Sport, Ernährung, Inklusion

Gewo-Challenge der Lebenshilfe macht Station in Hersbruck

Abgehoben: Carmen Luber (vorne) versteht es ausgezeichnet, Freude am Jumping zu vermitteln. | Foto: L. Märtl2019/05/gewo_Challenge_hersbruck_4.jpeg

HERSBRUCK – Die Gewo-Challenge der Lebenshilfe nimmt Fahrt auf. Bereits nach der ersten Woche sind auf dem Weg zum gesteckten Ziel von 50 000 Kilometern mehr als 15 000 Kilometer verzeichnet. Am Samstag machte die Challenge Station in Hersbruck, nächstes Wochenende ist Altdorf dran.

„Giri“ Anargios Tsopouridis kommt ins Schwärmen, wenn er davon berichtet, wie die inklusive „Ich mach mit“-Idee um sich greift. Sie soll Menschen mit und ohne Behinderung motivieren, sich gemeinsam zu bewegen und Sport zu machen. Die Teilnehmenden kommen auch aus Italien, Griechenland, Frankreich, Spanien, der Türkei, Russland, Australien und Neuseeland.

Überall auf der Welt

Einige sind über das Internet aufmerksam geworden, andere durch das noch immer weit verzweigte Netzwerk des Initiators aus den Zeiten, als er noch als Trainingskoordinator für olympische Sportarten tätig war. Und diese Einzelpersonen sollen nun Multiplikatoren für die Idee von Gesundheit, Wohlbefinden, Sport und inklusiver Teilhabe an präventiven, barrierefreien Angeboten sein.

Stolz darauf, dass die Idee aus kleinen Anfängen in Hersbruck heraus den Siegeszug um die Welt angetreten hat, zeigte sich Bürgermeister Robert Ilg, der ankündigte, nächstes Jahr die Gewo-Challenge mit der Sportlerehrung der Stadt zu verbinden. Erneut beeindruckt war auch Landrat Armin Kroder, dass trotz des durchwachsenen Wetters die Vielfalt des gebotenen Programms viele Interessierte anlockte. Jürgen Six, 2. Vorsitzender der Lebenshilfe, verzichtete auf viele Worte und schwang sich lieber auf das Cycling-Rad, um einen effektiven Beitrag zu leisten.

Mädels geben Gas

Dazu animierte Carmen Luber in charmanter Weise auch manch anderen Besucher. Beim Jumping hingegen blieb es bei den Mädels aus ihrer Gruppe – kein Wunder bei dem vorgelegten Tempo. In ihrem Studio gibt es aber auch Angebote, die speziell auf Menschen mit Handicap zugeschnitten sind und die von ihr eigens dafür konzipiert wurden.

Smoveys – grüne Ringe mit vier Stahlkugeln im Inneren – sind die Leidenschaft von Ina Hofmann, die es sich zum Ziel gesetzt hat, Menschen jeden Alters mit und ohne Handicap zu begeistern. Das sportliche Angebot wurde abgerundet durch Street-Basketball.

Zur Challenge-Idee gehören aber auch Gesundheit und körperliches Wohlbefinden, wozu auch eine ausgewogene Ernährung zählt. Und weil viele Salat und Gemüse selber anbauen und derzeit mehr Jungpflanzen haben, als sie brauchen, nutzte man die Gelegenheit zu einer Tauschbörse, für die Hendrik Meyer Bund Naturschutz, den Obst- und Gartenbauverein Hersbruck sowie die Erntegemeinschaft Vorderhaslach gewann. Thomas Rieck („Onkel Toms Honighütte“) hatte Infos über Bienen parat und der Wirt der „Mahlzeit“ hatte passend zum Anlass einen speziellen „Gewo-Challenge-Burger“ mit ausschließlich regionalen Produkten kreiert.

Mit dem Radl da

Die Werbetrommel rührte das Soziale Radhaus der Diakonie, das in der Poststraße sein Domizil hat und alte Fahrräder wieder auf Vordermann bringt, wofür man Menschen mit und ohne Migrationshintergrund gewinnen will, die dort ehrenamtlich aktiv werden.

Musikalisch aktiv auf und vor der Bühne zeigte sich die inklusive Lebenshilfe-Band „Die Schmetterlinge“, die auch am nächsten Samstag mit von der Partie ist, wenn die Gewo-Challenge von 10 bis 13 Uhr am Kulturrathaus in Altdorf Station macht.

N-Land Lorenz Märtl
Lorenz Märtl