Planungen für Feuchter Kirchweih laufen

Lieber abgespeckt als angeeckt?

Auf solche Menschenmengen beim Kirchweihfestzug auf der Hauptstraße werden die Feuchter dieses Jahr wohl wieder verzichten müssen. | Foto: Martina Rüsing2021/06/Feucht-Kaerwa-Kirchweih-2021-Umzug-scaled.jpg

FEUCHT – Am Wochenende vom 16. bis zum 18. Juli findet die traditionelle Feuchter Kirchweih statt. In welchem Rahmen bleibt aber noch offen.

Veranstaltungen und deren Planer haben es zurzeit nicht leicht. Mal hü, mal hott und immer die Inzidenzzahlen im Nacken. Dem Markt Feucht geht es dabei nicht anders. Das Bürgerfest wird dieses Jahr auf den 18. September verschoben und der Termin für die Feuchter Kirchweih steht nun fest. Sie soll vom 16. bis zum 18. Juli stattfinden. Doch am ursprünglich geplanten Konzept hat sich einiges verändert. Im April wurden die Hoffnungen für eine große Kirchweih noch hochgehalten (wir berichteten). Zumal die „Kärwa-Light“ im vergangenen Jahr sowohl von Besucherzahlen als auch vom Angebot sehr mäßig ausgefallen ist.

Wir haben uns vorgenommen, etwas Größeres als im letzten Jahr auf die Beine zu stellen“, hieß es vor drei Monaten noch von Andrea Pickel, der Leiterin des Veranstaltungsbüros. Die Rede war von einer Zweiteilung des Kärwaplatzes, um sowohl Fahrgeschäfte als auch das kulinarische Angebot anbieten zu können. Nun scheint die Zuversicht und Vorfreude unter bürokratischen Unsicherheiten zu leiden. Obwohl die Inzidenzzahlen seit einigen Wochen stetig sinken. Das sei für alle Beteiligten schwer nachvollziehbar.

Zwischen Hoffnung und Verordnung

Das Problem ist, dass laut der 13. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung, Kirchweihen grundsätzlich nicht erlaubt sind. „Aus diesem Grund nennen wir die Veranstaltung auch Ersatzkirchweih, um Schwierigkeiten zu vermeiden“, erklärt Amrei Noä, Leiterin der Öffentlichkeitsarbeit im Markt Feucht. Für zusätzliche Verwirrung sorgt, dass das Gesetz zum 4. Juli außer Kraft tritt und somit noch nicht ganz klar sei, wie es danach weitergehe. Das betrifft auch die Feuchter Kärwa, weil die Vorbereitungen für das Fest eine Woche später, am 12. Juli anfangen sollen.

Diese Planungsunsicherheit wirke sich auch auf die Verträge mit den Schaustellern aus. „Wir hoffen, ein paar wenige Fahrgeschäfte aufstellen zu dürfen“, erklärt Noä. Das hänge aber alles von den Beschlüssen des Landratsamts ab. Dort wiederum werde Tag für Tag fleißig geplant und besprochen, aber man müsse sich an die geltenden Verordnungen halten. „Deswegen müssen wir Pläne oft wieder umschmeißen“, erklärt sie. Es passiere so viel im Hintergrund, was die Bürger nicht mitkriegen. „Und das sollen sie auch nicht mitkriegen, sondern schöne Feste erleben und genießen.“ Damit sei man in Feucht nicht alleine, denn in dieser Hinsicht gehe es allen Gemeinden gleich. „Nur dass wir die Informationen herausgegeben haben, statt zu warten“, ergänzt Noä.

„Wir versuchen alles“

Inwiefern die Feuchter Kärwa realisiert wird, stehe also noch in den Sternen. Jedoch gibt es laut Amrei Noä einen Lichtblick: „Dass was kommt, steht fest, und wir versuchen vehement alles, damit es möglichst groß und schön wird.“ Auch Bürgermeister Jörg Kotzur äußert sich in einer Pressemitteilung zu den Plänen: „Wir sind zuversichtlich, drei schöne Tage zu haben, auch wenn es keine Kärwa ist, wie wir sie sonst von Feucht her kennen.“ Die Feuchter Kärwa-Enthusiasten werden sich wohl noch etwas gedulden müssen, bis auf vage Vorhersagen klare Ansagen folgen.

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