Aktion der HZ

Daheim in der Heimat

Jetzt ist „Heimat-Zeit“: Ausspannen, Zeitung lesen und Landschaft genießen. | Foto: K. Bub2020/01/C.jpg

HERSBRUCKER SCHWEIZ – Das Wörtchen Heimat. Es mag mittlerweile abgedroschen klingen, weil es inflationär und manchmal auch an falscher Stelle verwendet wird. Aber: Wo könnte der Begriff besser passen, als bei einer Lokalzeitung, einem echten Heimatblatt – wie es sogar im Kopf der Hersbrucker Zeitung steht. Daher will die HZ ab sofort mit „Heimat-Zeit“ zum Lesen einladen.

Jetzt könnte der langjährige Leser sagen: In der HZ steckt wegen der Berichte aus der Region jeden Tag jede Menge Heimat. Und damit hat er recht. Doch wer kennt seine Heimat wirklich? Gibt es nicht jeden Tag Neues, Spannendes und Überraschendes zu erfahren?

Genau darum geht es bei der „Heimat-Zeit“: Mit Hilfe unserer Geschichten und Tipps, die Heimat zu erkunden und kennenzulernen; Zeit in dieser zu verbringen und sich zugleich Zeit für die Umgebung, die Menschen, die eigene Lebenswelt zu nehmen – und vielleicht beim Schmökern in unseren „Heimat-Zeit“-Geschichten auch etwas Zeit für sich.

Label fürs Lesen

Unser neues Label ist daher nicht für die schnellen täglichen Infos gedacht, sondern für Lesegeschichten, Portraits, besondere Reihen über Menschen, Firmen, Rezepte oder den Garten. Und wer weiß, vielleicht fühlt sich ja der ein oder andere beim Entdecken der Heimat über Buchstaben und Bilder noch etwas verbundener mit der Heimat – wie die HZ-Redakteure, die fast alle aus dem Landkreis stammen und ihre Lebens- und Arbeitswelt jeden Tag neu entdecken.

Dass die Bewohner von Hersbruck und Umgebung ein Faible für Heimat haben, wurde zum Beispiel bei der Diskussion und der Einführung der HEB-Kennzeichen sichtbar. So votierten im Mai 2011 bei einer Umfrage von Ralf Bochert von der Hochschule Heilbronn von 205 befragten Hersbruckern 78,8 Prozent für „HEB“; bei den 16- bis 30-Jährigen waren es sogar 92,5 Prozent. „Junge Leute zeigen gerne, wo sie herkommen, vielleicht auch, weil sie in Zeiten der Globalisierung eine Wurzel suchen“, begründet Bochert.

Heimat sei schon immer von großer Bedeutung gewesen, doch viele suchten heutzutage in einer vernetzten, haltlosen Welt, in der so vieles zugleich auf einen einströmt, einen engeren Bezug, denkt er. Eine historische Stadt wie Hersbruck sei da perfekt, sie sorge für eine starke Verwurzelung der Menschen. Für jeden? „Natürlich gibt es auch Menschen, die sich als Erdenbürger begreifen und die etwas kleinteiligen Bezüge nicht so brauchen.“

Art der Kommunikation

In Hersbruck und Umgebung sehen das zumindest 12 185 Autofahrer (Stand 4.10.2019) anders; sie haben sich ein „HEB“ ans Kfz montiert. Zum Start der Wiedereinführung der Altkennzeichen Ende 2014 waren es übrigens 4931. Für Bochert ist das „eine Art der Kommunikation im weiteren Sinne, wie zum Beispiel auch Dialekte oder Fan-Kleidung“. Das FCN-Symbol sei da ähnlich einzuschätzen wie „HEB“: „Beides hat einen gewissen Erkennungswert, den man auch benötigt, damit es Sinn ergibt, seine Heimat zu kommunizieren“, erläutert Bochert.

Denn wie sagte einer in der damaligen Diskussion so schön: „Wenn du mit „HEB“ fährst, dann bist du halt auch wirklich ein Hersbrucker.“ Wer also die HZ liest, der interessiert sich wirklich für seine Heimat und nimmt sich eben „Heimat-Zeit“ für sie.

N-Land Andrea Pitsch
Andrea Pitsch