26:32 gegen VfL Günzburg

Winkelhaider Pleite, die doppelt schmerzt

Für die TSV-Kapitänin Vreni Götz (am Boden) und ihre Winkelhaiderinnen war es ein Abend zum Vergessen: Im Aufsteiger-Duell mit dem VfL Günzburg rannten sie zeitweise einem Zehn-Tore-Rückstand hinterher. | Foto: Kaufmann2019/10/tsv-winkelhaid-_-vfl-guenzburg.jpg

WINKELHAID – Die Bayernliga-Handballerinas des TSV Winkelhaid mussten am Samstag in heimischer Halle ihre vierte Niederlage einstecken und sind nun nach dem fünften Spieltag am Tabellenende angelangt. Mit-Aufsteiger VfL Günzburg gewann verdient mit 32:26 (15:11) und durfte somit hochverdient die zwei Punkte mit nach Hause nehmen.

Die Voraussetzungen vor diesem Spiel waren für die Winkelhaiderinnen alles andere als optimal. Unter der Woche war die Trainingsbeteiligung aufgrund von Erkrankungen nicht sonderlich hoch. Mit Antonia Bachmeier fiel eine Rechtsaußen-Spielerin komplett aus. Da auch Katja Götz und Jana Wanzek angeschlagen ins Spiel gingen, waren die Wechselmöglichkeiten sehr begrenzt.

Neben den personellen Problemen bei den Feldspielerinnen hat sich auch die Lage bei den Torhüterinnen verschärft: Tanja Seger konnte nach ihrer Operation noch nicht eingesetzt werden und Franziska Samac, die erst letzte Saison zum TSV gestoßen ist, hat, für alle ein bisschen überraschend, unter der Woche ihre Handballschuhe an den Nagel gehängt! Damit konnte der TSV Winkelhaid mit Lena Bauer im wichtigen Aufsteiger-Duell lediglich eine Torhüterin aufbieten. Trotz der zahlreichen Handicaps wollten die TSV-Damen aber unbedingt die zwei Punkte in Franken behalten.

Günzburgs zweite Welle

Die ersten fünf Minuten gestalteten sich auch noch ausgeglichen; auf beiden Seiten wurde je ein Siebenmeter vergeben (2:2). Dann allerdings verdaddelte die Heimmannschaft eine Reihe von Großchancen. Günzburg nutzte mit seiner starken zweiten Welle die Ballgewinne und konnte sich so bereits nach 20 Minuten auf 11:5 absetzen. Probleme bereitete den Winkelhaiderinnen vor allem die blitzschnelle, relativ klein gewachsene Mittespielerin Alena Harder, die ein ums andere Mal die Heim-Abwehr vor große Probleme stellte und entweder eine Lücke für sich selbst oder ihre Mitspielerinnen riss oder nur durch ein zwei-Minuten-würdiges Foul gestoppt werden konnte.

Wilfling stellt auf Manndeckung um

Ab Mitte der ersten Hälfte versuchte Trainer Sebastian Wilfling mit einer Manndeckung gegen Top-Torschützin Lena Götz, den Spielfluss der Günzburgerinnen zu unterbrechen. In Folge dieser Maßnahme konnten die Winkelhaiderinnen den Sieben-Tore-Rückstand auf drei Tore zur Halbzeit verringern: Beim Stand von 11:15 wurden die Seiten getauscht.

Seidel hält TSV vorerst im Spiel

Anfang des zweiten Durchgangs konnte Anna Seidel mit vier ihrer insgesamt sechs Tore dazu beitragen, dass der Rückstand auf nur noch zwei Tore verringert werden konnte (13:15). Die Hoffnung beim TSV währte jedoch nur kurz. Denn leider gesellten sich unkonzentrierte Abschlüsse und technische Fehler in das Spiel der Heimmannschaft, weshalb der Rückstand bis zur Mitte der zweiten Hälfte dann sogar auf zehn Tore kletterte. Ab da war der Glaube an einen Sieg bei den Winkelhaider Handballerinas quasi dahin.

Wanzek ist in Ismaning fraglich

Bei einer Abwehraktion verletzte sich dann auch noch Jana Wanzek an der Nase. Ob sie am kommenden Wochenende in Ismaning eingesetzt werden kann, ist eher unwahrscheinlich. In den letzten zehn Minuten kämpften die Damen des TSV noch einmal, damit die Niederlage nicht unnötig hoch ausfällt und konnten zwischenzeitlich auf sechs Tore verkürzen (25:31; 26:32).

Nach der Niederlage musste sich die Mannschaft eingestehen, dass Günzburg an diesem Tag die klar bessere Mannschaft war und deshalb verdient gewonnen hat. Der TSV Winkelhaid muss nun in den kommenden Wochen versuchen, sich wieder auf die alten Stärken zu konzentrieren, um sich mit Kampf und Einsatz die nächsten Punkte gegen den Abstieg zu sichern. Mit Ismaning und Haunstetten stehen in den nächsten beiden Wochen Gegner an, die schlagbar sind.

Für den TSV Winkelhaid spielten: Bauer (im Tor); Räbel (4/2); Seidel (6); Götz, V. (7); Meyer (1); Paech; Götz, K.; Weiler (2); Spychala (6); Wanzek.

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