Nach Sieg in Memmelsdorf noch Chancen auf den Aufstieg

SC Feucht noch im Rennen

Mit dem Spiel in Memmelsdorf beginnt Michael Eckerts (rechts) Abschiedstournee: Er wird den Verein zum Saisonende verlassen. | Foto: Alfred Weinkauf2019/03/Feucht-SC-Memmelsdorf.jpg

FEUCHT – Da ist er, der erste Punktspielsieg in diesem Jahr: Am Samstag hat der 1. SC Feucht seine Auswärtspartie beim SV Memmelsdorf mit 3:1 (1:1) gewonnen. Der SC lag zwar zunächst zurück. Aber eine frühe rote Karte der Gastgeber gegen ihren Torjäger Dominik Sperlein sowie der 1:1-Ausgleich kurz vor der Pause durch Bastian Leikam hielt den SC im Spiel. Nach der Pause war Salim Ahmed mit seinem ersten Doppelpack erfolgreich.

Es gibt Situationen im Fußball, da scheint man zu verzweifeln, weil nichts geht. Der 1. SC Feucht hätte nach dem Winter gar nicht so schlecht gespielt, aber die Ergebnisse passten nun überhaupt nicht. Spielausfall in Selbitz, 1:2-Heimniederlage gegen Mitterteich, weitere Absage in Baiersdof, dann nur ein 0:0 gegen den direkten Konkurrenten aus Schwabach. Es wollte einfach nicht laufen. Doch am Samstag gab es beim SV Memmelsdorf die Wende und den ersten Erfolg 2019.

Tätlichkeit nach 18 Minuten

Danach sah es zunächst auch aus. Denn bei einem Zweikampf kassierte Dominik Sperlein, der mit 27 Treffern beste Torschütze aller 88 Landesligisten in Bayern, die rote Karte. Er soll Feuchts Betsi Mbetssi mit der Hand im Gesicht getroffen haben: eine Tätlichkeit. Da waren gerade einmal 18 Minuten gespielt. Dennoch lief es nicht für die Zeidler.

Bei einem Standard flog der Ball in den Feuchter Strafraum und Michael Eckert, der vor wenigen Tagen seinen Weggang zum Saisonende zum FC Troschenreuth bekanntgegeben hat, bekam die Kugel aus kurzer Distanz an die Hand. Der Schiedsrichter wertete das als Handspiel, Kapitän Michael Wernsdorfer vollstreckte vom Punkt zum 1:0 (32.).

Schwer tat sich der SC, der aber immerhin kurz vor der Pause noch zum Ausgleich kam. Eine zunächst abgewehrte Ecke wurde noch einmal in den Strafraum geschlagen und Bastian Leikam köpfte ein: sein vierter Saisontreffer.

SC dominiert zweite Hälfte

Teil zwei ging dann vollkommen an die Gäste, die mit einem Mann mehr hohes Tempo anschlugen und die Hausherren immer wieder in Schwierigkeiten brachten. Jetzt hatten die Feuchter alles im Griff, spulten ihr in der Vorbereitung einstudiertes Programm herunter. Eine Flanke in den Strafraum der Oberfranken konnte nicht geklärt werden und aus dem Gewühl heraus war es Salim Ahmed, der am schnellsten schaltete und zu Feuchts 2:1-Führung traf (68.).

Trotz des knappen Ergebnisses deutete sich bereits jetzt an, dass die Platzherren nicht mehr viel bewegen würden. Zwar gab es noch ein paar Torabschlüsse durch Philipp Hörnes, Thomas Kamm und Christopher Sowinski, aber SC-Keeper und Kapitän Andreas Sponsel zeigte sich wie gewohnt auf dem Posten und vereitelte die Chancen.

Feucht war das bestimmende Team und setzte mit dem 3:1 den Schlusspunkt. Bei einem Flankenball kam der Memmelsdorfer Torwart Thomas Schubert aus seinem Kasten, kam aber nicht an die Kugel. Die beförderte Ahmed über den Keeper hinweg zum 3:1 in die Maschen.

Damit sind die Feuchter wieder drin im Aufstiegskampf, in dem Neudrossenfeld mit dem 1:1 in Lichtenfels und Schwabach mit der 0:5-Niederlage bei Spitzenreiter Bamberg Federn gelassen haben. Der SC trifft nun am kommenden Freitag im vorentscheidenden Duell im heimischen Waldstadion auf die Bamberger Eintracht und hat bei einem Heimerfolg weiterhin berechtigte Titelchancen.

Stimmen zum Spiel:

Florian Schlicker (Trainer 1. SC Feucht): „Der erste Punktspielsieg in diesem Jahr tut natürlich unheimlich gut. Die erste Halbzeit verlief aus unserer Sicht noch ziemlich zäh und wir sind ja auch in Rückstand geraten. Nach der Pause haben wir Ball und Gegner laufen lassen, konnten letztendlich auch unsere Überzahl nutzen und in einen verdienten Sieg ummünzen.

Schiedsrichter: Jonas Kohn (Amberg)
Zuschauer: 121
Tore: 1:0 Michael Wernsdorfer (32.), 1:1 Bastian Leikam (41.), 1:2 Salim Ahmed (68.), 1:3 Salim Ahmed (78.)

N-Land Dirk Meier
Dirk Meier