Ahorn, Birke, Buche und mehr

Ernte 21

Auf der Streuobstwiese am Gauchsbach wachsen alte Obstbaumsorten wie Apfelquitte, Doppelte Phillipsbirne oder Büttners Rote Knorpelkirsche. Sie sollen nun auch in bis zu 100 Feuchter Gärten wieder heimisch werden. | Foto: Christian Geist2021/07/Feucht-Streuobstwiese-Gauchsbach.jpg

FEUCHT – Der Markt Feucht spendiert seinen Bürgern ab sofort jährlich 100 Laub- und Obstbäume. Bewerben kann man sich bis zum Ende des Monats.

Eine Baumschutzverordnung hat der Marktgemeinderat erst im November vergangenen Jahres abgelehnt. Nun schafft er mit einem Förderprogramm einen Anreiz für das Pflanzen junger Laub- und Obstbäume.Heimische Bäume für Feucht“ heißt das Projekt und so funktioniert es: Bis Ende des Monats können sich Interessenten beim Bauamt melden. Dieses bestellt die Bäume und der Bauhof gibt sie anschließend an die Bürger weiter. Einzige Bedingung: Wer ein Bäumchen erhält, verpflichtet sich, dieses 15 Jahre lang zu erhalten und zu pflegen. Und zwar ohne wenn und aber. Geht der Setzling ein, muss man selbst in die Tasche greifen und für Ersatz sorgen.

Für kurze Diskussion sorgte in der Sitzung am Mittwochabend noch der Name des Programms. Manfred Dauphin (FDP) störte sich an dem Wörtchen „heimisch“. Schließlich hätten auch Esskastanie und Pfirsichbäumchen angesichts des Klimawandels gute Überlebenschancen in der Marktgemeinde. Hermann Weichselbaum (Grüne) hielt dem entgegen, dass die heimische Insektenwelt auf heimische Bäume spezialisiert sei. „Deshalb sind alte, angestammte Sorten für die Fauna wertvoller.

Die alten Sorten der Streuobstwiese

Schließlich entschied sich der Gemeinderat bei den Obstbäumen für die Sorten, die bereits auf der Streuobstwiese an der Talstraße stehen. Die Laubbäume sollen autochthon sein, das heißt, sie müssen aus Samen wildgewachsener Bäume aufgezogen worden sein. Welche Sorten den Feuchter Bürgern zur Auswahl stehen, legt die Bauverwaltung noch fest.
Aktuell liebäugelt man unter anderem mit Ahorn, Birke und Buche. Wie viele Laub- und wie viele Obstbäume die Gemeinde schlussendlich bestellen wird, richtet sich ganz nach dem Wunsch der Bevölkerung. Festgelegt ist nur die Gesamtzahl von 100 Bäumen pro Jahr.

Info:
Bewerben kann man sich für die Bäume ab sofort formlos per E-Mail an [email protected] Telefonisch ist die Sachbearbeiterin zu erreichen unter 09128/9167-448.

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