Zweiter Bauabschnitt ist für April 2022 geplant

„Jetzt darf nichts mehr kommen“

Wenn alles nach Plan läuft, wird die Schwarzenbrucker Hauptstraße ab Mitte Dezember wieder befahrbar sein. | Foto: Johannes Gurguta2021/11/Schwarzenbruck-Baustelle-Hauptstrasse-scaled.jpg

SCHWARZENBRUCK – Die Baustelle auf der Schwarzenbrucker Hauptstraße geht in die finale Phase. Seit Baubeginn im April mussten Planer, Arbeiter und Anwohner mit Komplikationen kämpfen – damit soll nun endgültig Schluss sein.

Seit dem Baubeginn am 12. April dieses Jahres ist die Hauptstraße in Schwarzenbruck schon gesperrt. Das ist für alle Beteiligten, seien es Rathausmitarbeiter, Bauarbeiter, Autofahrer oder Anwohner mit Stress verbunden. Doch jetzt kann man Licht am Ende des Tunnels erkennen. Der geplante Abschluss der Arbeiten ist in vier Wochen, am Mittwoch, 15. Dezember, – zumindest wenn nichts dazwischen kommt. Das war nämlich in den vergangenen Wochen und Monaten immer wieder der Fall.

Es war sehr viel zu machen“, erklärt Michaela Kirnberger, Pressesprecherin der Gemeinde Schwarzenbruck. Wegen des hohen Alters der Straße war die Ausgangslage vor Baubeginn unbekannt. Der Boden musste viereinhalb Meter ausgehoben werden, um neue Strom- und Kommunikationsleitungen und Wasser- und Abwasserrohre zu verlegen.Nur die Gasleitungen konnten bleiben“, erzählt sie.

Vorhaben mit Hindernissen

Vor allem die Strom- und Telefonkabel stellten sich als eine Herausforderung heraus. „Die Kabel waren kreuz und quer verlegt, so würde man das heute nicht mehr machen.“ Das Überprüfen, ob alle Kabel noch aktiv sind, habe mehr Zeit in Anspruch genommen als erwartet. Das Verlegen der neuen Leitungen hatte wiederum zur Folge, dass das Straßenniveau und die Gehwege angehoben werden mussten. „Deswegen mussten die Einfahrten neu gemacht werden, um eine zu große Neigung zu vermeiden“, erklärt Kirnberger. Hinzu kam ein Corona-Ausbruch bei der Wasserleitungsgruppe eines Bauunternehmens, die den Bau zusätzlich verzögerte.

Jetzt haben wir einen sehr straffen Zeitplan“, erklärt Kirnberger. Zur Zeit befinden sich die Sanierungsarbeiten im Endspurt und es fallen die finalen Beton- und Teerarbeiten an. Der planmäßige Abschluss in vier Wochen sei aber witterungsabhängig. „Bei anhaltendem starken Frost könnte sich wieder etwas verschieben“, sagt sie. Ebenso sehe es bei tagelangem starken Regen aus. Schlechtes Wetter und extreme Temperaturen erschweren die Arbeiten, weil der Boden nicht verdichtet werden kann. Außerdem schließen Betonwerke bei länger anhaltenden Minustemperaturen und können den notwendigen Teer nicht mehr liefern.

Bürger in Lebensgefahr

Zu all diesen Komplikationen kommt noch ein weiteres Problem dazu: Fußgänger. Obwohl um die Baustelle Warnschilder und „Betreten verboten“-Hinweise aufgestellt wurden, seien immer wieder Personen durchgelaufen. „Wir haben auch auf unserer Internetseite, auf Facebook und im Mitteilungsblatt auf die Umleitung hingewiesen“, sagt Kirnberger. Das habe aber alles nichts geholfen. Ein Mann sei sogar mit seinem elektrischen Rollstuhl im aufgeschütteten Sand stecken geblieben und musste auf Hilfe warten.

Während der Bauphase gab es fünf Meter tiefe Löcher, das ist lebensgefährlich“, betont sie. Neben der erheblichen Unfallgefahr beeinflussen Fußgänger auch den Bauprozess, „weil jeder Schwenk des Baggers eine Gefahr darstellen könnte“. Zusätzlich wurden Schilder umgedreht und beschädigt und das Ordnungsamt muss ständig nach dem Rechten sehen. Das alles führt zu weiteren Verzögerungen.

Dass die Hauptstraße nicht komplett abgesperrt wurde, um Störungen zu vermeiden, hat mehrere Gründe. Einerseits muss alles mit der Feuerwehr abgesprochen werden. „Sie sind mitten in der Baustelle und müssen weiterhin ungehindert zu ihren Einsätzen kommen“, sagt Kirnberger. Andererseits muss die Zufahrt zum Dr. Wilhelm von Petz Haus offen bleiben.

Zweiter Bauabschnitt ist für April 2022 geplant

Jetzt darf nichts mehr kommen“, sagt die Verwaltungsmitarbeiterin. Alle zeitlichen Puffer für Unvorhergesehenes seien ausgereizt. „Bei schlechtem Wetter oder weiteren Störungen ist das Worst-Case-Szenario, dass die Straße im Winter gesperrt bleibt“, erklärt sie. Das sei fatal, weil im April kommenden Jahres der zweite Bauabschnitt geplant ist. Da soll einiges anders laufen. Vor allem die oft kritisierte Umleitungsstrecke wird dann über die Flurstraße laufen.Dann ist es nicht mehr so umständlich und schmal und der Verkehr kann etwas entzerrt werden“, erzählt sie.
Vor allem für die Anwohner wäre die baldige Öffnung der Hauptstraße zwischen den beiden Bauabschnitten wichtig. Kirnberger dankt für ihre Geduld und ihr Verständnis: „Wir wollen alle, dass die Anwohner mal durchschnaufen können.

Nichts Neues verpassen! - Newsletter abonnieren