Schnelle und pointierte Formulierungen

Die 60-Sekunden-Redner

Das Foto entstand kurz vor Ausbruch der Corona-Pandemie anlässlich einer großen Redner-Veranstaltung in Wiesbaden, initiiert von Hermann Scherer. Damals ging es ebenfalls um einen Weltrekord. | Foto: privat2021/07/Lindelburg-Hack-Slam-scaled.jpg

LINDELBURG/NÜRNBERG – Zusammen mit 310 Männern und Frauen holen Wolfgang Schmid und Jürgen Wollborn im Hack Slam den Weltrekord.

Geht das? In 60 Sekunden einem Publikum zu erklären, wie man mit Innovation durch eine wirtschaftliche Krise kommt? Oder wie man mit Atemtechnik meditiert? Dazu muss man Schnellredner sein und perfekt formulieren können. 60 Sekunden – das ist der Zeitrahmen beim internationalen Zoom-Hack-Slam. So nennt sich eine Online-Veranstaltung, bei der die Teilnehmer mit Tipps und Tricks wetteifern. Kurz, präzise und blitzschnell müssen die Beiträge sein. Wolfgang Schmid aus Lindelburg holte mit seinem Hack zusammen mit den weiteren Rednern den Weltrekord.

Der Lindelburger Innovations-Experte Wolfgang Schmid überzeugte beim internationalen Hack Slam. Foto: privat2021/07/Lindelburg-Wolfgang_Schmid.jpg

Große Bandbreite an Themen

312 Männer und Frauen aus 17 Nationen, u.a. aus Deutschland, der Schweiz, Bulgarien, Finnland, Italien, Kroatien, Liechtenstein, Kolumbien, Marokko, Tschechien, England, Polen und Russland, nahmen die Herausforderung digital an, um diesen Weltrekord aufzustellen. Jeder Teilnehmer hatte eine Minute, seinen besten Hack mit den anderen zu teilen. Es entstand eine große Bandbreite an Tipps in den Bereichen Marketing, Lifestyle, Bildung, Recht, Mode, Internet, Kunst, Logistik, E-Commerce, Familie und vielem mehr.

Der Lindelburger Wolfgang Schmid sprach 60 Sekunden lang als Innovationsexperte darüber, wie innovative Unternehmen arbeiten. „Wer offen für Neues ist und ungewöhnliche Ideen zulässt, hat die größte Chance, gewinnbringende Innovationen zu entwickeln und damit wirtschaftlichen Krisen Paroli bieten zu können“, sagt Schmid im Gespräch mit dem Boten. Die 312 Teilnehmer am internationalen Zoom-Hack-Slam wurden in Zehnergruppen eingeteilt und in virtuellen Seminarräumen zusammengefasst, so dass die Beiträge nach jeweils zehn Minuten „im Kasten“ waren.

Fünf Stunden? Zehn Minuten!

So schnell waren Wettbewerbs-Reden noch nie. Als vor der Corona-Pandemie der Speaker-Slam-Weltrekord mit Wolfgang Schmid aufgestellt wurde, nahm die analoge Veranstaltung noch über fünf Stunden in Anspruch (wir berichteten). Digital hat man Ähnliches jetzt in zehn Minuten erledigt. „Man kann also feststellen, dass das allgegenwärtige Innovationsthema Digitalisierung auch beim Aufstellen von Weltrekorden zu positiven Ergebnissen, zum Beispiel einer deutlichen Zeiteinsparung, führen kann“, stellt Schmid fest. Für ihn auch ein Beweis dafür, wie wichtig die Themen Innovation und Digitalisierung für den weiteren wirtschaftlichen Erfolg der Region sind.

Landschaftsarchitekt und Meditationslehrer Jürgen Wollborn, der über Meditationstechniken sprach. Foto: privat2021/07/juergen_wollborn_210319-1030x687-1.jpg

Beim Hack Slam dabei war auch der Landschaftsarchitekt Jürgen Wollborn aus Nürnberg, der für die Altdorfer die am vergangenen Freitag eröffnete Rosenau geplant hat. Wollborn ist Landschaftsplaner und ausgebildeter Meditationslehrer. In seiner Rede hat er die kürzeste Meditationsform vorgestellt, die es derzeit gibt. „Es handelt sich um eine Atemtechnik verbunden mit Zählen, die jeden sofort in den gegenwärtigen Moment bringt, heraus aus der quälenden Gedanken- und Gefühlswelt, hinein in die Freude und Intuition“, erklärt Wollborn. Diese Methode passe perfekt als Antwort in die schnelllebige Zeit von heute.
Veranstalter des ersten internationalen und digitalen Hack Slams ist der Autor und Top-Redner Hermann Scherer.

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