Rund 200 Feuerwehreinsätze

„Eberhard“ wütete im Landkreis

In der Fischbachstraße in Röthenbach stürzte ein Baum auf einen Holzschuppen. Die Feuerwehren im Landkreis mussten zu diesen und zu etlichen weiteren Einsätzen ausrücken. | Foto: Feuerwehr Röthenbach2019/03/Feuerwehr-Rothenbach-Fischbachstrasse-Sturm-Eberhard.jpg

NÜRNBERGER LAND — Umgestürzte Bäume auf Straßen und Gebäude waren am Sonntag ein gewohntes Bild für die Feuerwehr: Zu rund 200 Einsätzen mussten die Ehrenamtlichen im Landkreis von etwa 14 Uhr bis Mitternacht ausrücken. Ein Schwerpunkt war das Untere Pegnitztal. Verletzt wurde nach Feuerwehrangaben niemand.

„Die Feuerwehren waren ganz schön auf Trab“, fasst Kreisbrandrat Norbert Thiel zusammen. Er schätzt, dass rund 50, also ein Viertel der gesamten Einsätze, im PZ-Verbreitungsgebiet anfielen. Schwerpunkte waren Röthenbach, Rückersdorf, das Schwaiger Gemeindegebiet und Günthersbühl.

Im südlichen Landkreis tobte „Eberhard“ vor allem in Feucht, Altdorf und Burgthann. Besonders lang waren die Feuerwehren in Feucht im Einsatz, als ein großer Baum auf einen Pferdestall fiel.

S-Bahn-Strecke gesperrt

Im nordöstlichen Raum war die Region zwischen Neuhaus und Kucha betroffen. Wegen eines Baumes auf dem S-Bahn-Gleis war am Abend stundenlang die Strecke zwischen Hartmannshof und Hersbruck gesperrt.

Die Feuerwehr Röthenbach musste unter anderem wegen eines teilweise abgedeckten Dachs ausrücken, so Kommandant Martin Knorr. Zudem stürzte in der Fischbachstraße ein Baum auf einen Schuppen. Zwischen der Stadt und dem Ortsteil Renzenhof stürzte ein Baum auf die Straße. Eine Autofahrerin fuhr darüber, dabei wurde der Unterboden des Autos beschädigt, Öl lief aus.

Baum lehnte an Mehrfamilienhaus

In Schwaig drückte der Sturm unter anderem einen Baum gegen ein Mehrfamilienhaus in der Siedlerstraße. Vom Rettungskorb der Drehleiter aus wurde der Baum Stück für Stück von der Krone bis Bodenhöhe abgetragen.

Die Polizei Lauf zählt 14 Einsätze, unter anderem einen Bauzaun, der in Lauf ein Auto beschädigt hat, sowie einen Baum, der in Behringersdorf auf ein Auto stürzte. In Schnaittach wurde der Metallzaun des Freibades zu Boden gedrückt.

Um Mitternacht war Schluss

Um Mitternacht, so Thiel, sei der Spuk vorbei gewesen. Urplötzlich, als hätte man einen Schalter umgelegt, wie der oberste Feuerwehrmann im Landkreis sagt. Er geht davon aus, dass bis zu 400 Feuerwehrleute am Sonntag im Einsatz waren. Bis die Feuerwehr eine abschließende Bilanz aller Einsätze ziehen kann, könne es noch Tage dauern, so Thiel.

N-Land Andreas Kirchmayer
Andreas Kirchmayer