Geschichte der Bertlein-Kita

Der erste städtische Kindergarten in Lauf ist 50 Jahre alt

Bei der mitreißenden Jubiläumsshow hielt es keinen im Publikum auf den Stühlen. | Foto: Herbst2022/08/a478568403i0021_max1024x.jpeg

LAUF —  Die Bertlein-Kita feiert 50. Geburtstag. Mit einem großen Fest wurde in Lauf das Bestehen der Einrichtung mit ihren heute über 100 Kindern aus 20 Ländern gefeiert.

Hej, hello, bonjour, ciao, merhaba, jambo und hola! Die mehrsprachigen Begrüßungsplakate und die Länderflaggen, mit denen der Eingang und die Aula der Bertleinschule geschmückt waren, ließen schon erahnen, dass es ein fröhliches, multikulturelles Fest werden würde. Und natürlich wurden die 300 Gäste, die zur Jubiläumsfeier „50 Jahre Bertleinkindertagesstätte“ gekommen waren, nicht enttäuscht.

Ganz nach der Maxime „Es muss nicht alles perfekt sein – es muss echt sein“ präsentierte das Kita-Team mit allen Kindern ein buntes Programm, das das Publikum von Beginn an begeisterte.

Blick zurück

Eine Bilderschau, die von der Leiterin der Kindertagesstätte, Marion Seitz, und Stellvertreterin Anja Klein kommentiert und von musikalischen Beiträgen der Kinder umrahmt wurde, schlug den Bogen von den Anfangsjahren bis in die Gegenwart. Mit 75 Kindern und drei Kindergartengruppen war die Einrichtung im November 1971 unter der Leitung von Sabine Eichhorn als erster städtischer Kindergarten an den Start gegangen. 1990 gab es bereits fünf Kindergartengruppen – vormittags, nachmittags und ganztags – in denen insgesamt 100 Kinder betreut wurden.

Seit 2000 gibt es drei Ganztagsgruppen, zusätzlich wurde eine Gruppe für Zweijährige eingerichtet. Und seit Sommer 2008 steht die Bertleinkindertagesstätte, die saniert, um ein Obergeschoss aufgestockt und um zwölf Krippenplätze erweitert wurde, auch den Allerkleinsten offen.

Zum 50-jährigen Bestehen der Kita hatten die Mädchen und Jungen einen Jubiläumssong einstudiert. Foto: Hiller
Zum 50-jährigen Bestehen der Kita hatten die Mädchen und Jungen einen Jubiläumssong einstudiert. / Foto: Hiller

100 Kinder aus 20 Ländern

28 Krippenkinder und 75 Kindergartenkinder aus 20 verschiedenen Herkunftsländern werden heute hier betreut“, sagt die Kita-Leiterin Marion Seitz. „In der Bertleinkita sind wir bunt, multikulti, lebendig, vielseitig, an allem und an jedem einzelnen Menschen interessiert. Und das alles klappt bei uns prima.“ Untermauert wurde das mit dem Lied „Lasst uns Freunde sein“, in das alle einstimmten.

Im Laufe der Jahrzehnte habe es große Veränderungen im Kindergartenwesen gegeben, so Bürgermeister Thomas Lang. Längst schon gehe es nicht mehr nur um Betreuung, sondern vielmehr darum, den Kindern durch spielerisches Lernen wichtige Lebenskompetenzen zu vermitteln. Die Bertleinkindertagesstätte sei diesen Anforderungen von Beginn an gerecht geworden und habe ihr Angebot über die Jahre hinweg bedarfsgerecht erweitert und optimiert.

Besonders würdigte Lang in diesem Zusammenhang das Engagement des Altbürgermeisters Rüdiger Pompl, der schon früh die Zeichen der Zeit erkannt und sich für einen stetigen Ausbau der Kindergärten und Tagesstätten in Lauf starkgemacht habe.

Miteinander und Teamspirit

Auf das, was in den vergangenen Jahrzehnten in der Bertleinkindertagesstätte geschaffen worden sei, könne man stolz sein – „nicht nur auf das, was sichtbar ist, sondern auch und vor allem auf das gute Miteinander und den Teamspirit, die hier zu spüren sind“, so das Resümee des Bürgermeisters. Ein herzliches Dankeschön richtete er an alle, „die an der Erfolgsgeschichte der Bertleinkindertagesstätte mitgeschrieben haben und natürlich die Kinder.“

Und die waren unbestritten die Stars der Jubiläumsshow und unterhielten ihr Publikum unter anderem mit einem Rap vom Riesen Timpetu, einem eindrucksvollen Auftritt der Percussionsgruppe und dem Song „Wo hat der Bürgermeister schon im Sand gespielt“ – einer Anspielung darauf, dass Thomas Lang seinerzeit ebenfalls die Bertleinkindertagesstätte besuchte.

Umgang mit digitalen Medien

Dass digitale Medien auch schon im Kindergarten ein Thema sind, zeigten die Kinder der Videogruppe, die mit ihren Erzieherinnen einen kleinen Zeichentrickfilm produziert hatten, dessen Botschaft lautete: „Ich wünsche mir, dass alle Kinder auf der Welt glücklich sind.“

Text: Hiller/ Stadt Lauf

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