Zeremonie in Rummelsberg

Einer, der für sie brennt

Rektor Reiner Schübel empfängt als Zeichen seiner Amtswürde das Rektorenkreuz von Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm. | Foto: Magdalena Gray2020/09/Rummelsberg-Einfuehrung-Reiner-Schuebel-2-scaled.jpg

RUMMELSBERG – Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm führt Pfarrer Reiner Schübel ins Amt der Rektors der Rummelsberger Diakonie ein.

Neun Monate ist er schon da und nun auch ganz offiziell: Mit einem Festgottesdienst unter freiem Himmel ist Pfarrer Reiner Schübel am Sonntagnachmittag als Rektor der Rummelsberger Diakonie eingeführt worden. Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, der die Einführung vornahm, fand klare Worte für seine Anerkennung für den Brückenbauer Schübel: „Herzlichen Glückwunsch zu diesem Rektor, der für die Diakonie brennt“, gratulierte er den Rummelsbergern.

Neben Landrat Armin Kroder und Nürnbergs Oberbürgermeister Markus König richtete auch Bayerns Innenminister Joachim Hermann ein Grußwort an den neuen Amtsträger und die Gäste.

Ein Kenner der Diakonie

Er lobte den „reichen Erfahrungsschatz“ Schübels, der ein „ausgewiesener Kenner der Diakonie“ und damit prädestiniert für die herausfordernde Doppelfunktion an der Spitze sei. „Reiner Schübel wird sich mit viel Herzblut und großer innerer Überzeugung für den Dienst am Menschen einbringen“, war Herrmann überzeugt.

Schübel selbst betonte in seiner Predigt, er wolle, in Anküpfung an seine Vorgänger, Impulsgeber sein für die existentiellen Fragen des Lebens. Er ging sowohl auf die Corona-Pandemie, in der man sich nicht von seinen Ängsten unterkriegen lassen dürfe, als auch auf die europäische Flüchtlingspolitik ein. Trotz Corona müsse man den Blick offen halten für die existenzielle Not anderer, sagte er.

Europa sei ethisch gestrandet, kritisierte der Theologe. Ein Europa aber, dass sich seiner christlich-jüdischen Wurzeln erinnere, fände darin innere Orientierung und Kraft. „Wir Rummelsberger sind orientiert“, rief Schübel leidenschaftlich. „Wir sind bereit zu helfen.“
Trotz aller Herausforderungen blicke er dankbar und fröhlich in die Zukunft. „Weil Gott uns immer neu auch überraschen wird. Was für eine Perspektive – inmitten von Corona!“

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