In Hersbruck hat ein neues Förderzentrum eröffnet

Mit Autismus raus auf die neu eröffnete inklusive Streuobstwiese

Karl Schulz, Vorstand Dienste Rummelsberger Diakonie, brachte zur Eröffnung der inklusiven Streuobstwiese einen Birnbaum mit. Mit Unterstützung von Projektleiterin Alina Stampfl und Ingrid Schön, Regionalleiterin Nürnberg der Rummelsberger Behindertenhilfe, wurde das Bäumchen auch gleich eingepflanzt. | Foto: Heike Reinhold2022/10/a493389868i0014_max1024x.jpeg

HERSBRUCK – Die Rummelsberger Diakonie baut ihre Angebote für Menschen im Autismus-Spektrum kontinuierlich weiter aus. Aktuell hat der soziale Träger die Förderstätte für Menschen im Autismus-Spektrum und die inklusive Streuobstwiese in Hersbruck eröffnet.

Zur Feier kamen rund 60 Gäste, darunter auch Vertreter und Vertreterinnen vom Bezirk und der Lokalpolitik sowie Menschen im Autismus-Spektrum und ihre Eltern. Johannes Haag ist Autist und arbeitet in der neuen Förderstätte. Der junge Mann äußert sich nicht lautsprachlich. Beim Sprechen nutzt er Unterstützte Kommunikation (UK). Mit seinem iPad hat er zusammen mit Ingrid Schön, Regionalleiterin Nürnberg der Rummelsberger Behindertenhilfe, die Feier eröffnet und den Gästen eine schöne Zeit gewünscht.

Ein „Rund-um-Paket“

In seinem anschließenden Grußwort freute sich Karl Schulz, Vorstand Dienste der Rummelsberger Diakonie, dass der Fachbereich Autismus in Hersbruck nun ein Rund-Um-Paket für Menschen im Autismus-Spektrum anbieten könne. „Es ist uns kein Aufwand zu groß, junge Erwachsene und ihre Familien dabei zu unterstützen, einen Platz in der Gesellschaft einzunehmen, eigene Talente zu entfalten und in ein gelingendes Miteinander zu kommen“, so Schulz.

Bei der Planung der Förderstätte standen die besonderen Bedürfnisse der Teilnehmenden im Mittelpunkt. Die Arbeiten dauerten ein Jahr, die Baukosten liegen voraussichtlich bei knapp unter 1,6 Millionen Euro.

Sinnvolle Beschäftigung

14 Autisten können nun in der Hersbrucker Förderstätte einer sinnvollen Beschäftigung nachgehen. Die meisten von ihnen wohnen auch auf dem Gelände des Hauses Weiher in einem eigens für ihre Bedürfnisse konzipierten Wohnbereich. Zudem sind dort zwei junge Männer beschäftigt, die von den Rummelsbergern in der eigenen Wohnung ambulant begleitet werden.

Weitere Investitionen in die Betreuung und Begleitung von Menschen im Autismus-Spektrum sind für das kommende Jahr in Nürnberg geplant. In der Ingolstädter Straße sollen eine weitere Förderstätte und ein neuer Wohnbereich entstehen. Wenn alles nach Plan läuft, sind die Bauarbeiten in 2024 abgeschlossen.

Mitarbeiter gesucht

Während die Rummelsberger Diakonie für die Wohn- und Arbeitsplätze für Autisten schon viele Anfragen hat, steht der soziale Träger bei der Suche nach den rund 40 neuen Mitarbeiter*innen vor einer großen Herausforderung. „In unserem Internetauftritt www.jobsplussinn.de erklären die Mitarbeitenden des Fachbereichs Autismus die Besonderheiten der Arbeit mit Autisten und werben so um neue Kollegen und Kolleginnen“, informierte Schulz.

Autorin: Heike Reinhold

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