Alle infos zum Neustart der A-Klasse Nord Ost

Alte Saison, neues Personal

Im Hinspiel traf Ochenbrucks Marcel Dauth (gelb) zum zwischenzeitlichen 2:0. Am Ende setzten sich die Ochis mit 6:3 gegen Max Bärnreuther (rot) und den FSV Oberferrieden durch. | Foto: Dieter Vogt2020/09/TSV-Ochenbruck-Marcel-Dauth-scaled.jpg

FEUCHT – Mit zehn Veränderungen im Kader und einem neuen Trainer-Duo geht der TSV Burgthann in den Restart der A-Klasse Nord Ost. Der FV Röthenbach zahlt in den Testspielen Lehrgeld, den FSV Oberferrieden übernimmt Interimstrainer Daniel Haas. In Ochenbruck freut man sich auf das Kicken vor Zuschauern.

Sehr viel passiert ist während der Unterbrechung bei den Vereinen der A-Klasse Nord Ost. Zum Auftakt startet der TSV Burgthann bei Henger SV II, der TSV Ochenbruck empfängt die Reserve aus Ezelsdorf. FV Röthenbach trifft auf SV Postbauer II, Oberferrieden ist zu Gast bei der zweiten Mannschaft des SV Seligenporten. Vor dem Start äußern sich die Abteilungsleiter Matthias Görz (TSV Burgthann), Christian Haas (FSV Oberferrieden), Roland Fiedler (TSV Ochenbruck) und der Vorsitzende Jochen Mangold (FV Röthenbach) zu der Corona bedingten Unterbrechung und geben einen Ausblick auf die Restspielzeit. Ihr Aussagen beziehen sich auch auf die Reserve-Mannschaften.

Wann wurde der Trainingsbetrieb wieder aufgenommen und wie verlief die Vorbereitung?
TSV Burgthann: Das Training lief ab Anfang August gut, die Mannschaft ist engagiert bei der Sache. Vorerst trainierten 1. und 2. Mannschaft und AH zusammen an zwei Tagen in der Woche. Die Vorbereitung ging auch mit Vorbereitungsspielen (unter anderem ein 2:0 gegen den SC Eismannsberg und ein 2:5 gegen den SV Raitersaich II) gut vonstatten.
FSV Oberferrieden: Der FSV startete bereits Mitte Mai trotz noch deutlich strengerer Coronabestimmungen mit dem Training. Die hohe Trainingsbeteilung war ein Indiz dafür, dass die Spieler unbedingt zurück auf den Platz wollten. Vier Vorbereitungsspiele verliefen unterschiedlich, unter anderem gab es ein 1:4 gegen den SV Unterferrieden und ein 1:3 gegen den FC Ezelsdorf II. Es war zu spüren, dass es noch am Rhythmus hapert.
TSV Ochenbruck: Gemäß der Freigabe des BFV wurde schon im Juni der Trainingsbetrieb aufgenommen, die Beteiligung der Aktiven war sehr positiv. Ende Juli begann dann die richtige Vorbereitung und es wurden einige Testspiele absolviert (unter anderem 1:2 gegen den TSV Altenfurt und 3:1 gegen den FC Holzheim II).
FV Röthenbach: Seit Ende Juni waren die Jungs mit reger Trainingsbeteiligung am Start. Vorbereitungsspiele wurden zwar absolviert, aber gleichwertige Gegner waren mehr als rar gesäht. Spiele gegen Kreisligisten bereiteten vom Ergebnis her relativ wenig Spaß, unter anderem das 1:8 gegen den FC Schnaittach.

Wurde während des Lockdowns individuell trainiert?
TSV Burgthann: Es gab eine fünfwöchige TSV [email protected] Challenge. Hierbei waren alle Teams in drei Gruppen eingebunden. Jede Woche gab es Videos mit Übungen, die jeder Spieler umsetzen konnte.
TSV Ochenbruck: Das gesamte Team blieb via Social Media in Kontakt und hat sich durch Laufeinheiten und Techniktraining fit gehalten. Die Einheiten erfolgten alle einzeln, aber jeder hat immer wieder Videos in die gemeinsame Whatsapp-Gruppe gestellt und somit die anderen motiviert. Auch die Coaches haben immer wieder kleine Videos online gestellt, um das Team zu fordern.
FV Röthenbach: Den Spielern wurden Vorschläge unterbreitet, sich mit Läufen fit zu halten. Dies wurde mittels App überwacht und, im Bezug auf die Anforderungen unserer Spiel-Klasse gesehen, auch recht ordentlich umgesetzt.
FSV Oberferrieden: Keine Angabe.

