Von 25 auf 16,4 Hektar:

Leinburg muss Planung abspecken

Ein Areal hinter dem Leinburger Feuerwehrhaus zur katholischen Kirche hin, das eigentlich im künftigen Flächennutzungsplan als Wohnbebauung vorgesehen war, musste wieder gestrichen werden. Der Regierung von Mittelfranken waren die ausgewiesenen Flächen insgesamt zu groß bemessen. | Foto: STefanie Buchner-Freiberger2021/04/Leinburg-FNP-scaled.jpg

Für die Neuauflage des Flächennutzungsplans muss der Gemeinderat auf geplante Wohn- und Mischgebiete verzichten.

Nach vier Jahren Diskussion über den neuen Flächennutzungsplan ist die Gemeinde Leinburg endlich auf der Zielgeraden. Dieser soll unter anderem regeln, wo in Zukunft neue Wohnbebauung entstehen kann. In der jüngsten Gemeinderatssitzung musste der Plan allerdings um ein paar Hektar abgespeckt werden. „Wir müssen Flächen reduzieren“, sagte Bauamtsleiter Christian Lades gleich zu Beginn. 25 Hektar für neue Wohn- und Mischgebiete waren eigentlich vorgesehen, der Regierung von Mittelfranken ist das aber zu viel. Der Bedarf liege demnach nur bei etwa 16,4 Hektar. Für die Verwaltung jedenfalls, auch das machte Lades deutlich, ist ein neuer Flächennutzungsplan als Arbeitsgrundlage dringend notwendig, denn der aktuell gültige stammt von 1989.

Zu viele Baulücken

Ein weiteres Problem: Die Gemeinde Leinburg hat einen sehr hohen Anteil an Baulücken, „mehr als fast alle anderen Kommunen, die ich kenne“, sagt Guido Bauernschmitt vom Planungsbüro „Team 4“ aus Nürnberg, der die Gemeinde bei der Aufstellung des neuen Flächennutzungsplans (FNP) berät. Dies sei ein großes Manko für die Weiterentwicklung. Er schlug dem Gemeinderat deshalb vor, sich ein mögliches Bau-Areal nach dem anderen anzusehen, wenn der neue FNP einmal steht, und diese dann konsequent zu entwickeln.

Doch erst einmal musste man sich von einigen gewünschten Flächen verabschieden, zum Teil weil die Eigentümer nicht verkaufen wollen, oder auch weil die Erschließung problematisch wäre. So entfällt zum Beispiel in Diepersdorf ein Areal im Bereich Buckberg/Bergstraße. Herausgenommen wurde, nach Einwänden von Anwohnern, eine Fläche südlich des Finstergrabens (hinter der Tierarztpraxis), die für eine mögliche Erweiterung des Diepersdorfer Gewerbegebiets angedacht gewesen war. Während man in Leinburg am Blendinger-Areal Potential sieht, wurde einen Steinwurf entfernt, hinter dem Feuerwehrhaus das Gebiet „Leinburg Nord“ wieder herausgenommen, genauso wie in Weißenbrunn an der Verbindungsstraße Richtung Winn, wo keine Verkaufsbereitschaft besteht.

Einige Sonderfälle

Diskussionen gab es im Rat lediglich um einige Sonderfälle in Gersdorf und Entenberg. Damit sei man nun „auf der Zielgeraden“, bilanzierte Bürgermeister Thomas Kraußer. Nachdem der neue FNP schon zweimal öffentlich auslag, müssen jetzt nur noch die Änderungen ein weiteres Mal öffentlich gemacht werden. Sollte sich dazu kein gravierender Widerspruch mehr regen, könnte die Planung nach vier Jahren Arbeit endlich abgeschlossen werden.

Nichts Neues verpassen! - Newsletter abonnieren