Topspiel im Löwenkäfig

Zurück in die Gegenwart

Volle Konzentration auf Ansbach fordert Altdorfs Trainer Milan Dörnhöfer. | Foto: Daniel Frasch2020/01/Altdorf-TV-Milan-Doernhoefer-scaled.jpg

Altdorf – Vor dem wichtigen Heimspiel gegen den Tabellenzweiten TSV Ansbach stellen die Altdorfer Drittliga-Volleyballerinnen die offene Aufstiegsfrage erst einmal hinten an.

In Altdorf nichts neues. So lässt sich die Situation rund um die Volleyballerinnen des TVA beschreiben, denn das erwartete Statement der Spielerinnen bezüglich eines möglichen Aufstiegs in Liga zwei lässt auf sich warten. Wie berichtet, forderte TVA-Vorsitzender Joachim Töwe in dieser Woche eine Entscheidung. „Ich möchte bis zur nächsten Woche ein Ergebnis von der Mannschaft hören“, sagte Töwe in der Samstagsausgabe des Boten. Zwar blieb eine Kollektiventscheidung bislang aus, einzelne Stimmen drangen aus der Mannschaft aber dennoch nach außen. „Ich möchte mit diesem tollen Team aufsteigen“, betont etwa Spielführerin Katharina Schön.

Die große Frage ist: Sollte der TV Altdorf den möglichen Aufstieg in die 2. Liga wagen? Dreimal hätte der TVA seit Bestehen der 3. Liga bereits aufsteigen können, die Abteilungsleitung kam jedoch stets zu dem Ergebnis, dass ein Aufstieg in die zweite Bundesliga der falsche Weg sei. In der aktuellen Saison sind die Voraussetzungen jedoch andere. Der TV Altdorf hat eine sehr erfolgreiche Mannschaft, verfügt über eine viel beneidete und zweitligataugliche Halle und hat eine gefestigtere Personalstruktur in Bezug auf das Team und den Trainerstab. Stefan Ogait versichert, „die Vorlizenzierung zu beantragen, um alle Optionen offen zu halten.“ Der Abteilungsleiter sagt aber auch: „Lasst uns erstmal die Meisterschaft machen.“

Dörnhörfer mahnt zur Besonnenheit

Noch stärker auf die Bremse tritt Trainer Milan Dörnhöfer. „Aufstieg? Wir sind nach dem Spiel gegen Ansbach erst bei zwei Drittel der Saison. Keine Hektik, der Aufstieg ist noch nicht gesichert“, richtet der 28-Jährige den Fokus lieber auf die kommende Partie, anstatt den Blick in die Zukunft schweifen zu lassen. Zurecht, immerhin kommt es am Abend (19 Uhr) in der Altdorfer Dreifachturnhalle an der Mittelschule zum Topspiel der 3. Liga. Mit dem TSV Ansbach gastiert der Zweitliga-Absteiger und Tabellenzweite in Altdorf. Ein Gegner auf Augenhöhe, wie das erste Duell Ende Oktober gezeigt hat. In einem Fünf-Satz-Krimi 2:3 (16:25, 25:22, 23:25, 25:21, 13:15) holte sich die Mannschaft von Milan Dörnhöfer damals den Sieg im Tie-Break. „Wir müssen zu unserem Spiel zurückfinden“, fordert Altdorfs Trainer eine Leistungssteigerung zur vergangenen Partie gegen Unterhaching, als den Damen ungewohnt viele einfache Fehler unterliefen. Die Vorbereitung auf das Topspiel verlief jedoch nicht nach Plan, das Training war geprägt von krankheitsbedingten Ausfällen.

Bayernliga-Damen legen vor

Bereits um 15.30 Uhr empfangen in der Dreifachhalle die Altdorfer Bayernliga-Damen den Tabellenzweiten N.H. Young Volleys aus Neudrossenfeld. Das Team von Trainer Wojciech Nawrat belegt mit 19 Zählern Rang fünf, will jedoch weiter Punkte sammeln, um den Klassenerhalt schnell klar zu machen. „Wir warten ganz entspannt auf den hohen Favoriten und wollen unsere beste Leistung abrufen“, verspricht Nawrat. Am Sonntag fahren einige Bayernliga-Spielerinnen mit der U18-Jugend nach Weißenburg, um sich bei der Mittelfränkischen Meisterschaft zu messen. In der Vorrunde steigt das Duell gegen den TSV Ansbach, im zweiten Match steht mit dem TV Bad Windsheim die nächste starke Konkurrenz im Kampf um die Teilnahme an der Nordbayerischen Meisterschaft auf dem Feld.

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