Kommen Sie mit den Auflagen klar?
TSV Burgthann: Die Umsetzung klappt problemlos und die gute Infrastruktur beim TSV war und ist dabei sehr förderlich. Die berufliche Tätigkeit unseres Corona-Beauftragten (Leitung Katastrophenschutz Landkreis Erlangen/Höchstadt) erleichtert die Umsetzung der Vorgaben und ermöglicht große Sicherheit.
FSV Oberferrieden: Im Wesentlichen kommt man zurecht, allerdings stört die Maskenpflicht im Kabinentrakt. Vor allem ist unverständlich, warum dieselben Spieler, die auf dem Platz ohne Maske herumlaufen, in der Kabine eine Maske benötigen.
TSV Ochenbruck: Hier haben unsere Coronabeauftragen hervorragende Arbeit geleistet. Die Beachtung der Vorgaben wurden dann von den Trainern und Betreuern umgesetzt.
FV Röthenbach: Die Vorstandschaft war immer daran interessiert, die gesetzlichen Vorgaben zeitnah umzusetzen. Dies begann mit dem Ausarbeiten eines Hygienekonzepts, dem Trainingsauftakt und dem Öffnen der Kabinen und Duschen. Ein ungutes Gefühl bestand noch im Hinblick auf Trainingsspiele auf eigenem Gelände. Zum Saisonauftakt muss dieses Problem gelöst werden.

Gab es in der langen Unterbrechnung personelle Veränderungen?
TSV Burgthann: Wir hatten sehr viele Veränderungen. Unabhängig von Corona ging Trainer Jackson Ruzicki zum TV Leinburg. Neues Trainer Duo ist Michael Lauth und Co-Trainer Thomas Esberger (beide können bei Bedarf auch selbst spielen). Weitere Abgänge: Sasa Bozic (TV Leinburg), Jörg Günther jun. (FC Schnaittach), Christian Urdaneta (TSV Ochenbruck AH), Kacpar Bala (zurück zu seinem Heimatverein) und Stefan Pielnhofer (TSV 04 Feucht). Als Neuzugänge stießen Benedikt und Valentin Wottke (SV Höhenberg), Timo Grimm und Julian Frank (eigene Jugend) sowie Anestis Karasavidis (eigene Jugend, aber aktuell noch Wehrpflichtdienst in Griechenland) zum Team. Neuer Sportlicher Leiter ist Markus Albert, Sven Romeis ist jetzt stellvertretender Abteilungsleiter.
FSV Oberferrieden: Trainer Fabian Göhring wechselte als Jugend-
trainer zum ASV Neumarkt. Neuer Trainer wird Martin Wiessler, der bis zum Saisonende noch in Winkelhaid bleiben wird. Bis dahin übernimmt Daniel Haas als Interimstrainer, er genießt viel Akzeptanz im Team.
Heiko Hornung hat in der Abteilungsleitung aufgehört, seine Position wurde mit dem Trio Christian Haas, Jan Rademacher und Daniel Haas besetzt.
TSV Ochenbruck: Insgesamt gibt es sieben Neuzugänge, davon fünf aus der eigenen Jugend. Im Bereich der zweiten Mannschaft änderten sich Trainer und Co-Trainer.
FV Röthenbach: Zwei Langzeitverletzte konnten wieder ins Team eingefügt werden. Die Befürchtungen, dass zum Trainingsauftakt einige Spieler nicht mehr zurückkehren, bewahrheitete sich nicht.

Was erwarten Sie sich vom Restart und vom Ligapokal?
TSV Burgthann: Hauptaufgabe ist zunächst, das Team neu zu formen, zu einer Einheit werden zu lassen und die Spiel-Philosophie des Trainers zu verinnerlichen.
FSV Oberferrieden: Nachdem wir einen soliden Platz im Mittelfeld der Tabelle haben, geht es bei uns weder um Aufstieg noch um Abstieg.
Wir wollen eine möglichst gute Restsaison spielen und uns tabellarisch verbessern. Wichtig ist uns, dass wir dem neuen Trainer zur neuen Saison eine intakte Mannschaft übergeben. Den Ligapokal können wir noch nicht so richtig einschätzen, halten ihn aber für eine gute Sache, um die Zeit bis zur neuen Saison zu überbrücken. Um über den Ligapokal aber aufzusteigen, braucht man schon eine sehr gute Serie.
TSV Ochenbruck: Wir hoffen auf den Restart, damit wir diesen gleich an unsere Vorbereitung anschließen können und hier keine große Lücke zu verzeichnen ist. Das Wichtigste ist jedoch, dass alle beteiligten Personen gesund bleiben, wir Stück für Stück zur Normalität zurückkehren können und dass das Kicken vor Zuschauern, Familien und Freunden auch weiterhin möglich sein wird.
FV Röthenbach: Wir sehen dem Restart mit gemischten Gefühlen entgegen. Einerseits sind wir glücklich, dass die Saison fortgesetzt wird, andererseits haben wir die Befürchtung, dass die Saison doch noch abgebrochen werden muss. Man muss dem BFV Respekt zollen, dass er sich mit dem Ligapokal intensiv Gedanken gemacht hat und eine gute Lösung anbietet. Es ist problematisch, die Jungs über einen solch langen Zeitraum bei Laune zu halten. Mit den vorhandenen Problemen stehen wir aber nicht alleine da, so dass wir positiv in die Zukunft sehen und eine ruhige Restsaison spielen können, damit sich der Klub für die neue Saison aufstellen kann.

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