Info-Abend am 25. September

Gotteshaus in Kirchensittenbach muss saniert werden

Verwitterungen und abgeblätterter Putz prägen die Fassade der Bartholomäuskirche. Auch große Risse sind erkennbar. | Foto: Wolfrum Ingenieure2019/09/Fassade.jpeg

KIRCHENSITTENBACH – Das idyllische Kirchenbild in Kirchensittenbach ist schon länger getrübt. Der Putz ist an vielen Stellen abgebröckelt, Feuchtigkeit breitet sich an den Wänden aus, hier und da sind Risse zu sehen. Eine Schadensanalyse brachte ans Licht, dass noch sehr viel mehr im Argen liegt. Das Gotteshaus muss dringend saniert werden. Doch das kostet.

Laut Pfarrer Ekkehard Aupperle ist vor allem das von Grund auf instabile Tonnengewölbe Schuld an der großen Baufälligkeit. „Das wurde bei der letzten Sanierung 1981 nicht beachtet“, erklärt er. Zwar wurde bereits 2013 ein weiteres Gutachten erstellt, die Sanierung dann aber erst mal verschoben.

Wohl mit ein Grund, weshalb die aktuelle Untersuchung durch ein Ingenieurbüro noch mehr Schaden ans Licht brachte: Fäulnisschäden im Dach und im Langhaus, Verformungen in den Balken, geschädigtes Tragwerk – nur einige von vielen großen und kleinen Mäkeln in und an der Kirche. Auch eine neue Glocke soll her – als Entlastung für die jetzige, die eine der vier ältesten Glocken in Bayern ist. Berechnete Gesamtkosten für die Sanierung: 950 000 Euro.

Eine Stange Geld, zu der zwar ein Zuschuss der Landeskirche hinzukommt und auch Gelder anderer Träger mit einfließen, wie Gemeinde, Kreis und Bezirk, dem Landesamt für Denkmalpflege sowie ein externes Darlehen.
 Trotzdem muss die Kirche einen hohen Anteil selbst berappen: Obwohl die Rücklagen komplett aufgebraucht werden, muss die Kirchengemeinde über 100 000 Euro zusätzlich einbringen. Das soll hauptsächlich durch Spenden gelingen.

Pfarrer Aupperle hat dazu eine Fundraising-Gruppe ins Leben gerufen. Ziel ist es, das Geld nicht nur durch das Aufstellen einer Spendenbox zusammen zu bekommen, sondern verschiedene Aktionen anzubieten, durch die finanzielle Mittel gesammelt werden können. Im August gab es dazu schon ein Konzert auf der Pfarrwiese, das bei freiem Eintritt von einer Privatperson gesponsort wurde. Die dort gegebenen Spenden fließen mit in die Kirchensanierung.

Brunch und Basar

Geplant ist außerdem ein „Brunch & Pray“, also ein großes Frühstück im „Alten Schloss“ in Kleedorf, bei dem Pfarrer Aupperle zwischendurch christliche Impulse gibt. Auch ein Adventsbasar im Kirchhof soll stattfinden. Die Gruppe hat zudem Infoflyer erstellt und will eine eigene Facebook-Seite aufbauen. Und in der Kirche steht eine Mini-Kopie des Gotteshauses, in das Spenden auch so eingeworfen werden können. Einwohner aus dem Ort haben diese gemeinsam gebaut und originalgetreu angemalt.

Die Kirchensanierung selbst soll im Frühjahr 2020 losgehen und zirka eineinhalb Jahre dauern.

Für die Bevölkerung findet am 
25. September um 19 Uhr ein Infoabend im Gemeindehaus in Kirchensittenbach statt. Dort erklärt der Architekt, was wo saniert werden muss.

N-Land Marina Gundel
Marina Gundel