Unfälle mit Zaun

Laster verfahren sich in Neuhauser Waldstraße

Zum dritten Mal innerhalb von vier Jahren muss sich Hans Krieger um die Sanierung des Eingangsbereichs zu seinem Grundstück kümmern. | Foto: K. Möller2019/08/Zaun.jpeg

NEUHAUS – Das ist schon mehr als ärgerlich: Zum dritten Mal innerhalb von vier Jahren muss sich die Familie Krieger an der Waldstraße um die Reparatur ihrer Gartentür und des Zauns kümmern. Ein 40-Tonner-Sattelzug steckte am vergangenen Mittwoch in der Kurve der engen Straße vor ihrem Grundstück fest und ramponierte wieder einmal den Eingangsbereich zum Grundstück.

Die Unfälle an dieser Stelle laufen praktisch immer nach dem selben Muster ab. Fehlgeleitet durch das Navi, landen vor allem ausländische Trucker mit ihren Lastern in der Burgstraße oberhalb des Unfallorts. Da es dort keinerlei Wendemöglichkeit gibt, fahren sie trotz des Verbotsschilds für Lkw in die enge und abschüssige Waldstraße ein.

Kein Vorbeikommen

In der Kurve vor dem Grundstück der Familie Krieger gibt es für die 40-Tonner dann kein Vorbeikommen mehr. Und „Opfer“ dieser Fahrten ist immer der Eingangsbereich zum Grundstück Waldstraße 19. Aber auch die Mauer des gegenüberliegenden Grundstücks kommt nicht immer ungeschoren davon. Das Durchfahrverbotsschild für Lkw am Beginn der Waldstraße bringe wenig, meint Hans Krieger. Wer einmal mit seinem Truck bis zu dieser Stelle der Burgstraße gefahren ist, habe im Grunde keine andere Möglichkeit, als die Waldstraße hinunterzufahren.

So auch der slowenische Fahrer am vergangenen Mittwoch. Das Schild gehöre, so Krieger weiter, an den Beginn der Burgstraße am Oberen Markt. Aber das würde wahrscheinlich auch nichts helfen, wenn die Fahrer blind auf ihr Navi vertrauten.

Trotzdem wünsche er sich für die Zukunft eine klarere und effektivere Beschilderung; bauliche Veränderungen können an der vor über 60 Jahren angelegten Straße nicht mehr vorgenommen werden.

Wer macht’s?

Inzwischen nehmen die Kriegers diese Vorfälle etwas gelassener. Aber es nervt sie doch, sich wieder einmal um die Schadensregulierung kümmern zu müssen. Denn ganz so billig werden die nötigen Reparaturen nicht. Vor zwei Jahren fielen dafür rund 6000 Euro an. Und dieses Mal rechnen sie mit noch höheren Reparaturkosten.

Aus persönlicher Erfahrung wissen sie auch, wie schwer es in der heutigen Zeit ist, für solche Reparaturarbeiten eine Baufirma zu gewinnen. Und nur notdürftig geflickt solle der Eingangsbereich des Grundstücks auch nicht werden, sagt Christa Krieger, denn der sei ja so etwas wie eine Visitenkarte für Haus und Grundstück.

N-Land Klaus Möller
Klaus Möller