Tag der offenen Tür in der Tagespflege

Besucher erlebten, wie sich demente Menschen fühlen

Die Gäste informierten sich neugierig über das Angebot der Tagespflege. | Foto: Susanne Deuschle2022/10/a495052259i0008_max1024x.jpeg

HERSBRUCK/ALTENSITTENBACH – Viele Interessierte kamen zum Tag der offenen Tür in die Hirtenbühlstraße. Eingeladen hatte die Mitarbeiterinnen der Tagespflege und der Fachstelle für Pflegende Angehörige im Rahmen der bayerischen Demenzwoche.

Die Tagespflege ist eine teilstationäre Einrichtung der Vereinigten Diakoniestationen im Hersbrucker Land und bietet Platz für 20 Besucher. Das Angebot stieß auf große Resonanz. Viele Menschen nutzten die Gelegenheit und erkundeten die Räume, in denen ihre Angehörigen ein oder mehrmals die Woche den Tag verbringen können. Die Pflegefachfrauen und Betreuungskräfte berichteten über den Tagesablauf in der teilstationären Einrichtung.

Geschützter Lebensraum auf Zeit

Die jahreszeitliche Dekoration der Räume, das ausgestellte Beschäftigungsmaterial und der demenzgerecht angelegte Garten zeigten, was die Einrichtung alles tut, um den meist gerontopsychiatrisch erkrankten Besuchern einen geschützten Lebensraum auf Zeit zu ermöglichen. Weil die Tagespflege derzeit freie Plätze anbieten kann, nutzten einige Besucher gleich die Gelegenheit und meldeten ihre Angehörigen für einen Schnuppertag an.

Ebenfalls großen Anklang fand ein „Demenzparcours“, der von Ilka Kolb von der Fachstelle für pflegende Angehörige aufgebaut und begleitet wurde. Hier erfuhren Menschen ohne Demenzerkrankung in praktischen Übungen, wie es sich für Menschen mit dieser Krankheit anfühlt, wenn die Orientierung nachlässt und das Gedächtnis schwach wird. „Das ist ja frustrierend“, war die Aussage einer Besucherin, wenn einmal wieder die Murmel nicht im Becher landete oder „So habe ich mir das nicht vorgestellt“, „Jetzt kann ich manche Äußerungen meiner Mutter besser einschätzen“.

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