Abzeichen mit der Wasserwacht

Aktion „Bayern schwimmt“: Schnaittacher Grundschüler sind Profis im Wasser

Viele Kinder können nicht richtig schwimmen. Daher startete die Wasserwacht die Kampagne „Bayern schwimmt“. | Foto: Schuster2022/07/a475524132i0012_max1024x.jpeg

SCHNAITTACH – Die vierte Auflage der Wasserwacht-Kampagne „Bayern schwimmt“ ist gestartet. Die vierten Klassen der Schnaittacher Grundschule beteiligten sich mit rund 70 Schülern. Die Schulkinder sollen sichere Schwimmer werden.

Die Wasserwacht-Ortsgruppe vermittelte mit den Baderegeln theoretisches Wissen. Beim Seepferdchen müssen die Kinder nach einem Sprung vom Beckenrand 25 Meter am Stück schwimmen und einen Gegenstand aus schultertiefem Wasser auftauchen. Sicher schwimmen kann man jedoch erst ab dem Erhalt des Deutschen Schwimmabzeichens (kurz: DSA) in Bronze.

Weniger schwimmen während Corona

Der Staatsminister für Unterricht und Kultus, Michael Piazolo, der das große Engagement der Ehrenamtlichen von der Wasserwacht zu Beginn der bayerischen Kampagne hervorhob, wünscht sich, „dass möglichst alle (…) von dieser tollen Aktion profitieren. Die Corona-Pandemie hat vielen Kindern und Jugendlichen den Zugang zum Schwimmen erschwert.“

Piazolo erklärt auch, dass es eine gemeinschaftliche Aufgabe von Eltern, Schule und Verbänden sei, die Freude und die Sicherheit beim Schwimmen zu vermitteln. „Daher war es uns ein wichtiges Anliegen, den Schwimmunterricht in der Schule wieder zu ermöglichen und zusätzliche Schwimmangebote zu machen“, so der Staatsminister.

Schwimmen statt Schule

An drei Tagen war der Vormittagsunterricht der Viertklässler in das Schnaittacher Freibad verlegt worden. Nach dem Eintreffen der Schüler stellten sich die Wasserwachtler kurz vor. Dabei erklärte Ferdinand Knorr, Technischer Leiter der Ortsgruppe, die Baderegeln.

Anschließend gab es eine kurze „Sichtung“ bezüglich der Schwimmtechnik der Schüler. Im Nichtschwimmerbecken wurden die Grundlagen der Schwimmbewegungen durch ehrenamtliche Wasserwachtübungsleiter vermittelt.

Am Ende konnten aus allen vierten Klassen insgesamt 49 Schwimmabzeichen verliehen werden: 21 Mal das Frühschwimmerabzeichen, das allgemein als „Seepferdchen“ bezeichnet wird, 14 Mal das Deutsche Schwimmabzeichen in Bronze und 13 Mal in Silber.

Einer holte das Gold-Abzeichen

Besonders stolz kann Jakob Kalb auf seine Leistung sein. Er erwarb als Einziger das DSA in der Stufe Gold. Zum Erhalt der höchsten Stufe der Schwimmabzeichen sind auch Tief- und Streckentauchen, Sprünge sowie unterschiedliche Schwimmarten gefordert. Udo Schuster

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