Das Impfzentrum der Malteser im Landkreis ist bereit

Ab 27. Dezember soll geimpft werden

Noch am Freitag deutete äußerlich nichts darauf hin, dass die Malteser in dieser unscheinbaren Halle am Ortsende von Röthenbach künftig das Impfzentrum des Landkreises betreiben. | Foto: Kirchmayer2020/12/Impfzentrum-Rothenbach-Corona-Malteser-kir-scaled.jpg

Nürnberger Land – Der Landkreis hat sich Zeit gelassen. Die Frist bis
zum 15. Dezember, an dem die Impfzentren bundesweit betriebsbereit sein sollten, hat das Nürnberger Land zwar verpasst, die Verzögerung bleibt aber folgenlos, weil der Impfstoff von Biontech noch nicht zugelassen ist.
Mittlerweile ist das Impfzentrum in Röthenbach einsatzbereit, wie das Landratsamt in einer Pressemitteilung informiert. Man warte nur noch auf die Vorgaben der Bundesregierung, welche Personengruppen den Impfstoff als erste erhalten sollen.

Die ersten Dosen des Vakzins des Herstellers Biontech sollen laut bayerischem Gesundheitsministerium am Sonntag, 27. Dezember, im Landkreis ankommen, am gleichen Tag sollen die ersten Impfungen vorgenommen werden. Am 21. Dezember fällt die Entscheidung, ob der Impfstoff von Biontech EU-weit zugelassen wird. Der Freistaat scheint damit fest zu planen.

Drei mobile Impfteams kommen in die Pflegeheime


Wie berichtet, werden die Malteser Nürnberg das Impfzentrum betreiben. Es stehen drei stationäre und drei mobile Impfteams bereit, die sich größtenteils aus niedergelassenen Ärzten aus dem Landkreis und Assistenzpersonal der Malteser zusammensetzen, so das Landratsamt.
Die stationären Teams bestreiten die sogenannten „Impfstraßen“ in der Halle, die mobilen Teams fahren zu Altenheimen oder Personen, die nicht selbstständig zum Impfzentrum kommen können. Neben medizinischem Personal arbeiten auch Verwaltungskräfte zur Unterstützung im Hintergrund und ein Sicherheitsdienst bewacht Material und Abläufe.


Von den sechs Impfstraßen im Gebäude werden also zunächst nur drei genutzt. Ob das am mangelnden Personal liegt oder daran, dass der Landkreis zunächst nicht mehr Impfdosen zur Verfügung hat, blieb gestern offen. Der Impfstoff sei zunächst nur in begrenzten Mengen verfügbar, so das Landratsamt.


Ein Pressesprecher der Malteser Bayern hatte Mitte der Woche davon gesprochen, dass in dem Gebäude 20 bis 25 Personen arbeiten sollen, weitere in den dreiköpfigen mobilen Impfteams. Das Impfzentrum soll täglich von acht bis 16.30 Uhr in Betrieb sein.

Heimleitungen sollen koordinieren


Zuerst geimpft werden Bewohner von Alten- und Pflegeheimen, Pflegepersonal sowie Über-80-Jährige. Für die Heimbewohner koordinieren wahrscheinlich die Heimleitungen die Impftermine vor Ort, so das Landratsamt.


Noch kann niemand selbstständig einen Termin für sich selbst oder für Angehörige buchen. Das Landratsamt wird die Vorgehensweise bei der Impfterminvergabe bekannt geben, sobald sie feststeht.


„Herzlichen Dank an alle Mitwirkenden im Haupt- und im Ehrenamt bei der Vorbereitung unseres Impfzentrums, ich wünsche weiter viel kameradschaftlichen, gemeinsamen Erfolg“, wird Landrat Armin Kroder in der Pressemitteilung zitiert.

Verhandlungen zogen sich hin


Unklar ist bisher, wieso sich die Verhandlungen des Landratsamtes mit den Vermietern der Halle und dem Betreiber länger hinzogen und ob es neben den Maltesern weitere Interessenten gab. Die Verträge mit der katholischen Hilfsorganisation sind am Donnerstag bei einem Treffen mit Landrat Armin Kroder und Vertretern des Gesundheitsamtes im Landratsamt unterzeichnet worden.

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