DGB-Maikundgebung in Röthenbach

„Lücke zwischen Arm und Reich abbauen“

Auf dem Luitpoldplatz in Röthenbach, in der „neuen Mitte“, wie das Areal südlich der Rückersdorfer Straße auch genannt wird, hatten sich die Gäste zur traditionellen Maikundgebung des DGB eingefunden. | Foto: Brinek2018/05/maikundgebung-2018-rothenbachFoto-Hans-Brinek0001.jpg

RÖTHENBACH — Unter dem Motto „Solidarität, Vielfalt, Gerechtigkeit“ rief das DGB-Ortskartell Röthenbach die Menschen zur Teilnahme an der traditionellen Kundgebung zum 1. Mai auf, wobei die Veranstaltung in Röthenbach neben der Kundgebung in Henfenfeld die Letzte ihrer Art im Landkreis Nürnberger Land ist. Der Vorsitzende des Ortskartells Röthenbach, Edi Schottenhammer, freute sich, dass viele Bürger trotz des kühlen Wetters auf den Luitpoldplatz in Röthenbach (Neue Mitte) gekommen waren.

Als Ehrengäste begrüßte Schottenhammer neben Vertretern aller Parteien und Kollegen aus dem Stadtrat auch Landrat Armin Kroder und den Ersten Bürgermeister von Röthenbach, Klaus Hacker, sowie den Festredner Anton Salzbrunn vom DGB Region Mittelfranken und Bezirksvorsitzender der GEW Bayern.

Schottenhammer forderte die Politiker auf: „Finger weg vom Arbeitszeitgesetz, investiert endlich in bessere Bildung und Infrastruktur, schließt die Lohnlücke von durchschnittlich 21 Prozent bei der Bezahlung von Frauen und Männern. Arbeitgeber, die aus dem Tarifverbund flüchten und gerechte Löhne verweigern, sollten ausgeschlossen werden, Reiche müssten mehr tragen als Arme und stärkt ein soziales und solidarisches Europa.“

Röthenbachs Bürgermeister Klaus Hacker bei seiner Rede mit Anton Salzbrunn (DGB) und Edi Schottenhammer (DGB Röthenbach). | Foto: Brinek2018/05/maikundgebung-2018-rothenbachFoto-Hans-Brinek0002.jpg

Röthenbachs Rathauschef Klaus Hacker, Gewerkschaftsmitglied und engagierter Kämpfer für soziale Gerechtigkeit, kritisierte in seinem Grußwort das Hartz-IV-Konzept: „Hartz IV sollte beerdigt werden, da von den Hartz-IV-Sätzen kein ordentliches Leben möglich ist.“ Beifall erhielt er für sein Schlusswort: „Wenn es sozialer zugeht, wird auch die AfD über kurz oder lang verschwinden.“

Kampf gegen soziale Missstände

Mairedner Anton Salzbrunn machte in seiner fast einstündigen Rede nochmals die Standpunkte seiner Gewerkschaft gegenüber der neuen Bundesregierung deutlich. Es gelte zunächst, die Lücke zwischen Arm und Reich zu schließen und die sozialen Missstände abzubauen. Insbesondere die Altersrenten müssten für die Versorgung der Rentner so bemessen sein, dass sie für ein würdevolles Leben ausreichen.

Seiner Meinung nach gebe es zu viele Lücken im Koalitionsvertrag. Punkte wie Leiharbeit, Verschieben von Geldern ins Ausland, Steuerbetrug und Abschaffen befristeter Arbeitsverträge seien darin gar nicht angesprochen.

N-Land Hans Brinek
Hans Brinek