Spiel der Woche

Winkelhaid will zurück in die Erfolgsspur

Nur zwei Ausrutscher? Nach Pleiten gegen den FC Altdorf (Bild) und den SV Höhenberg droht Winkelhaid den Anschluss an die Tabellenspitze zu verlieren. | Foto: Daniel Frasch2019/10/tsv-winkelhaid-_-fc-altdorf-1.jpg

Winkelhaid – In der Kreisklasse Ost empfängt Kreisliga-Absteiger TSV Winkelhaid den ambitionierten Aufsteiger FC Trautmannshofen.

Nach dem Abstieg aus der Kreisliga will der TSV Winkelhaid in der laufenden Saison oben mitspielen und die Spielzeit unter den ersten fünf Mannschaften beenden. Nach furiosem Saisonbeginn mit 20 Punkten aus acht Spielen (sechs Siege, zwei Unentschieden) kam dem Kreisliga-Absteiger zuletzt jedoch die Leichtigkeit abhanden.

Zwei Niederlagen in Folge

Vergangenes Wochenende unterlagen die Winkelhaider dem SV Höhenberg mit 2:3. Noch schmerzhafter war allerdings die 0:2-Pleite eine Woche zuvor gegen den FC Altdorf. Binnen 20 Minuten trafen die Gastgeber im Derby viermal Aluminium. Aus welcher Position sie es auch versuchten, der Ball wollte einfach nicht über die Linie. Nur Pech oder war da auch etwas Unvermögen dabei? „Unser größtes Problem momentan ist unsere Sturmreihe. Mit Marcel Diaco und Michael Kersten sind zwei wichtige Angreifer verletzt. Okan Findik und Martin Wießler geben sich natürlich Mühe vorne drin und hauen sich rein. Aber gelernte Stürmer sind sie leider nicht“, antwortet Krafft. Das wurde vor allem im Duell mit dem FC Altdorf deutlich. Zwar war der TSV das spielbestimmende Team, Zählbares sprang jedoch nicht heraus. Im Gegenteil: Ausgerechnet die Mannschaft des FC Altdorf zeigte den Gastgebern, was Effektivität bedeutet. Spielertrainer Philipp Knogl war Dreh- und Angelpunkt, den Ex-Bayernligaspieler (ASV Neumarkt) bekam die Winkelhaider Defensive nur selten in den Griff. Durch die jüngsten Niederlagen schob sich das obere Tabellendrittel enger zusammen, neben dem TSV Winkelhaid reihten sich auch der FC Altdorf, der FC Deining und der SV Höhenberg in die Spitzengruppe ein.

Ambitionierter Aufsteiger zu Gast

Mit dem FC Trautmannshofen kommt nun ein A-Klassenaufsteiger an die Sportparkstraße, der zuletzt wieder besser in die Spur fand. Aus den letzten fünf Partien holten die Gäste drei Siege und ein Unentschieden. „Trautmannshofen wird ein schwieriger Gegner. Die sind in der vergangenen Saison souverän aufgestiegen und haben richtig Qualität“, warnt TSV-Trainer Krafft seine Jungs davor, den Liganeuling auf die leichte Schulter zu nehmen. „Respekt ja, mehr aber auch nicht“, kündigt er eine engagierte, aber keineswegs zurückhaltende Spielweise an. Vorsicht ist dennoch geboten, immerhin stellt Trautmannshofen mit 32 Treffern die gefährlichste Offensive der Liga.

Anstatt sich zu sehr mit dem kommenden Gegner zu beschäftigen, wollen sich die Winkelhaider auf die eigenen Stärken konzentrieren. „In dieser Liga kann wirklich jeder jeden schlagen“, sagt Krafft und hofft gegen den Aufsteiger auf den Beginn einer neuen Siegesserie. „Wir haben es immer noch selbst in der Hand, aus dieser Spielzeit noch eine sehr erfolgreiche Saison zu machen.“

N-Land Daniel Frasch
Daniel Frasch