Proben für Ernstfall

Gemeinschaftsübung der Hersbrucker Feuerwehren

Schauplatz der Gemeinschaftsübung war die ehemalige Hersbrucker Polizei. | Foto: S. Buchholz2019/08/21ffac5fdf6a889ab895262266c2a527.jpeg

ALTENSITTENBACH – 85 Feuerwehrler, zehn Fahrzeuge und neun „Opfer“: Mit dem Stichwort „Rauchentwicklung in einem Industriegebäude – mehrere Personen vermisst!“ wurden die Feuerwehren Altensittenbach, Hersbruck, Großviehberg und Ellenbach zur jährlichen Gemeinschaftsübung alarmiert.

Im Rotationsprinzip ist jedes Jahr eine andere Feuerwehr für das Übungsszenario verantwortlich. Das Organisationsteam der Feuerwehr Altensittenbach um Kommandant Andreas Weber entschied sich für einen Brandeinsatz in einem Industriegebäude.

Für die am „Einsatzort“ eintreffenden Retter ergab sich vor Ort folgende Situation: Aus dem Büro- und Werkstattkomplex mit integriertem Jugendtreff im ersten Obergeschoss drang dichter Rauch. Nach Erkundung und Zeugenbefragung konnte die ersteintreffende Wehr aus Altensittenbach sich einen groben Überblick über die Situation verschaffen.

Die Einsatzstelle wurde in drei Abschnitte eingeteilt und den nachrückenden Wehren jeweils zugeteilt: Die Retter aus Altensittenbach suchten eine vermisste Person im „Büro“ und holten weitere Personen mittels Steckleiter aus dem Haus. Nach der Personenrettung wurde der vordere Gebäudeteil schließlich belüftet.

Der wenige Minuten später anrückenden Feuerwehr Hersbruck wurde der Einsatzabschnitt zwei mit Brandbekämpfung und Personensuche im Werkstattabschnitt zugeteilt. Hier mussten drei Personen aus der verqualmten Werkstatthalle durch Atemschutztrupps gerettet werden.

Zeitgleich übernahm die Drehleiter die Bergung von mehreren Jugendlichen, die sich im Jugendtreff am Fenster bemerkbar gemacht hatten. Im Anschluss erfolgte die Brandbekämpfung eines bei Schweißarbeiten in Brand geratenen Baggers.

Schlauch an Schlauch

Die Wehren aus Großviehberg und Ellenbach übernahmen gemeinsam die Wasserversorgung; diese musste aus der nahe gelegenen Pegnitz über eine 500 Meter lange Schlauchstrecke aufgebaut werden. Danach wurde ein Löschangriff zur Brandbekämpfung von außen aufgebaut.

Bei der Nachbesprechung hatten sowohl der Einsatzleiter als auch die drei Abschnittsleiter am Ablauf wenig zu kritisieren und bestätigten eine erfolgreiche Gemeinschaftsübung.

Bürgermeister Robert Ilg, der die gesamte Übung beobachtete, hatte nicht nur lobende Worte, sondern auch eine Abkühlung in Form von Speiseeis für die Feuerwehrleute dabei.

N-Land Hersbrucker Zeitung
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