Verzögerung durch Betriebsausfall

Gottfried verspätet sich

Der Bauzaun rund um das Seniorenzentrum Gottfried Seiler bleibt fünf Wochen länger stehen als geplant. | Foto: Magdalena Gray2020/08/Feucht-Gottfried-Baustelle-scaled.jpg

FEUCHT – Wegen eines Betriebsausfalls eines Lieferanten öffnet Feuchts neues Seniorenzentrum fünf Wochen später als geplant.

Das Seniorenzentrum Gottfried Seiler der Rummelsberger Diakonie in der Zeidlersiedlung öffnet erst am 4. Januar 2021. „Die Verzögerung um fünf Wochen entsteht, weil ein Lieferant aufgrund eines kurzfristigen Betriebsausfalls durch die Corona-Pandemie die zugesagte Lieferung der 430 Innentüren nicht fristgemäß, sondern mit einer fünfwöchigen Verzögerung leisten kann“, berichtet Werner Schmidt, Leiter des Altenhilfeverbunds Rummelsberg der Rummelsberger Diakonie. Versuche, den Bauplan umzustrukturieren, hätten nicht funktioniert, erklärt Schmidt. Er bedauere diese Verzögerung sehr, müsse sich aber den Umständen beugen.

In der Zeidlersiedlung in Feucht entsteht mit dem „Gottfried“ ein neues Seniorenwohnen. Die Einrichtung ist in H-Form gebaut und hat zwei Stockwerke, die über Aufzüge bequem erreichbar sind. Im zweiten Stock befinden sich 20 Einzimmerwohnungen und zehn Wohnungen für Paare, die gemietet werden können. Für 80 pflegebedürftige Menschen wird es im ersten und zweiten Stock ein stationäres Wohnen geben. Ab Februar können außerdem 20 Senioren die Tagespflege im Erdgeschoss besuchen.

In der Tagespflege wird gemeinsam gespielt und gekocht, außerdem werden Ausflüge unternommen. „Das Angebot richtet sich an Senioren, die im Gottfried leben, aber auch an ältere Menschen aus Feucht und Umgebung“, informiert Einrichtungsleiterin Kathrin Eibisch. Die Senioren-Tagespflege wird Montag bis Freitag geöffnet sein. Im Haus wird es Räumlichkeiten für externe Dienstleister wie Fußpflege und Frisör geben. Die Rummelsberger Diakonie strebt eine enge Vernetzung in der Marktgemeinde an: „Im betreuten Wohnen kooperieren wir mit der Diakonie Feucht und mit verschiedenen Institutionen, Vereinen und Kirchengemeinden verhandeln wir über weitere Kooperationen“, sagt Eibisch.

Hohe Nachfrage

Die Wohnungen und Pflegeplätze werden gut nachgefragt, obwohl das Gottfried im Frebruar Schlagzeilen wegen der von der Gemeinde unerwartet hohen Eigenbeteiligung gemacht hatte. „Wir haben bereits 14 feste Zusagen für die Wohnungen und an die 20 ernsthaften Anmeldungen für den Pflegebereich“, sagt Verbundleiter Schmidt. Und da die Bauarbeiten am „Gottfried“, abgesehen von der verzögerten Lieferung der Türen, nach Plan laufen, kann die Rummelsberger Diakonie den Interessenten beim Bezug entgegenkommen.

Die künftigen Mieter können ihre Küchen bereits ab Mitte Dezember einbauen und sich auch schon erste Möbel liefern lassen“, sagt Einrichtungsleiterin Eibisch. Genügend Personal steht für Anfang Januar bereits bereit. „Im Laufe des Jahres, wenn das Seniorenzentrum hoffentlich voll belegt ist, brauchen wir neben Pflegekräften auch Mitarbeiter für Reinigung, Technik und Küche“, kündigt Kathrin Eibisch neue Jobs im Gottfried an.

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