen zum Kreisbrandrat und ins Landratsamt an.

Für Johann Meixner selbst geht trotz seiner Rückkehr im Dezember die Zeit in der Dienststelle Hersbruck nach dann 15 Jahren zu Ende. Zum 31. Januar 2020 ist für ihn Schluss. „Dann schreiben wir die Stelle neu aus“, sagt Roman Fertinger, ein Nachfolger steht also noch nicht fest; auch Steidl wird es nicht, auch wenn er hofft, nach dem Studium wieder im mittelfränkischen Raum zu landen.

Hohe Sozialkompetenz

Dass Hersbruck sich auf eine zufriedenstellende, dauerhafte Lösung auf der Position des Polizeichefs freuen darf, steht für Fertinger fest: „Wir bilden unsere nachwachsenden Führungskräfte auf hohe Sozialkompetenz und Empathie aus. Sie wachsen mit der Verantwortung.“

N-Land Wolfgang Sembritzki
Wolfgang Sembritzki