Verkehrssicherheit

Grundschüler verteilen rote Karten

Die angehenden Polizisten kannten bei der Vergabe der roten Karte kein Pardon. Die 30er-Zone vor der Grundschule wurde streng kontrolliert. | Foto: A. Kopp2019/09/DSC_1385.jpeg

POMMELSBRUNN (ak) – Ausgerüstet mit Warnwesten, Polizeikellen und Funkgerät standen die Kinder der vierten Klasse der Grundschule Pommelsbrunn bereit, um gemeinsam mit der Polizei Hersbruck auf die von sogenannten „Elterntaxis“ ausgehende Gefahr aufmerksam zu machen.

Auslöser der Aktion war unter anderem der Vorfall am vergangenen Montag an der Grundschule Hersbruck. Eine Mutter hatte ihre Tochter bis vor den Eingang der Schule fahren wollen. Der Pausenhof ist jedoch für Fahrzeuge verboten. Als man sie darauf aufmerksam machte, fuhr sie rückwärts vom Pausenhof und fuhr dabei den Hausmeister an. Der wurde im Hüftbereich verletzt und musste ins Krankenhaus gebracht werden.

Um Situationen wie diese an der Grundschule Pommelsbrunn, aber auch anderswo zu verhindern, wollten Viertklässler und Polizei das Bewusstsein der Eltern für die Verkehrssicherheit schärfen und verteilten rote und grüne Karten mit Smilies. Darauf war zu lesen: „Vielen Dank für Ihren Beitrag zur Verkehrssicherheit“ (grün) und „Sicherheit geht vor! Auch Ihr Beitrag zählt!“ (rot).

Die Schüler kontrollierten dabei nicht nur die Parksituation vor der Schule und am Wendeplatz, sondern auch die Geschwindigkeit: So stand ein Polizeiauto in der Lichtenstein-Straße und maß das Tempo der Autos.
Polizei und Kinder funkten sich dann zu, welches Auto zu schnell fuhr und demnach eine rote Karte erhalten sollte. Auch vor einem vorbeifahrenden Bagger machten die Schüler nicht Halt und zogen ihn aus dem Verkehr – um dem Fahrer dann eine grüne Karte zu geben.

Um kurz vor acht Uhr wurde die Aktion beendet – denn die Nachwuchspolizisten mussten zum Unterricht. Auch wenn sie die Warnwesten nicht behalten durften, so konnten sie für zu Hause jeweils eine grüne und eine rote Karte mitnehmen.

Das Fazit der gemeinsamen Aktion war positiv: Es mussten nur wenige rote Karten verteilt werden. Grüne Karten hingegen waren am Schluss kaum mehr übrig.

N-Land Hersbrucker Zeitung
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